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| Pressemitteilung vom 19.01.2026 |
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| Region |
| Jan Petry fordert Entlastungen für Karnevalsvereine |
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| Der CDU-Landtagskandidat Jan Petry setzt sich für eine spürbare Entlastung der Karnevalsvereine in Rheinland-Pfalz ein. Er kritisiert die steigenden organisatorischen und finanziellen Anforderungen, die viele Vereine unter Druck setzen. Welche konkreten Maßnahmen er fordert, wird im Folgenden beleuchtet. |
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Neuwied. Am 19. Januar äußerte sich Jan Petry, CDU-Landtagskandidat für den Wahlkreis Neuwied, zu den Herausforderungen, vor denen Karnevalsvereine stehen. Er fordert deutliche Erleichterungen bei den Auflagen für Karnevalszüge und Veranstaltungen, da diese zunehmend schwerer zu bewältigen seien. Petry betont, dass das ehrenamtliche Engagement im Karneval ein zentraler Bestandteil des kulturellen Lebens in Rheinland-Pfalz sei und nicht durch übermäßige Bürokratie gefährdet werden dürfe.
"Unsere Karnevalsvereine leisten Enormes - gesellschaftlich, kulturell, sportlich und sozial. Doch immer mehr Vereine berichten, dass die aktuellen Auflagen kaum noch zu stemmen sind. Wenn wir das Brauchtum erhalten wollen, müssen wir die Rahmenbedingungen dringend verbessern", erklärt Petry.
Herausforderungen der Karnevalsvereine
Im Austausch mit den Karnevalsgesellschaften der Neuwieder Stadtteile Engers und Heimbach-Weis wurde deutlich, wie stark die Auflagen zugenommen haben. Philipp Ley, Präsident der KG 1827 Heimbach, beschreibt den Anstieg der Kosten durch verpflichtend einzusetzende Sicherheitskräfte als größten Kostentreiber beim Veilchendienstagszug. Während früher weniger Personal erforderlich war, sind inzwischen mehr Wagenbegleiter vorgeschrieben, die zudem spezielle Lehrgänge absolvieren müssen.
Auch der Rosenmontagszug in Engers ist von zusätzlichen Auflagen betroffen. "Die TÜV-Abnahme der Karnevalswagen ist eine weitere Auflage, die für uns in dieser Form nicht nachvollziehbar ist", so Ansgar Schunkert, Präsident der Großen Engerser KG. Die Wagen fahren mit niedriger Geschwindigkeit und es gab bisher keine Vorfälle, die solche teuren Maßnahmen rechtfertigen würden.
Philip Hoffmann, Präsident der KG Weis, verweist auf zusätzliche Anforderungen für Sanitäts- und Rettungsdienste sowie auf aufwändigere Absperrungen der Zugstrecken. "All dies sorgt in Summe dafür, dass die Kosten für die Sicherheitsauflagen beim Veilchendienstagszug seit 2019 um etwa 100 Prozent gestiegen sind", ergänzt er.
Forderungen nach Entlastung
Jan Petry fordert hier Entlastung und appelliert an die Eigenverantwortung der Besucher. "Wer einen Karnevalsumzug besucht, erhält viel Spaß, Musik und Kamelle. Aber jeder Besucher muss Augen und Ohren offenhalten und seine Eigenverantwortung wahrnehmen", betont Petry. Es sei nicht realistisch, jedes Risiko auf die Veranstalter abzuwälzen, insbesondere wenn sie ehrenamtlich tätig sind.
Er kritisiert die hohen Auflagen zur Abnahme und Überwachung von Veranstaltungen. "Dass bei der Durchführung von Veranstaltungen die Sicherheit im Vordergrund steht, ist eine Frage der Vernunft", so Petry. "Dass man den Vereinsvertretern jedoch zunächst mit Misstrauen begegnet und jede Veranstaltung kontrollieren will, ist ein Affront gegenüber den Ehrenamtlern." Er fordert, Regelungen und Kontrollmechanismen auf ein vernünftiges Maß zurückzuführen, und dankt allen, die den Karneval als Brauchtum pflegen.
Petrys Appell richtet sich an Bund, Land und Kommunen, die Auflagen zu reduzieren, um den Vereinen Luft zum Atmen zu geben. "Karneval ist gelebte Gemeinschaft. Wenn Vereine wegen steigender Auflagen aufgeben müssen, verlieren wir ein Stück Identität", so Petry abschließend. (PM/Red) |
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| Pressemitteilung vom 19.01.2026 |
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