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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 26.11.2020    

Kreuzfahrten 2020/21: Einschränkungen, Maßnahmen und Möglichkeiten

Die Corona-Pandemie und die mit ihr einhergehenden Beschränkungen und Maßnahmen legen die Kreuzfahrtindustrie seit März 2020 praktisch lahm. Allerdings scheint sich die Lage langsam zu entspannen: Einige Reedereien schicken ihre Schiffe bereits wieder - wenn auch eingeschränkt - auf die Reise.

Fotoquelle: pixabay.com

Harte Pandemie-Zeiten für die Kreuzfahrtbranche
Seit Beginn des Jahres 2020 hat das durch die WHO als Pandemie eingestufte Virus SARS-CoV-2 die Welt fest im Griff. Insbesondere die Reisebranche ist von dem Virus und den mit ihm einhergehenden Gefahren und Beschränkungen betroffen. Zwar konnte der Flug- und Reisebetrieb insgesamt recht rasch wieder aufgenommen werden - gerade die beliebte Kreuzfahrbranche kommt jedoch nur langsam in Gang. Das soll sich jetzt jedoch ändern. Trotz vieler erzwungener Absagen nehmen die Kreuzfahrt-Reedereien ihren Betrieb nach dem Shutdown wieder auf.

Das führt sogar dazu, dass viele Anbieter gerade jetzt mit neuen Kreuzfahrt-Angeboten und besonders attraktiven Reiseschnäppchen im Kreuzfahrtenbereich locken. Allerdings bleibt für viele potenzielle Urlauber nach wie vor unklar, wie und unter welchen Umständen Kreuzfahrten aktuell und in näherer Zukunft überhaupt möglich sind.

Vorrübergehender Stillstand einer Wachstumsbranche
Seit Jahren erfreut sich der Kreuzfahrt-Tourismus nicht nur unter deutschen Urlaubern enormer Beliebtheit. Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge verbrachten im letzten Jahr weltweit etwa 30 Millionen Urlauber ihre Ferien an Bord eines Schiffes. 10 Jahre zuvor waren es weniger als 18 Millionen Reisende, die sich für einen Urlaub auf dem Wasser entschieden hatten. Entsprechend rosig waren die Prognosen für das Jahr 2020: Die Kreuzfahrtbranche rechnete mit 32 Millionen Urlaubern.

Durch die Coronapandemie wurden die Erwartungen jedoch zunichtegemacht. Lockdown-Maßnahmen auf der ganzen Welt brachten die touristische Seefahrt im Frühjahr 2020 zum kompletten Erliegen. Teilweise halten die drastischen Beschränkungen noch immer an und machen Seereisen für Touristen in vielen Teilen der Welt unmöglich. Dennoch zeichnet sich aber eine leichte Entspannung der Lage ab: Einzelne Schiffe haben die Fahrt auf bestimmten Routen wieder aufgenommen.

Die Kreuzfahrt-Urlauber hingegen bleiben zögerlich. Nicht nur verunsichern sie wiederkehrende Informationen über Absagen und Routenänderungen. Auch die Ungewissheit darüber, mit welchen Einschränkungen sie während ihrer Reise zu rechnen haben, hält sie von einer Buchung ab. Das ist teilweise verständlich. Schließlich ist mit recht limitierten Kreuzfahrtrouten tatsächlich zu rechnen. Was die Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen angeht und womit Kreuzfahrt-Passagiere während ihrer Reise rechnen müssen, ist bei den allermeisten Reedereien mittlerweile jedoch klar.

In vielen Teilen Europas sind Kreuzfahrten wieder möglich
Prinzipiell sind Kreuzfahrten im Mittelmeerraum oder sogar auf der Nordsee wieder möglich. Auch das Auswärtige Amt rät von ihnen nicht mehr ab. Das gilt zumindest dann, wenn an Bord des Schiffes ein adäquates Hygienekonzept eingehalten wird.

Problematisch ist jedoch, dass viele Häfen - etwa die in Portugal - für Kreuzfahrtschiffe weiterhin gesperrt bleiben. Das schränkt die Anlegemöglichkeiten für Schiffe selbstverständlich deutlich ein. Die aktuell stattfindenden Kreuzfahrten im Mittelmeer finden daher mit kürzeren bzw. geänderten Routen statt. Nichtsdestotrotz führt aber beispielsweise MSC wieder Kreuzfahrten im Mittelmeerraum durch und läuft dabei italienische Häfen oder auch Madeira an.

Was Deutschland anbelangt, hat die Kreuzfahrtindustrie durch den Teil-Lockdown einen deutlichen Rückschlag erlitten. Im Zusammenhang mit dem Verbot touristischer Übernachtungen wurde durch das Land Schleswig-Holstein nämlich auch das An- und Ablegen von Kreuzfahrtschiffen in Kiel verboten.

USA-, Karibik- und Asien-Kreuzfahrten sind vorläufig nicht möglich
Insbesondere die USA wurden von der Corona-Pandemie besonders hart getroffen. Urlauber, die sich ein weiter entferntes Kreuzfahrt-Ziel, wie die USA oder die Karibik wünschen, müssen auf eine Schiffsreise darum noch etwas länger verzichte. Schließlich sind Kreuzfahrten ab New York, Miami oder Ford Lauderdale nach wie vor ausgesetzt. Zusätzlich dazu gilt in den USA außerdem eine Einreisesperre für Touristen aus Europa. Weltreisen per Kreuzfahrtschiff sind aktuell also nicht möglich.

Worauf sich Kreuzfahrt-Touristen jetzt einstellen müssen
Wer sich 2020 und voraussichtlich auch in der ersten Hälfte des Jahres 2021 für eine Kreuzfahrt entscheidet, muss sich über einige Dinge im Klaren sein: Insbesondere die Routenverläufe von Kreuzfahrten sind stark vom Pandemiegeschehen abhängig. Das bedeutet, dass sich Routenverläufe in kürzester Zeit ändern können. Möglich ist es nämlich, dass bestimmte Häfen aufgrund von Reisewarnungen plötzlich nicht mehr angelaufen werden können.

Außerdem besteht bei den Reedereien eine Covid-19-Testpflicht für Passagiere und die gesamte Crew. Dabei kann es sein, dass ein einzelner Covid-19-Test, der 72 Stunde vor Reiseantritt durchgeführt wurde, nicht ausreicht. Schließlich liegt es bei Reedereien, darüber zu entscheiden, wann und wie oft Passagiere und Crew getestet werden sollen.

Darüber hinaus müssen Urlauber außerdem mit den bis auf Weiteres geltenden Gesundheitsmaßnahmen an Bord einverstanden sein. Hierzu zählen etwa regelmäßige Gesundheitschecks und Temperaturmessungen an Bord. Zusätzlich dazu müssen selbstverständlich die Abstandsregeln auch an Bord des Schiffes eingehalten werden und eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes kann mancherorts an Bord zu respektieren sein.

Weiter sind auch Landgänge vorerst nur eingeschränkt möglich. Insbesondere das Verlassen des Schiffes auf eigene Faust ist dabei nicht gestattet. Vielmehr können Landgänge nur innerhalb einer geführten Tour und ohne das Verlassen der Gruppe erlaubt werden.

Wer diese Maßnahmen und Limitationen jedoch akzeptiert, kann derzeit und in näherer Zukunft kostengünstig in See stechen. (prm)



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