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Pressemitteilung vom 29.08.2025
Region
Herausforderung unter der Erde: Sanierung der Stadtbachverrohrung in Montabaur
In Montabaur schreiten die Arbeiten an der Stadtbachverrohrung voran. Aktuell wird ein besonders anspruchsvolles Teilstück saniert, das sich unter dem ehemaligen Sparkassengebäude befindet. Die Besonderheit dieser Sanierung liegt nicht nur im Verlauf des Rohrs, sondern auch in den darin enthaltenen Schadstoffen.
Derzeit wird ein kleines Teilstück der Stadtbachverrohrung unterirdisch saniert. Es handelt sich um den Abschnitt, der quer unter dem Gebäude der ehemaligen Sparkasse verläuft. Die Einstiegsgrube befindet sich neben der Zufahrt zur Tiefgarage Altstadt am Steinweg. Foto: Stadt Montabaur / Christina WeißMontabaur. Die Sanierung der über 80 Jahre alten Stadtbachverrohrung in Montabaur hat einen entscheidenden Abschnitt erreicht. Derzeit wird das Teilstück unter dem Gebäude der ehemaligen Kreissparkasse zwischen Konrad-Adenauer-Platz und Steinweg bearbeitet. Diese Arbeiten sind besonders komplex, da die innere Beschichtung des Schachts asbestähnliche Schadstoffe enthält. Um die Arbeiter und Passanten zu schützen, wird die alte Beschichtung vorsichtig abgestrahlt und entfernt, bevor beschädigte Stellen ausgebessert und eine neue Innenabdichtung aufgetragen wird.

Diese Sanierungsarbeiten werden etwa sechs Wochen dauern und kosten rund 280.000 Euro (brutto). Die Firma Intec aus Sehlem, die bereits bei früheren Bauabschnitten tätig war, führt die Arbeiten durch. Sollte es währenddessen zu starkem Regen kommen, wird der Wasserzulauf zum Stadtbach vorübergehend gesperrt oder reduziert. Dies geschieht am Durchlass des Stadtbachs unter der L327 bei Horressen und am Biebrichsbach, der Richtung Innenstadt fließt. Bereits 2018 wurde dort ein Wiesenbecken angelegt, um Hochwasser zurückzuhalten.

Die gesamte Stadtbachverrohrung erstreckt sich über mehr als 1.600 Meter und zeigt verschiedene Bauweisen, wie eine Kamerabefahrung vor Beginn der Sanierung offenbarte. Unterschiedliche Baustile und Profile machen die händige Sanierung notwendig. Während einige Abschnitte aus Betonröhren bestehen, sind andere aus Klinker gemauert. Die Sanierung erfolgt je nach Gegebenheiten entweder in offener oder geschlossener Bauweise. Erste Arbeiten wurden 2017 abgeschlossen, der letzte Abschnitt ist für 2026 geplant. PM/Red
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