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Pressemitteilung vom 26.01.2026
Region
Ausstellung zu NS-Verfolgungen im Westerwald und Rheinland-Pfalz am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur
Im Zeitraum 3. bis 10. Februar 2026 wird in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums Montabaur die Ausstellung "Für jeden sichtbar..." der Gedenkstätte KZ Osthofen zu sehen sein.
Im Rahmen der Arbeit sind vier Roll ups zu vier Schicksalen entstanden. (Foto: Dominik Hook)Montabaur. Die Präsentation, die auf 18 Bannern ausschließlich Orte der nationalsozialistischen Verfolgungen im heutigen Rheinland-Pfalz zeigt, ist als regionalhistorische Ergänzung der Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum, Washington DC, konzipiert worden. In Kooperation mit der Gedenkstätte KZ Osthofen sind in diesem Schuljahr auch vier Roll-Ups entstanden, die von Schülern der Klassen 9a, 9c und 10a des Mons-Tabor-Gymnasiums konzipiert wurden und gemeinsam mit der Ausstellung zu sehen sind.

Sie befassen sich mit:
dem als "asozial" verunglimpften Auschwitz-Überlebenden August Schäfer III (1893-1959) aus Nister,
dem katholischen Bezirksjungscharführer Franz Kleck (1908-1945) aus Merkelbach, dem man zusätzlich Homosexualität unterstellte,
dem unfreiwillig eine Verhaftungswelle der Gestapo auslösenden Zeugen Jehovas Louis Pfeifer (1895-1945) aus Bad Marienberg sowie
dem unter dem Fallbeil hingerichteten, 20-jährigen Deserteur Herbert Lamboy (1922-1943) aus Irmtraut.

Die Präsentation ist zudem erweitert durch originale Dokumentationen über die verschiedenen Gedenk- und Erinnerungsprojekte zu Westerwälder NS-Verfolgten, die über Jahre hinweg am Mons-Tabor-Gymnasium Montabaur durchgeführt wurden und Erinnerungsorte in der Region schufen und noch begründen werden.

Die Ausstellung in der Aula kann zu nachfolgenden Öffnungszeiten von Interessenten, insbesondere auch von Schulklassen, kostenfrei besucht werden:
Dienstag, 3. Februar, 13.15 bis 15 Uhr
Mittwoch, 4. Februar, 7.50 bis 15 Uhr
Donnerstag, 5. Februar, 12.15 bis 15 Uhr
Freitag, 6. Februar, 7.50 bis 18 Uhr
Montag, 9. Februar, 7.50 bis 15 Uhr
Dienstag, 10. Februar, 7.50 bis 12.15 Uhr (PM/Red)
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