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| Pressemitteilung vom 15.01.2026 |
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| Rheinland-Pfalz |
| Mehr Unterstützung für Jugendliche in Konfliktsituationen |
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| Die Ombudsstelle für Kinder- und Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz verzeichnet einen stetigen Anstieg an Hilfsanfragen. Besonders Jugendliche in der Pubertät suchen verstärkt Rat, wenn es um ihre Rechte geht. |
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Rheinland-Pfalz. Hilfe bei Sorgerechtsstreitigkeiten, Konflikten mit leiblichen Eltern, Anträgen auf finanzielle Unterstützung oder Problemen mit dem Jugendamt - die Zahl der Fälle bei der Ombudsstelle für Kinder- und Jugendhilfe in Rheinland-Pfalz nimmt kontinuierlich zu. Immer mehr Menschen trauen sich, bei dieser Anlaufstelle um Rat und Unterstützung zu bitten, berichtete Barbara Schleicher-Rothmund, die Bürgerbeauftragte des Landes. Die Stelle konzentriert sich hauptsächlich auf Jugendliche ab der Pubertät. Meistens erfolgt der Kontakt über Betreuerinnen und Betreuer, Pflegeeltern oder andere Bezugspersonen, die sich der Rechte junger Menschen bewusst sind. Häufig sind die Fälle von starken Emotionen geprägt, vor allem, wenn es um das Umgangsrecht mit den Eltern geht, erklärte Schleicher-Rothmund.
Vielfach handelt es sich um Kinder und Jugendliche, die nicht in klassischen bürgerlichen Familienverhältnissen leben, so Schleicher-Rothmund. Es gibt aber auch Fälle, in denen die Jugendlichen in einem sogenannten "regulären Familienumfeld" leben, die Eltern jedoch getrennt sind und ihre Konflikte auf dem Rücken der Kinder austragen. Diese Situationen führen ebenfalls zu hochemotionalen Ausnahmesituationen.
Die Ombudsstelle hat das Ziel, die Rechte der Kinder zu stärken, Beteiligung zu ermöglichen und bei Konflikten mit Jugendämtern oder freien Trägern zu vermitteln, erläuterte die Bürgerbeauftragte. Es gehe darum, die Kinderrechte zu fördern und Machtverhältnisse in der Kinder- und Jugendhilfe auszubalancieren.
Seit ihrer Gründung im Jahr 2017 versteht sich die Ombudsstelle als eine kostenfreie und niedrigschwellige Anlaufstelle für junge Menschen. Im rheinland-pfälzischen Landesrecht wurde die Ombudsstelle im Jahr 2024 gesetzlich verankert. Zum Start im Jahr 2017 wurden 70 Fälle registriert; 2024 lag die Zahl bereits bei 142. Alle zwei Jahre wird ein Tätigkeitsbericht veröffentlicht, der nächste umfasst den Zeitraum 2025/26. (dpa/bearbeitet durch Red)
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| Pressemitteilung vom 15.01.2026 |
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