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Nachricht vom 10.01.2021    

Buchtipp: „Rummelplatz meiner Seele“ von Tina Hüsch

Von Helmi Tischler-Venter

Tina Hüsch nennt sich selbst „Wundertütenpoet“. Sie ist Künstlerin und Kunstwerk in Personalunion, sie verzaubert ihre Leserschaft mit Sonne und Regenbogenfarben, indem sie positive philosophische Gedanken zu Gedichten verwebt.

Buchtitel. Foto: Verlag

Dierdorf/Bad Marienberg. Die Westerwälder Buchstabenfee, der die Magie der Poesie zum Seelenplan geworden ist und die die Welt als riesengroßes Puppenhaus des lieben Gottes betrachtet, schreibt „für alle, die dem Alltaggrau entfliehen wollen und daran glauben, dass ihre Seele Flügel hat…“ Sie teilt die Erkenntnis, dass die Poesie der Kunst ein Gefühl ist, das „die Macht hat, einen Menschen zu beseelen, aber es weiß auch, dass es von Rationalisten nie Besitz ergreifen wird.“

In einem himmelblauen Bändchen schreibt Hüsch
„An das Künstlerkind der Poesie in meinem Herzen:
Mehr als nur ein blinder Passagier
Bist du einfach hier …
Und erzählst mir
Von der Kunst, ein Künstlerkind zu sein.
Von irrwitzigen Ideen besoffen,
für jegliche Kreativität weit offen …
Vom Einfallsreichtum betrunken,
in sich selbst versunken …
Immer sprühen, glühen, brennen,
sich im Ideenreichtum verrennen.
Ständig etwas Neues wagen
Und im Innern nie verzagen,
verstehen, dass man anders ist,
auch wenn die Welt das gern vergisst.
KUNST hat ihren eignen Weg,
auf dem sie mit der Poesie durchgeht.“

Hüsch fordert die Leser/in auf: „Komm mit und such auch du nach dir.“ Gefunden hat sie in sich „Sieben Geister“:
In mir stecken sieben Geister,
tief in meiner Seele drin.
Lachen
Weinen
Tanzen
Lieben
Geben allem einen Sinn.
Jeder hat seine eig’ne Meinung
Und verteidigt sie bis aufs Blut.
Doch Wut kennt wirklich keiner,
alles wird durch Lachen gut.
Sind sieben Frohnaturen beisammen
Und freun sich an des Lebens Wahn.
Blicken auf des Lebens Dinge,
wie sie noch keine anderen sahen.“

Der Plan, des es nicht gibt, das Herz, das weglaufen will, das Gefühl, frei im Wind zu hängen, das Universum der Seele und einfallende Geistesblitze füllen Gedanken und kurze Gedichte und legen damit „ein paar kleine BUNTE Seelenmosaikstückchen“ der Poetin frei. Auf der Suche nach den verlorengegangenen Seelenfarben und ihrem eigenen Wunschtraum findet sie ihr inneres Kind, das nicht akzeptiert, allein zu sein. Sie erkennt, dass sie ihr „Seelenselbst“, ihre psychische Gesundheit pflegen muss:
Ich muss lernen bei mir zu sein …
Das heißt hier zu sein,
das bedeutet da zu sein,
sich selbst nah zu sein.
Nur das eigne Herz zu hören,
sich selbst dabei nicht zu stören,
einfach nur zuzuhören.
Der Seele ihre Zeit zu schenken,
sie nicht in Nebensächlichkeiten zu ertränken.
Ihr jeden Tag die Treue schenken
Und die Lebensbahn zu lenken.




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Diese Erkenntnis ist wie maßgeschneidert auf den Lock down, der ohne Nebensächlichkeiten und Ablenkungen Zeit zur Selbstbesinnung gibt. In uns drin ist schon alle Kraft und Wärme, die der Mensch braucht, auch wenn Kontakte beschränkt sind. Das kann Melancholie auslösen, die es sich „Kekse futternd auf dem herzeigenen Sofa gemütlich macht.“ Für die eigenen Krümel, die der Leser aufschreiben soll, damit er sie danach wirklich vergessen kann, sind ausreichend viele Leerzeilen vorgesehen.

Das tiefe Glück kann man nur im eigenen Seelengarten finden. Es ist so wichtig, seinem inneren Kind genügend Aufmerksamkeit und Zeit zu schenken, damit die Zufriedenheit sich geborgen im Herzen fühlt. Wichtig ist die
„Suche der eigenen Farbe“:
Wenn alles da draußen grau scheint,
muss ich nach dem Regenbogen
in mir suchen.
Denn letztendlich ist er das,
was bleibt,
wenn alle anderen Farben verbleichen.“

Die Verteilung der Gefühle erscheint ungerecht: „Warum ist er Akku der Freude immer so schnell leer? Und warum sind Kummer und Traurigkeit so verlässliche, niemals erschöpfte Begleiter? Wie viele positive Gedanken wiegen einen negativen Gedanken auf?“

Mit einer lachenden Sonne verbunden ist das rettende „Lachen der Seele“:
Alle Äußerlichkeiten existieren nur auf Zeit.
Sie verschwimmen und vergehen,
nichts, was von ihnen übrig bleibt.
Was wirklich zählt,
liegt auf dem tiefen Seelengrund.
Und macht des Lebens Ecken und Kanten
RUND.
Ein schönes Äußeres wird vergehen,
doch das Lachen der Seele bleibt bestehen.“

Der Seelenprinz der Gedankenwelt ist wandelbar und hilfreich sind dabei Flausen im Kopf. Hüschs Gebrauchsanweisung des Lebens heißt:
- Kopf hoch
- Humor an
- Nase in den Wind
- Und loslaufen, um alle Glücke aufzupiksen …

Die Motivations-Dichterin fährt fort: „Ich kann das Lachen Deiner Seele bereits leise hören … Und ich bin mir sicher, dass es gekommen ist, um zu bleiben, tief in Deinem Inneren.“

Klar ist, keiner kommt durch das Leben ohne „Lebenserfahrungs-Kratzer:
Wenn man lebt,
bekommt die Seele Kratzer.
Doch Seelenkratzer sind keine Schrammen im Lack.
Seelenkratzer sind wie der Feinschliff beim Diamanten.
Denn erst wenn eine Seele richtig verkratzt ist,
hat sie auch richtig gelebt.
In jedem Kratzer funkelt die Erkenntnis einer Lebenserfahrung.“

Keiner überlebt das Leben und „Die Suche nach dem Sein geht nur allein, denn tief in mir drin weiß ich, wer ich bin.“ Dann kann der Mensch den Augenblick genießen und achtsam durch den Alltag gehen.

Das Buch ist erschienen beim Verrai-Verlag, ISBN 978-3-948342-19-7. Die Poetin und ihren Regenbogenfrohsinn kann man auf der unterhaltsamen Homepage www.wundertuetenpoet.de bewundern. htv


Hier finden Sie weitere Buchtipps.


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