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Den Girls‘ Day digital nutzen
An Veranstaltungsabsagen wegen der Corona-Pandemie mussten die Bürger sich im vergangenen Jahr gewöhnen und so kann auch der Girls‘ Day am 22. April nicht in gewohnter Weise stattfinden.
Gerade in unsicheren Zeiten ist jedoch die Berufswahl von besonderer Bedeutung und für Mädchen und junge Frauen eine wichtige Entscheidung. Foto: Agentur für Arbeit MontabaurMontabaur. Die Veranstaltung in der BBS Montabaur, seit vielen Jahren von der Beauftragten für Chancengleichheit der Agentur für Arbeit Montabaur federführend organisiert, muss aus bekannten Gründen leider ausfallen.

Gerade in unsicheren Zeiten ist jedoch die Berufswahl von besonderer Bedeutung und für Mädchen und junge Frauen eine wichtige Entscheidung, mit der sie ihre Zukunft folgenschwer beeinflussen können. Nach wie vor klafft zwischen „typischen“ Männer- und Frauenberufen, kurz gesagt zwischen Technik und Sozialem, eine große Lohnlücke. Sie führt spätestens bei Rentenbeginn dazu, dass vor allem Frauen von Altersarmut betroffen sind. Aber auch schon früher im Lebenslauf haben Berufswahl und das damit verbundene Einkommen einschneidende Folgen für wesentliche Lebensentscheidungen, wie zum Beispiel die Frage, wer wegen Kindererziehung Elternzeit nimmt und/oder die Arbeitszeit reduziert, was sich wiederum auf Karriere und Altersabsicherung auswirken kann.

Darauf weist die Gleichstellungsbeauftragte des Westerwaldkreises Beate Ullwer hin.

Damit jedoch auch 2021 der Girls’Day nicht ungenutzt verstreicht, sind Firmen und Unternehmen aufgerufen, digitale Angebote zu machen.

Nähere Hinweise finden sich auf der Homepage www.girlsday.de. Dort finden interessierte Mädchen und junge Frauen auch das Girls' Day-Digital-Event. Im Rahmen dieses Events findet ein öffentliches Live-Programm mit spannenden Impulsen, Interviews und Diskussionsrunden statt. Mit dabei sind junge Vorbilder aus verschiedenen Berufsfeldern, Influencerinnen und auch musikalisch wird es sich um das Thema Klischees drehen.

Außerdem erinnert Ullwer an die Ursprünge des Girls‘ Days, der auf den amerikanischen „Take our daughters to work Day“ zurückgeht. In den 90ern rief die MS. Foundation for Women dazu auf, am letzten Donnerstag im April Töchter mit an den Arbeitsplatz zu nehmen. Auch im Homeoffice können Eltern diese Möglichkeit nutzen.

Und wer nun ein ähnliches Angebot für den Sohn sucht, um ihm typische Frauenberufe näher zu bringen: am selben Tag findet auch der Boys‘ Day statt. (PM)
Nachricht vom 06.04.2021 www.ww-kurier.de