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Wirtschaft | - keine Angabe -


Nachricht vom 27.06.2019 - 16:36 Uhr    

Möbelkaufen leicht gemacht: Das sollten Verbraucher wissen

Dank der großen Auswahl ist der Kauf von Möbeln heute auf den ersten Blick recht einfach. Verbraucher können zwischen dutzenden Stilen wählen, sie können frei entscheiden, ob sie ein Stück zum Selbstaufbau suchen oder doch lieber ein fix und fertiges Stück erwerben wollen. Und diese Auswahl besteht in fast allen Regionen. Auch im Westerwald tummeln sich die Möbelmarktketten und kleineren Anbieter. Aber sollten Verbraucher dennoch auf etwas achten? Dieser Artikel erklärt, warum es manchmal doch besser ist, genauer hinzuschauen.

Möbel kaufen macht Spaß, ist leider aber auch teuer. Wer einige Dinge beachtet, schützt sich vor Kostenfallen. Foto und Quelle: @ Kirill / Unsplash.com

Bei hohen Rabatten genau hinschauen

Rabatte und Schnäppchen sind immer klasse. Sie machen Spaß, denn wer möchte nicht sparen? Allerdings sind nicht alle Rabatte wahre Schnäppchen, sodass sie vorab unter die Lupe genommen werden sollten:

- Saisonware – auch Möbel unterliegen Trends und vor allem den Jahreszeiten. Werden die Lager geräumt oder die Ausstellungen verändert, werden die Möbel oftmals deutlich günstiger angeboten. Bei diesen Aktionen sind oft echte Schnäppchen dabei, dennoch ist es sinnvoll, den Preis eines Stücks vorab online zu prüfen oder auch mit den Preisen bei den vorherigen Besuchen zu vergleichen.

- Aktionen – sie sind ungemein verführerisch. Leider verbergen sich hinter den angeblichen Aktionspreisen manchmal keine echten Preisknaller. Hier gibt es zwei Varianten. Entweder wurden die Preise in den letzten Monaten angezogen, sodass der Aktionspreis eigentlich der ehemalige Verkaufspreis war. Die zweite Variante setzt darauf, dass die wenigsten Kunden wirklich hinschauen oder Preise im Kopf haben. Es wird also ein Preisknaller ausgeschrieben, doch der aktuelle Aktionspreis ist der gewöhnliche Grundpreis – der Rabatt bezieht sich auf einen fiktiven Wert. Die letzte Variante wird übrigens auch in Supermärkten, Bekleidungsgeschäften und Elektromärkten angewendet.

Und wie können Verbraucher nun sparen? Schließlich haben die wenigsten Menschen Preise im Kopf oder wissen, ob die Couch beim Besuch des Möbelhauses vor vier Monaten nun 399 oder 449 Euro kostete. An dieser Stelle hilft der Onlinepreisvergleich. Die wenigsten Möbelhäuser sind heute noch eigenständig, zudem werden die Stücke meist händlerübergreifend angeboten. Sicherlich lässt es sich nicht absolut ausschließen, dass doch einmal ein vermeintlicher Preiskracher gekauft wird, doch wenn dasselbe Stück überall für 399 Euro angeboten wird, in diesem Geschäft derselbe Preis jedoch als Aktionspreis dargestellt wird, ist das sicherlich kein Schnäppchen.

Finanzierungsmöglichkeiten vergleichen

Ein anderes Problem für Verbraucher stellt die Finanzierung dar. Gerade eine Neueinrichtung der Wohnung kostet schnell mehrere tausend Euro und nicht jeder hat dieses Geld auf der hohen Kante oder möchte den angesparten Notgroschen aufbrauchen. Wie praktisch, dass es 0-Prozent-Finanzierungen der Möbelhäuser gibt. Aber was bedeutet das?

- Keine Zinsen – es werden dem Kunden keine Zinsen berechnet. Dies stimmt aber nicht in jedem Fall, denn einmal hängt die Finanzierung von den persönlichen Verhältnissen ab, zum anderen werden oft die Möbelstücke, die für eine Finanzierung infrage kommen, preislich vorher um x Prozent erhöht. Der Kunde zahlt die Zinsen nun also über den Kaufpreis. Das ist vergleichbar mit der »geschenkten Mehrwertsteuer«, die der Kunde natürlich dennoch zahlt, für die Aktion wird einzig der Preis um diesen Betrag heruntergesetzt.

- Kein Spielraum – die Finanzierungen der Möbelhäuser bieten zumeist keinen Spielraum bezüglich der Rückzahlung. Sie läuft für einen festen Zeitraum und erlaubt auch keine Sondertilgung. Der Kunde ist daher fest an das Möbelhaus gebunden.

- Bearbeitung – einige Händler erheben eine Bearbeitungsgebühr, die wiederum die fehlende Zinslast aufwiegt.

Oftmals ist es ratsamer, die Möbelfinanzierung über einen eigenen Kredit zu stemmen. Werden etwaige Preiserhöhungen und Bearbeitungsgebühren zusammengerechnet, fällt dieser Betrag oft höher aus als die Zinskosten, die bei einem eigenen Kredit anfallen. Hier verschiedene Optionen im Überblick:

- Minikredite – Geht es um eher kleine Investitionen, ist ein Minikredit durchaus interessant. Hierbei geht es um Darlehen mit einer eher kleinen Kreditsumme und tendenziell kürzeren Laufzeiten. Ein Vergleich für Minikredite hilft zudem dabei, möglichst günstige Konditionen zu finden.

- Ratenkredite – auch ein Ratenkredit von einer Bank eignet sich. Ist dieser mit Sondertilgungen kombiniert und wird vorab eine zum Verbraucher passende Laufzeit gewählt, wird er ebenfalls günstig.

- Besondere Kredite – mittlerweile gibt es durchaus Anbieter, die dem Kreditnehmer praktisch Geld schenken, da Minuszinsen vereinbart werden.

Die Aufnahme eines Kredits hat aber noch einen ganz anderen Vorteil: Verhandlungs-möglichkeiten. Die meisten Möbelhäuser sind durchaus bereit, einen deutlichen Rabatt zu geben, wenn der Kunde die Gesamtsumme in bar zahlt.

Ausstellungsstücke sind oft günstiger

Dass Ware, die sich nach der Saison noch im Lager befindet, oft günstiger ist, ist klar. Aber das trifft ebenso auf Ausstellungsstücke zu. Dadurch, dass sie in der Ausstellung standen, dürfen sie nicht mehr als Neuware angeboten werden und gleichen somit den Pkw mit Tageszulassung beim Autohaus. In bestimmten Bereichen lohnt es sich, nach Ausstellungsstücken zu fragen:

- Küche – schon so manche Traumküche konnte nur gekauft werden, weil sie als Ausstellungsstück diente. Teilweise müssen die Elektrogeräte zusätzlich erworben werden, da die Küchen Geräte-Attrappen nutzen.

- Gartenmöbel – bei hochwertigen Gartenmöbeln lohnen sich Ausstellungsstücke ebenfalls. Hier fallen kleinere Fehler auch weniger auf.

Bei Schlafzimmermöbeln oder Sitzlandschaften kommt es auf den eigenen Geschmack an. Nicht jeder kann sich vorstellen, eine Couch zu besitzen, auf der schon tausende Menschen während der Ausstellung saßen. Dasselbe gilt für Betten, wobei hier natürlich die Matratze getauscht wird.

Ausstellungsstücke können allerdings kleinere Mängel oder Blessuren haben. Inwieweit sich diese zusätzlich auf einen Rabatt auswirken, hängt vom Händler selbst ab. Die gewöhnliche Garantie bleibt dennoch unberührt und kann vom Händler nicht abgewiesen werden.

Fazit - genauer hingucken lohnt sich

Gerade bei hohen Rabatten ist es immer ratsam, zweimal hinzuschauen. Nicht selten steht auf dem Preisschild zwar ein günstiger Preis und die Anmerkung, dass er um 30 Prozent niedriger als üblich ist, doch ob das wirklich der Fall ist, zeigt nur ein Vergleich. Gut sparen lässt es sich mit Ausstellungsstücken, gerade dann, wenn es um eine komplette Küche oder Einzelstücke geht. Aber auch bezüglich der Finanzierung sollten Verbraucher überlegen, ob sie wirklich das Angebot des Möbelhauses wählen oder nicht doch lieber einen eigenen Kredit aufnehmen. Die letztere Variante ist oft günstiger, zumal nun bei einer Barzahlung noch ein Rabatt verhandelt werden kann.



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