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Pressemitteilung vom 15.01.2026
Rheinland-Pfalz
Wohnungsmangel in Rheinland-Pfalz: 133.000 Wohnungen fehlen
In Rheinland-Pfalz zeichnet sich ein drastischer Wohnungsmangel ab, der nicht nur die Lebensqualität, sondern auch die wirtschaftliche Entwicklung im Land beeinflusst.
(Foto: Patrick Pleul/dpa)Rheinland-Pfalz. In Rheinland-Pfalz haben laut einer Analyse des Pestel-Instituts bereits Ende 2024 rund 133.000 Wohnungen gefehlt. Das Wirtschaftsforschungsinstitut schätzt den Gesamtbedarf bis 2030 auf bis zu 200.000 neue Wohnungen, da die Zahl der Haushalte weiter steigt. Um diesen Bedarf zu decken, müssten jährlich etwa 33.300 neue Wohnungen gebaut werden.

Der Wohnungsmangel in Deutschland hat nach Einschätzung des Instituts ebenfalls einen Rekordstand erreicht - bundesweit fehlen 1,4 Millionen Wohnungen. Eine Verbesserung der Situation sei in den kommenden Jahren nicht zu erwarten, so Matthias Günther, Chefökonom des Pestel-Instituts, in Berlin.

Der Mangel an Wohnraum wirkt sich nach der Analyse auch als Wirtschaftsbremse aus. Ohne eine Belebung des Wohnungsbaus könnten keine Zuwanderer für den Arbeitsmarkt gewonnen werden, was die Wachstumsschwäche des Landes verstärke. "Unser Land wird die Wachstumsschwäche nicht überwinden können", heißt es in dem Bericht.

Die Studie wurde vom Bündnis Soziales Wohnen in Auftrag gegeben, einem Zusammenschluss des Deutschen Mieterbunds, der IG Bau, der Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau sowie anderer Organisationen. Das Bündnis fordert einen Bund-Länder-Pakt für den Wohnungsbau, mit einem besonderen Fokus auf den Bau von mehr Sozialwohnungen. (dpa/bearbeitet durch Red)

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