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Pressemitteilung vom 14.02.2026
Region
Einsatz für Integration: Abschiebung eines Pflege-Azubis verhindert
Eine E-Mail eines Bürgers führte zu politischem Handeln. Der ägyptische Pflege-Azubi Bilal, der von Abschiebung bedroht war, kann nun seine Ausbildung in Bad Marienberg fortsetzen.
Bilal mit dem Ehepaar Neumann, der Einrichtungsleiterin Alexandra Schiefer, der Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher, Landtagsabgeordneter Hendrik Hering und der Arbeits- und Sozialministerin des Landes Rheinland-Pfalz, Dörte Schall (Foto: Röder-Moldenhauer)Bad Marienberg. Eine E-Mail des 90-jährigen Erich Neumann an den Abgeordneten Hendrik Hering war der Auslöser für ein politisches Handeln. Neumann machte auf die drohende Abschiebung des ägyptischen Pflege-Auszubildenden Bilal aufmerksam, der in einer Senioreneinrichtung in Bad Marienberg arbeitet und sich dort gut integriert hat.

Hering reagierte und suchte das Gespräch mit Landrat Achim Schwickert. Gemeinsam erreichten sie, dass die zuständige Ausländerbehörde in Montabaur den Abschiebeplan fallenließ. Diese Entscheidung brachte große Erleichterung für Bilal, das Seniorenzentrum und dessen Bewohner.

Um die erfolgreiche Integration sichtbar zu machen, organisierte Hering gemeinsam mit Stadtbürgermeisterin Sabine Willwacher einen Besuch der rheinland-pfälzischen Arbeits- und Sozialministerin Dörte Schall in der Einrichtung. Bei diesem Besuch wurde deutlich, welchen hohen Stellenwert der 34-jährige Bilal im Haus Anna Margareta hat. Er wird sowohl von den Bewohnern als auch von seinen Kollegen wegen seiner freundlichen Art, seines Engagements und seiner Zuverlässigkeit geschätzt. Bilal absolviert seine Ausbildung in der Pflege mit großem Verantwortungsbewusstsein und sprachlicher Sicherheit.

Hering betont die Bedeutung solcher Fälle: "Mir war wichtig zu zeigen, dass hier jemand Verantwortung übernimmt, arbeitet, Deutsch spricht und längst Teil unserer Gemeinschaft ist." Für Ministerin Schall steht fest, dass motivierte Fachkräfte in der Pflege unverzichtbar sind und praktikable Lösungen im Aufenthaltsrecht gefunden werden müssen. Hering hebt zudem das Engagement von Neumann hervor: Ohne den direkten Hinweis von Erich Neumann wäre er auf diesen Fall möglicherweise nicht aufmerksam geworden. Das zeige: Beteiligung wirke. (PM/Red)
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