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Nachricht vom 24.06.2020    

Ätherische Öle in der alternativen Medizin – Besser in Kombination?

Jeder kennt die kleinen Fläschchen, die gerne in der Kosmetikabteilung von Bioläden und Reformhäusern zu finden sind: Ätherische Öle. Sie werden durch Destillation oder Extraktion aus einer Vielzahl von Pflanzen gewonnen. Sorten wie Rosmarin, Orange oder Zedernholz haben nicht nur einen betörenden Duft. In der alternativen Medizin wird ihnen häufig auch eine therapeutische Wirkung zugeschrieben. Denn sie enthalten eine Vielzahl von natürlichen Verbindungen, unter anderem Ketone und Terpene. Diese erfüllen in den Ursprungspflanzen bestimmte biologische Funktionen, die sie unter Umständen auch im menschlichen Körper ausüben können. Da es eine so große Vielzahl ätherischer Öle gibt, ist die Verlockung groß, sie in Kombination einzusetzen. Aber ist das wirklich sinnvoll? Oder gibt es vielleicht unerwünschte Interaktionen?

Fotoquelle: pixabay.com

Anwendung von ätherischen Ölen
Bevor über die Kombination verschiedener ätherischer Öle nachgedacht wird, sollte erst einmal die richtige Anwendung verstanden werden. Zunächst einmal sollten die Öle richtig gelagert werden. Am besten werden sie bei Zimmertemperatur an einem dunklen Ort aufbewahrt. In jedem Fall sollten sie aber vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden, da sie ansonsten möglicherweise einen Teil ihrer Wirkung einbüßen. Auch für verwandte Produkte wie CBD-Öl gilt dasselbe, auch wenn es sich dabei streng genommen nicht um ein ätherisches Öl handelt. Bei der Anwendung gibt es hingegen große Unterschiede. Nur wenige ätherische Öle sollten direkt eingenommen werden. Die meisten werden besser in einer Aromalampe verdampft, einem Massageöl beigegeben oder auch als Badezusatz verwendet.

Unterschiedliche Wirkungen
Was die Wirkung angeht, kann es große Unterschiede zwischen den verschiedenen Ölen geben. Während einige, wie beispielsweise Fichtennadeln oder Citronella beruhigend wirken, sind Sorten wie Rose oder Neroli eher für ihre anregende Wirkung bekannt. Eine antibiotische Wirkung wird einer Vielzahl von ätherischen Ölen zugeschrieben, darunter Nelke, Eukalyptus und Teebaumöl. Andere Öle helfen etwa bei der Verdauung, wirken schmerzstillend oder können sogar aphrodisierend sein. Es ist also durchaus nicht egal, welches Öl zur Anwendung kommt. Die Art der Wirkung kann auch von der verwendeten Menge abhängen. Denn viele ätherische Öle entfalten bei einer zu großzügigen Dosierung Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder Kopfschmerzen.

In Kombination oder einzeln?
Bei der Kombination von Medikamenten mit verschiedenen Inhaltsstoffen gilt es bekannterweise, auf Wechselwirkungen zu achten. Das ist auch bei ätherischen Ölen nicht anders. So ist beispielsweise möglich, dass eine anregende Ölsorte die beruhigenden Effekte eines anderen Öls wieder zunichte macht. Das muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Es kann auch sein, dass sich beide hervorragend ergänzen und zu einem konzentrierten aber entspannten Zustand verhelfen. Um herauszufinden, ob das tatsächlich der Fall ist, lohnt es sich durchaus, ein wenig zu experimentieren. Denn nicht für alle Kombinationen gibt es verlässliche Berichte und Untersuchungen zur Wirkweise. Wer verschiedene Duftstoffe in der Aromalampe verdampfen möchte, sollte auch darauf achten, dass sie zueinander passen. Denn schließlich soll dadurch nicht zuletzt auch der Seele etwas Gutes getan werden. Die Kombination Zwiebel-Pfefferminz-Orange verbietet sich da von selbst. Am besten ist es, Öle zu kombinieren, die eine ähnliche Wirkweise haben. Das kann dazu führen, dass der Effekt etwas ausgeprägter ist, ohne dass die Menge der einzelnen Öle erhöht werden muss. (prm)



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