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| Nachricht vom 03.02.2026 |
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| Wirtschaft |
| Wie digitale Tools von kleinen Unternehmen in der Region genutzt werden |
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ANZEIGE 18+ | Wer durch den Westerwald fährt, denkt oft zuerst an idyllische Wanderwege, das satte Grün der Hügel und vielleicht an das gute Hachenburger Bier. Doch unter der beschaulichen Oberfläche brodelt eine digitale Revolution, die unsere Region ordentlich umkrempelt.
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Es sind nicht mehr nur die großen Konzerne in den Metropolen, die mit künstlicher Intelligenz und Cloud-Systemen hantieren. Unsere lokalen Handwerksbetriebe, Gastronomen und kleinen Dienstleister sind längst im 21. Jahrhundert angekommen, und zwar mit einer gehörigen Portion Westerwälder Pragmatismus.
Tablets statt Zettelwirtschaft
Früher hieß es oft: „Das haben wir schon immer so gemacht“. Heute heißt es: „Da gibt’s doch bestimmt eine App für“. Inzwischen nutzen bereits knapp 38 Prozent der deutschen Unternehmen künstliche Intelligenz für ihre Prozesse, und der Westerwald zieht kräftig mit. Dass Digitalisierung dabei nicht nur staubtrockene Buchhaltung bedeutet, zeigen moderne Freizeitangebote. Wer nach getaner Arbeit auf dem Bau oder im Büro ein bisschen digitalen Glamour sucht, stolpert fast automatisch über coole Anbieter wie Vegas Hero. Dort sieht man, wie spielend einfach digitale Prozesse sein können: Von der schnellen Registrierung über Einblicke in VIP-Clubs bis hin zu transparenten Zahlungsmethoden und den vielen spannenden Slotspielen läuft alles wie am Schnürchen.
Das Casino-Erlebnis ist quasi der digitale Superheld unter den Freizeitbeschäftigungen und zeigt, wie man Nutzerführung heute denkt – intuitiv, sicher und mit einem ordentlichen Schuss Unterhaltung. Diese technologische Leichtigkeit ist genau das, was sich auch unsere heimischen Unternehmer für ihre täglichen Abläufe wünschen.
Nehmen wir als Beispiel den klassischen Dachdecker- oder Metallbaubetrieb aus der Region. Während früher zerknitterte Stundenzettel auf dem Armaturenbrett des Transporters vor sich hin vegetierten, herrscht heute digitale Ordnung. Mobile Apps ermöglichen die Dokumentation und Zeiterfassung direkt auf der Baustelle. Das spart nicht nur Nerven, sondern laut aktuellen Erhebungen auch rund fünf Stunden Arbeitszeit pro Woche allein bei der Dokumentation.
Mit GPS durch die Wäller Natur
Besonders spannend ist der Einsatz von spezieller Software in der Metallverarbeitung. Hier werden komplexe Kalkulationen und Konstruktionszeichnungen per Cloud direkt zwischen Büro und Werkstatt ausgetauscht. Das sorgt für Transparenz und verhindert, dass am Ende das falsche Teil geschweißt wird. Die Handwerkskammer Koblenz berichtet, dass digitale Tools den Verwaltungsaufwand in Handwerksbetrieben um durchschnittlich 30 Prozent reduzieren können. Wenn der Geselle seine Fotos vom Baufortschritt direkt hochlädt, kann der Chef im Büro sofort die Rechnung schreiben – so fließt das Geld schneller und der Kunde freut sich über die prompte Abwicklung.
Auch unser Westerwald Touristik-Service hat den Turbo gezündet. Wanderwege werden heute digital erfasst, und GPS-basierte Apps leiten Besucher sicher durch die Natur, selbst wenn der Nebel mal wieder dicker ist als die Erbsensuppe auf der Kirmes. Digitalmanager sorgen dafür, dass Unterkünfte online in Echtzeit buchbar sind, ein absolutes Muss, wenn man die wanderfreudige Kundschaft von morgen anlocken will. Projekte wie die „Herdorf-History-Tour“ nutzen sogar Augmented Reality, um Geschichte per Smartphone-App lebendig zu machen.
Dabei geht es nicht nur um die Sichtbarkeit nach außen. Intern werden Ressourcen durch smarte Analyse-Tools besser geplant. So wissen Touristiker heute genauer, wann an welchen Aussichtspunkten besonders viel los ist und können die Infrastruktur entsprechend anpassen. Wer hätte gedacht, dass Datenanalyse einmal so wichtig für eine zünftige Wanderung wird? Es ist diese Mischung aus High-Tech und Heimatliebe, die den Westerwald auch digital zum Vorreiter in Rheinland-Pfalz macht. Die Region beweist damit eindrucksvoll, dass ländlicher Raum und technologische Innovation sich nicht ausschließen, sondern sich gegenseitig zu neuen Höhenflügen beflügeln.
Technologie direkt vor die Werkstatt-Tür
Ein ganz besonderes Schmankerl in unserer Region ist der sogenannte DigiTruck. Gemeinsam mit dem Kompetenzzentrum DigiMit² der Hochschule Koblenz bringt die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Westerwaldkreis innovative Technologien direkt zu den Firmen vor Ort. Da rollt dann ein Truck auf den Hof, vollgepackt mit modular aufgebauten Demonstratoren. Hier können Unternehmer ausprobieren, wie eine VR-Brille bei der Planung eines Badezimmers hilft oder wie Sensorik im Lager die Arbeit erleichtert.
Dieses „Anfassen und Ausprobieren“ bricht Barrieren. Denn seien wir mal ehrlich: Digitalisierung klingt oft komplizierter, als sie ist. Das Ziel ist es, den Einstieg so niederschwellig wie möglich zu gestalten. Das Angebot ist anbieterneutral und vorwettbewerblich – es geht also nicht darum, jemandem etwas aufzuschwatzen, sondern echten Nutzen zu stiften. Wer einmal gesehen hat, wie einfach eine digitale Warenwirtschaft den Inventur-Horror beendet, der kehrt nicht mehr zum Klemmbrett zurück. Gerade Gründern in Hachenburg oder Montabaur hilft dieser mobile Anschub, ihre Skalierung von Anfang an professionell auf digitale Füße zu stellen.
Cyber-Stress und Schutzschilde
Wo Licht ist, da ist auch Schatten – oder in diesem Fall: Hacker. Mit der zunehmenden Vernetzung steigen auch die Anforderungen an die IT-Sicherheit. Etwa 37 Prozent der Unternehmen blicken inzwischen mit geschärfter Aufmerksamkeit auf Sicherheitsrisiken, da laut BSI-Lagebericht rund 80 Prozent aller Sicherheitsvorfälle den Mittelstand treffen. Das Thema „Wider den Cyberstress“ steht ganz oben auf der Agenda der Industrie- und Handelskammern.
Regelmäßige Backups, die 90 Prozent der Betriebe inzwischen vorbildlich durchführen, und eine kontinuierliche Sensibilisierung der Mitarbeiter sind die digitalen Schutzschilde unserer heimischen Wirtschaft. Die gute Nachricht: Datensicherheit lässt sich oft mit überschaubarem Aufwand und geringen Kosten umsetzen, wenn man die Grundlagen beherrscht. So bleibt der Westerwälder Mittelstand nicht nur innovativ, sondern auch sicher vor digitalen Langfingern. Wer proaktiv auf Schulungen und moderne Website-Standards setzt, macht seinen Betrieb fit für die Herausforderungen einer vernetzten Welt.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Unsere Region hält digital Kurs. Ob durch staatliche Förderprogramme wie den „DigiBoost“ oder durch Eigeninitiative der Betriebe, der Westerwald beweist, dass Tradition und Transformation prima zusammenpassen. Wer heute in der Region investiert, investiert in eine digitale Zukunft, die den Menschen entlastet und den Betrieben Luft zum Atmen verschafft. (prm)
Hinweis zu den Risiken von Glücksspielen:
Glücksspiel kann süchtig machen. Spielen Sie verantwortungsbewusst und nutzen Sie bei Bedarf Hilfsangebote wie die Suchtberatung (Link: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung - Glücksspielsucht). |
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