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| Nachricht vom 12.02.2026 |
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| Region |
| Rathausstürmung der Möhnen in Wirges - Widerstand war zwecklos |
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| In Wirges haben die Möhnen am Schwerdonnerstag (12. Februar 2026) das Rathaus erfolgreich gestürmt und die Macht übernommen. Bürgermeisterin Alexandra Marzi erkannte schnell, dass Widerstand zwecklos war. |
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Wirges. Alexandra Marzi, die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde (VG) Wirges, sah das "Unheil" nahen, als sie sich "zufälligerweise" im Foyer ihres Amtssitzes aufhielt. Vor dem Eingang des Gebäudes der Verbandsgemeindeverwaltung hatten sich viele Menschen versammelt, die teilweise komisch angezogen waren. Dazu sangen sie lauthals eigenartige Lieder und riefen immer wieder "Helau". Sie ließen sich auch nicht von einzelnen Regenschauern abhalten, ihr Ritual durchzuziehen. Die Bürgermeisterin erinnerte sich wieder an ähnliche Situationen in den letzten Jahren und es dämmerte ihr, dass kein friedlicher Protest vonstatten ging, sondern die Möhnen aus der VG Wirges die Übernahme der Macht vollziehen wollten.
Geringer Widerstand der Bürgermeisterin
Schnell erkannte die Bürgermeisterin, dass Widerstand zwecklos sein würde und ließ die Türen am Eingang öffnen, damit die Möhnen ins Foyer gelangen konnten, um den goldenen Schlüssel vom Rathaus zu erkämpfen. Die Okkupanten wurden gleich bei ihrem Eindringen besänftigt, als jeder den Karnevalsorden der VV Wirges überreicht bekam.
Dann nahte der große Moment: Unter Gejohle und Anfeuerungsrufen kämpften die Bürgermeisterin und eine Närrin um den goldenen Rathausschlüssel. Nach kurzem Hin und Her gelang es schließlich, unter dem Jubel der Anwesenden, der Bürgermeisterin den Schlüssel zu entreißen und diesen triumphierend in die Höhe zu strecken. Damit hatten die Möhnen vorübergehend die Macht übernommen und wollten nun den Erfolg ausgiebig feiern. Auch darauf war die VG Wirges gut vorbereitet und lud die Möhnen zur Party in den Sitzungssaal der VG ein.
Diese Möhnen übernahmen das Kommando
Im Sitzungssaal angekommen waren folgende Möhnenvereine und -gruppen: "Frauentreff Dernbach", "Immer lustig" Siershahn, "Dufte Bienen" Mogendorf, "Aubachhexen" Ötzingen, "Lappeduddler" Helferskirchen, "Frauengemeinschaft Leuterod", "Domperlen Wirges", "Passion For Dance" Ebernhahn und die "Golden Girls" Bannberscheid.
Thomas Roots heizte als DJ mit bekannten Karnevalsliedern die Stimmung weiter auf. Die Möhnen nahmen dankbar die Gelegenheit wahr, sich warm zu tanzen, denn durch die Regenschauer vor dem Gebäude waren sie doch etwas angefeuchtet. Zudem durften sich die Eindringlinge an kühlen Getränken aller Art schadlos halten, auch belegte Brötchen konnten "vernascht" werden. Somit waren alle Voraussetzungen geschaffen, in bester Stimmung den Schwerdonnerstag zu feiern.
Royaler Glanz durch die Kinderprinzessin
Die Möhnen wurden nicht nur sich selbst überlassen, um zu feiern, sie durften sich auch über ein ansprechendes Rahmenprogramm freuen. Den Anfang machte die "Wirgeser Karnevalsgesellschaft 1954" (WKG), die mit ihrem Elferrat und Sitzungspräsident Dirk "Klati" Kaltenbach an der Spitze einmarschierte. Im Schlepptau hatten die Karnevalisten der WKG zwei ihrer Tanzgruppen, die "Blauen Funken" und die "Amazonen". Überstrahlt wurde die Feier im Sitzungssaal vom Besuch der diesjährigen Karnevalsprinzessin Isabell I. "Über Hufe und Holz", die mit ihrer Pagin erschien und der Veranstaltung einen majestätischen Touch verlieh. Dann folgte der Auftritt der beiden Tanzgruppen, die in der Enge des Raums ein hervorragendes Programm ablieferten, das die Besucher zu begeistertem Beifall animierte.
Auch Kirchenvertreter feiern Karneval
Weiter aufgewertet wurde die Veranstaltung durch Pfarrerin Sylvia vom Holt von der evangelischen Kirche und Pfarrer Andreas Fuchs von der katholischen Kirche. In ihren Redebeiträgen nahmen sie sich auf unterhaltsame Art, verschiedener weltlicher Themen an und ernteten dafür viel Beifall.
Danach war nur noch Party angesagt und wer ist ein Garant dafür, dass die Stimmung ihren Siedepunkt erreicht? Die dreiköpfige Partyband "Live-Steins", der es gelang, Malle-Fieber in den Sitzungssaal zu bringen. Ihr bekannter Party-Hit "Reiß die Hütte ab", brachte die "Hütte", nein, den Saal, zum Beben.
Bereits während der Party konnte festgestellt werden, dass die Organisatoren ganze Arbeit geleistet hatten und sich über Lob aus vielen Mündern freuen durften. Im Saal waren nur glückliche Gesichter zu beobachten, die zum Ausdruck brachten, welchen Spaß sie bei dieser Feier hatten. |
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