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Pressemitteilung vom 17.01.2026
Region
Heimatgeschichte im Fokus: Vortrag zur Nister-Bachlandschaft in Limbach
Wie hat ein Fluss das Leben in einer ganzen Region geprägt? Dieser Frage geht Antonius Kunz bei seinem Vortrag über die Nister nach. Am 19. Januar 2026 nimmt der Heimatforscher Interessierte mit auf eine Reise durch Natur-, Wirtschafts- und Landschaftsgeschichte.
Schwimmbäder gab es entlang der Nister mehrere, eines z.B. an der Hardter Mühle. (Foto: Dorfarchiv Hardt)Limbach. Im Rahmen der Vortragsreihe "Heimat unter der Lupe" lädt der Kultur- und Verkehrsverein Limbach am Montag, 19. Januar 2026, um 19 Uhr zu einem informativen Abend ins Haus des Gastes ein. Referent ist Antonius Kunz, Heimatforscher und Kenner der regionalen Geschichte, der sich intensiv mit der Rolle der Nister in der Entwicklung des Westerwaldes befasst hat.

Ein Fluss als prägendes Element der Region
Die Nister ist ein komplexes Bachsystem, das aus fünf Einzelbächen besteht. Sie hat über Jahrhunderte das Leben und Arbeiten in der Region maßgeblich beeinflusst. Kunz zeigt anhand historischer Fotos und Kartenmaterial, wie sich die Landschaft rund um die Nister entwickelt hat und welche wirtschaftliche Bedeutung der Fluss einst hatte.

Wirtschaft, Fischerei und Industrie
Einst war die Nister Standort einer florierenden gewerblichen Fischerei. Später diente sie als Standort für zahlreiche Mühlen und sogar als Rückgrat einer der größten Industrieanlagen des Herzogtums Nassau. Die eisenverarbeitende Industrie profitierte von der Wasserkraft des Flusses. Noch heute sind Spuren dieser Nutzung in Form von alten Wehrbauten sichtbar, die im Zuge der Wiesenbewässerung entstanden sind.

Tourismus und Katastrophen
Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde die Nister auch touristisch erschlossen. Gasthäuser, Aussichtspunkte, Schwimmbäder und Campingplätze entstanden entlang des Flusslaufs. Doch der Fluss war nicht nur Segen: Eisfluten und Hochwasser führten immer wieder zu schweren Unglücken. Mehrere Menschen kamen im Verlauf der Jahrhunderte ums Leben.

Eintritt frei, Spenden willkommen
Der Vortrag ist für alle Interessierten offen, der Eintritt ist frei. Spenden zur Unterstützung des Vereins sind willkommen. Der Veranstaltungsort ist barrierefrei, es werden Mikrofone verwendet, und es stehen Stühle mit Armlehnen zur Verfügung. Innerhalb von Limbach wird ein kostenloser Fahrservice angeboten. Weitere Informationen gibt es unter der Telefonnummer 0151-22074323. (PM/bearbeitet durch Red)
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