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Nachricht vom 22.01.2026
Rheinland-Pfalz
Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Kampagne "Nie wieder nicht wählen" startet
Die sinkende Wahlbeteiligung bei Landtagswahlen und der Druck auf die Demokratie haben den rheinland-pfälzischen Landtag dazu veranlasst, eine umfassende Kampagne zur bevorstehenden Wahl am 22. März 2026 zu starten.
Landtags-Kampagne "Nie wieder nicht wählen" (Foto: Ira Schaible/dpa)Rheinland-Pfalz. Die Beteiligung an Landtagswahlen ist seit Jahrzehnten rückläufig, was den Landtag von Rheinland-Pfalz zur ersten cross-medialen Kampagne motiviert hat, wie Landtagspräsident Hendrik Hering (SPD) in Mainz erklärte. Der Slogan der Kampagne lautet: "Nie wieder nicht wählen". Ziel ist es, möglichst viele Menschen zur Stimmabgabe für den neuen Landtag und die künftige Landesregierung zu bewegen. Im Jahr 2021 gaben nur 64,3 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, fünf Jahre zuvor waren es noch 70,4 Prozent.

Die überparteiliche Kampagne wirbt nicht für spezifische Parteien oder politische Positionen, sondern allgemein für die Demokratie und das Wahlrecht. "Eine Wahl zu haben und wählen zu dürfen, ist in einer Demokratie das Grundrecht schlechthin. Wir wollen deshalb motivieren und sensibilisieren, dieses Recht bei der Landtagswahl auch wahrzunehmen", sagte Hering. Besonders im Fokus stehen junge Menschen, Erstwähler, politikferne Gruppen sowie Menschen mit Migrationsgeschichte. Die Kampagne setzt auf interaktive und kreative Formate, um Menschen sowohl auf der Straße als auch online zu erreichen. Sie ist auf Plakaten sowie auf den Internet-Auftritten des Landtags auf Plattformen wie Instagram, Tiktok und Youtube präsent. Ein "Wahl-Gym" tourt durchs Land, um zur Entscheidungsfindung und zum Wählen zu animieren.

Inhaltlich richtet sich die landesweite Kampagne insbesondere gegen Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit. "Wir erleben heute, dass antisemitische und menschenfeindliche Aussagen zunehmend unverhohlen geäußert werden", betonte Hering. Die Kampagne ruft dazu auf, Haltung zu zeigen und über emotionale Zugänge zum Nachdenken und Austausch anzuregen. Das Budget für die Kampagne beträgt rund 350.000 Euro. (dpa/bearbeitet durch Red)
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