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| Nachricht vom 11.01.2026 |
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| Kultur |
| Buchtipp: "Ostfriesen-Erbe" - Kriminalroman von Klaus-Peter Wolf |
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| Das Erbe, das Kriminalkommissarin Ann Kathrin Klaasen gar nicht von "Miss Moneypenny" aus dem Bundeskriminalamt annehmen will, verändert ihr Leben entscheidend, denn das ungeheure illegale Wissen, über das sie nun verfügt, bringt sie in Lebensgefahr. Sie droht an der Last des Erbes zu zerbrechen, denn Kriminelle und Mitarbeiter aus der Polizeihierarchie kennen keine Skrupel, um an den Zugangscode zu gelangen. |
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Norden. Aufgrund ungerechtfertigter Anschuldigungen sind Ann Kathrin und Weller kurz davor, ihre Polizeimarken gegen eine Fischbude zu tauschen. Neben ihrer verschworenen ostfriesischen Kollegentruppe, bestehend aus ihrem Mann Frank Weller, Rupert, Marion Wolters und Jessi Kaminski, unterstützen Nachbarn und Freunde die Kommissarin. Unter dem Vorwand, Klaasen beschützen zu wollen, lungern Beamte des Bundeskriminalamts in ihrer Nähe herum.
Eine Mordserie schreckt die beschauliche Küstenstadt Norden auf. Die erste Leiche wird am Teemuseum gegenüber der Polizeiinspektion gefunden, die zweite, Danas Tante Roberta, im Film-Büro von Ann Kathrin Klaasen im Kriminalmuseum. Schon geistert der Begriff „Museumsmörder“ durch die Nachrichten.
Als Leser kennt man die Motive des Täters, jedoch nicht seine Identität. Darum bangt man ständig um die Studentin Dana Kleinlein. Dana muss ihren toten Lieblingsonkel Heinz identifizieren, der beim Angeln über Bord ging und ertrank. Danas Verlobter Justus war mit auf dem Boot. Warum konnte er den erfahrenen Seenotretter nicht retten? Und warum trug Heinz keine Rettungsweste?
Danas Handy wird von einem Fahrradfahrer gestohlen und von einem jungen Mann zurückerobert. Der baggert die Studentin heftig an und verwirrt sie mit seiner Liebenswürdigkeit so sehr, dass ihr Entschluss, in sechs Wochen ihren Justus zu heiraten, ins Wanken gerät. Soll sie seinen Heiratsantrag annehmen? Wem kann sie noch trauen?
Nicht nur Danas Seelenfrieden, auch der Familienfrieden von Heinz‘ Söhnen ist nachhaltig gestört. Auslöser ist auch in diesem Fall das erhebliche Erbe.
Klaus-Peter Wolf erzeugt Spannung, indem er im Wechsel aus Polizei-, Opfer- und Tätersicht erzählt. Garniert mit Ruperts markigen Sprüchen und der bemitleidenswerten Führungsinkompetenz der Polizeidirektorin Schwarz, entwickelt die Handlung Witz und unterhält aufs Beste. Man freut sich bei jedem neuen Band auf Wolfs sympathische Ostfriesen: Polizisten, Nachbarn und Freunde, zu denen man gern gehören möchte. Viele Marzipanseehunde aus dem Café ten Cate müssen den Kriminalisten beim Denken helfen.
Der 534-seitige Kriminalroman wird am 26. Januar als Fischer Taschenbuch erscheinen, ISBN 978-3-596-711628. htv
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