Pressemitteilung vom 08.11.2026 
Pionier der Pelletheizung: Westerwälder Holzwerke feiern 25. Geburtstag
Als die Westerwälder Holzwerke aus Langenbach b.K. vor 25 Jahren mit der Pelletproduktion starteten, gab es noch viele Zweifler. Zum Jubiläum feierte das Unternehmen mit rund 180 Gästen im Hachenburger Kino Cinexx, mit dem Film "Don't Look Up" und einer Videobotschaft von Eckart von Hirschhausen.
Langenbach b.K./Hachenburg. Zweifel gab es reichlich, als die Westerwälder Holzwerke aus Langenbach b.K. vor 25 Jahren mit der Produktion des nachwachsenden Heizstoffs Holzpellets begannen. Das hat sich längst geändert. Zum 25-jährigen Bestehen lud das Unternehmen, das zur Firmengruppe Mann gehört und früher Westerwälder Holzpellets hieß, rund 180 Kunden, Lieferanten, Freunde und Wegbegleiter ins Hachenburger Kino Cinexx ein. Dabei ging es um viele Zahlen, um Anlässe zum Feiern und um die Würdigung eines wichtigen heimischen Unternehmens. Auch der bekannte Arzt und Moderator Eckart von Hirschhausen schickte per Videobotschaft Glückwünsche in den Kinosaal.
Ein Film als Appell
Die Wahl des Ortes war kein Zufall: Das Cinexx ist seit langer Zeit Partner und Kunde der Westerwälder Holzwerke. Gemeinsam organisierte Filmvorführungen zu Themen wie Erneuerbare Energien und Klimawandel gab es dort bereits mehrfach. Für die Jubiläumsfeier wählte das Langenbacher Unternehmen die schwarze US-Komödie "Don't Look Up" mit Leonardo DiCaprio aus. Grob gesagt geht es darin um das bevorstehende Ende der Erde und ihrer Bewohner durch den Aufprall eines Kometen, wenn die Verantwortlichen den Warnungen der Wissenschaft nicht folgen. Häufig wird der Film als Parabel auf den Klimawandel und dessen Leugnung interpretiert.
Skepsis gehörte auch für die Familie Mann zum Alltag, als sie vor Jahrzehnten begann, sich im Klimaschutz zu engagieren. Das berichtet Markus Mann, geschäftsführender Gesellschafter von Mann Naturenergie und den Westerwälder Holzwerken. Heute ist der Betrieb als einer der Vorreiter der deutschen Energiewende anerkannt, was auch Eckart von Hirschhausen in seiner Grußbotschaft würdigte.
Zahlen eines Pioniers
Das 2001 errichtete Pelletwerk in Langenbach war die erste großtechnische Pelletproduktion in Deutschland. In diesem Herbst wird dort die 850.000. Tonne Pellets produziert. Rechnet man den Energiegehalt des Brennstoffs, den das Deutsche Pelletinstitut (Depi) als umweltfreundlich einstuft, um, entspricht das nach Angaben von Markus Mann 425.000 Kubikmetern Heizöl. Für deren Transport wären 14.166 Tankzüge nötig. Stünden diese Stoßstange an Stoßstange hintereinander, ergäbe das eine Länge von 250 Kilometern, nach Unternehmensangaben genau einmal um den geografischen Westerwald. Die bisher in Langenbach produzierte Pelletmenge entspricht etwa dem Wärmebedarf von 65.000 Menschen.
Die ersten Kunden seien echte "Überzeugungstäter" gewesen, berichtet Markus Mann. Finanziell hätten die Abnehmer anfangs nichts gewonnen, denn Pellets waren damals teurer als Heizöl. Das habe sich inzwischen geändert und sei heute eine zusätzliche Motivation für Kunden. Mit dem Rohstoff habe man in 25 Jahren den Wärmebedarf decken können und sei dabei unabhängig von anderen Ländern und deren möglicherweise despotischen Regierungen, betont Mann. Inzwischen wird die Pelletheizung von vielen Menschen akzeptiert. In Kombination mit einer Wärmepumpe, die mit grünem Strom betrieben wird, sei sie die klimafreundlichste Heizmethode.
Gemeinsamer Appell für mehr Klimaschutz
Kinofilm, Videobotschaft und Unternehmensphilosophie sendeten an dem Abend einen gemeinsamen Appell: mehr Engagement für den Schutz des Klimas gemäß den Empfehlungen von Wissenschaftlern und für die Artenvielfalt auf dem Planeten.
Ein Baustein dabei ist, nach Angaben des Unternehmens, die starke Verknüpfung von Rohstoff- und Energieeffizienz innerhalb der Firmengruppe Mann. Dazu zählt ein 2017 eingeführtes, optimiertes Konzept, durch das der heimische Rohstoff Holz im eigenen Sägewerk seither sowohl stofflich als auch energetisch verwertet wird. "Ergänzt wurde die betriebliche Infrastruktur im Jahr 2020 durch eine Großbatterie und ein IT-gestütztes Energiemanagementsystem, das Erzeugung, Verbrauch und Speicher flexibel miteinander verknüpft", so das Unternehmen.
Was die Mann-Gruppe für die Region bedeutet
Laut dem Unternehmen ist die wirtschaftliche Bilanz der Firmengruppe Mann eng mit der Region verknüpft. Rund 50 Millionen Euro hat sie nach eigenen Angaben über die Jahre am Standort Langenbach b.K. sowie in der direkten Umgebung in die Bereiche Holzverarbeitung, Energieeffizienz und Infrastruktur investiert. "Ein Investitionsvolumen in vergleichbarer Größenordnung wurde zudem durch die Beteiligung an weiteren nationalen und internationalen Energieprojekten angestoßen", heißt es weiter. Heute sichert die Mann-Gruppe rund 100 Vollzeitarbeitsplätze sowie 20 Aushilfsstellen in der Region und zählt zu den größten Steuerzahlern der Verbandsgemeinde Bad Marienberg. (PM/bearbeitet durch Red)
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