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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 17.07.2019    

Kraftfahrer: Unverzichtbar für Transportunternehmen

Auf den deutschen Autobahnen sind lange Lkw-Kolonnen auf der rechten Spur ein häufig gesehenes Bild. Die Logistik ist eine wichtige Branche für die deutsche Wirtschaft und schafft viele Arbeitsplätze. Allein in Deutschland sind rund drei Millionen Lastkraftwagen zugelassen. Fahrzeuge aus dem Ausland treiben die Zahlen der Transportfahrzeuge im Straßenverkehr noch deutlich in die Höhe.

Bildrechte: Flickr BM62576 (18.07.18, Motorvej 501, Viby J)DSC_5535_Balancer Lav Ulv CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Unter Logistik versteht man die Planung, Steuerung, Koordination sowie die Durchführung und Kontrolle von Waren- oder Informationstransportprozessen. Es werden also ständig Güter oder Daten von einem Ort zu einem anderen gebracht. Innerhalb der Branche gibt es noch diverse Teilbereiche, die sich beispielsweise mit Beschaffung, Produktion oder Distribution beschäftigen.

Logistik kommt in der Bedeutsamkeit für die deutsche Wirtschaft direkt nach der Automobilbranche und dem Handel. Rund 25 Prozent der europäischen Umsätze werden in diesem Bereich allein durch Deutschland erwirtschaftet. Das liegt zum einen an der geografischen Lage mitten in Europa, zum anderen am technischen Standard, der Infrastruktur und Technologie.

Logistik- oder Transportunternehmen kommen bei der Arbeit mit Kunden, Lieferanten oder Spediteuren zusammen. Nimmt man den Beruf des Kraftfahrers als Beispiel, offenbart sich ein durchaus abwechslungsreicher Arbeitsalltag: Waren müssen verladen werden und die Fahrer legen oftmals weite Strecken zurück. Dadurch sind Berufskraftfahrer viel unterwegs und lernen auf ihren Routen viele neue Orte kennen. Neben guten Fahrkenntnissen benötigt ein Kraftfahrer auch einiges an Spezialwissen: Immer mehr Unternehmen setzen Flottenmanagement-Software oder digitale Fahrtenschreiber wie z.B. die des Anbieters Verizon Connect ein. Die verschiedenen Systeme dienen unter anderem der Fahrzeugortung, Zeiterfassung oder automatischen Fahrtenzählung. Einige Daten werden sogar in Echtzeit übertragen. Diese Technik erleichtert das Flottenmanagement ungemein und hilft bei der Einhaltung gesetzlicher Richtlinien, zum Beispiel Pausenzeiten. Die Bedienung dieser Technik erhöht zwar die Ansprüche an moderne Kraftfahrer. Zu den Vorteilen gehören jedoch ein effizientes Zeitmanagement und eine bessere Planung der Arbeitsprozesse.

Aufgrund des boomenden Versand- und Onlinehandels sind Logistikunternehmen stark ausgelastet und könnten mehr Personal einstellen. Doch der Branche mangelt es an Fachkräften. Rund 560.000 Fahrer sind in Deutschland derzeit beschäftigt. Jedes Jahr gehen rund 30.000 Fahrer in Rente, der Altersdurchschnitt liegt bei über 50 Jahren. Mindestens 60.000 Fahrer werden benötigt, da es sonst zu Schwierigkeiten in der Transportkette kommt. Das Berufsbild ist allerdings für viele nicht besonders attraktiv, weshalb nur wenig Nachwuchs an den offenen Stellen Interesse hat. Die Bezahlung ist zwar überdurchschnittlich gut - Anforderungen, Termindruck und Stress werden allerdings als sehr hoch wahrgenommen. Berufskraftfahrer sind lange und allein unterwegs, getrennt von Familie und Freunden. Diese Arbeitsbedingungen sprechen nicht viele an. Die zunehmende Digitalisierung könnte das Berufsbild in den kommenden Jahren jedoch drastisch ändern und damit wieder beliebter machen.



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