WW-Kurier
Ihre Internetzeitung für den Westerwaldkreis
Pressemitteilung vom 18.02.2026
Region
Frauentreff in Selters macht Herausforderungen und Unterstützungsbedarf sichtbar
Beim Frauentreff in Selters kommen regelmäßig Frauen unterschiedlicher Herkunft zusammen. In geschützter Atmosphäre entstehen Gespräche über Alltag, Sorgen und Unterstützung. Der Austausch zeigt deutlich, wo Hilfe fehlt und was vor Ort gebraucht wird.
(Fotoquelle: Alexandra Abresch-Cäsar)Selters. Am Freitag (13. Februar 2026) nahm Alexandra Abresch-Cäsar am Frauentreff in Selters teil. Das Treffen richtet sich an Frauen mit internationalen sowie deutschen Wurzeln, die in einem offenen und warmherzigen Rahmen regelmäßig zusammenkommen. Bei Tee und Kuchen entsteht Raum für Gespräche, gegenseitige Unterstützung und persönliche Begegnungen.

Austausch über Alltag und Hürden
Im Mittelpunkt des Treffens standen die Herausforderungen, mit denen viele Frauen im Alltag konfrontiert sind. Dazu zählen Schwierigkeiten beim Erlernen der deutschen Sprache, das Finden von sozialen Kontakten sowie die Orientierung in unterschiedlichen gesellschaftlichen und behördlichen Strukturen. Auch der Zugang zu therapeutischer Unterstützung nach belastenden Erfahrungen wie Trauma oder Trauer wurde als großes Problem benannt.

Besonders deutlich wurde, dass bestehende Hilfsangebote für Frauen mit Gewalterfahrungen häufig weit entfernt liegen. Ohne eigenes Auto oder bei zusätzlichen Hürden sind diese Angebote nur schwer erreichbar. Gerade im ländlichen Raum führt dies dazu, dass Unterstützung oft nicht in Anspruch genommen werden kann.

Niedrigschwellige Treffpunkte als Stütze
Der Frauentreff in Selters zeigt, wie wichtig niedrigschwellige Begegnungsorte sind. Hier können Frauen sich austauschen, gegenseitig stärken und sowohl Freude als auch Belastungen teilen. Solche Treffpunkte bieten nicht nur soziale Nähe, sondern auch Orientierung und emotionale Entlastung. Die Initiative geht auf Lenora Teperschmidt zurück, die den Frauentreff ins Leben gerufen hat.

Impulse für politische Arbeit
Die beim Frauentreff gewonnenen Eindrücke fließen in die politische Arbeit von Alexandra Abresch-Cäsar ein. Aus ihrer Sicht braucht es wohnortnahe und gut erreichbare Beratungs- und Unterstützungsangebote. Zudem sind bessere Zugänge zu psychosozialer Hilfe notwendig, insbesondere in ländlich geprägten Regionen. Der Frauentreff verdeutlicht, wie groß der Bedarf ist und wie wirkungsvoll lokale Angebote sein können. (PM/bearbeitet durch Red)
Pressemitteilung vom 18.02.2026 www.ww-kurier.de