Pressemitteilung vom 07.11.2026 
Fotograf auf Entdeckungsreise: Der Dekanatspilgerweg im Westerwald
Der Fotograf und Öffentlichkeitsreferent Peter Bongard hat den neu eröffneten Dekanatspilgerweg im Westerwald erkundet. Während seiner Reise sammelte er einzigartige Eindrücke und hielt diese mit analogen Kameras fest. Doch die Tour brachte auch unerwartete Herausforderungen mit sich.
Westerwald. Der Dekanatspilgerweg des Evangelischen Dekanats Westerwald erstreckt sich über 200 Kilometer und umfasst zwölf Etappen, die den Wanderer einmal rund um den Westerwald führen. Nach fast fünf Jahren Planung wurde der Weg im Juni 2026 feierlich eröffnet. Peter Bongard, der als Öffentlichkeitsreferent und Fotograf tätig ist, hat sich aufgemacht, diesen Weg einmal vollständig zu erwandern. Ausgestattet mit leichtem Gepäck und zwei alten Kameras, verbrachte er zehn Tage damit, die Schönheit der Region auf analogem Film festzuhalten.
Bongards Erwartungen an die Tour waren zunächst geprägt von der Vorstellung, oft durch dichte Wälder zu wandern. "Als ich losgegangen bin, war meine Erwartung: Du wirst sehr oft durch dichte Wäller Wälder laufen", gibt er schmunzelnd zu. Der Startpunkt dieser Tour ist eigentlich Westerburg, doch da Bongard in Montabaur wohnt, begann er seine Reise direkt von seiner Haustür aus. Die erste Etappe führte ihn also durch den Montabaurer Wald, wo er überraschende Begegnungen hatte, wie einen Saxophonspieler unter Bäumen oder einige Dachdecker auf der Kirche in Neuhäusel.
Windbruch beeinträchtigt einige Wege
Die Route stellte sich als weniger anspruchsvoll heraus, als Bongard zunächst vermutet hatte. Mit durchschnittlich 16 Kilometern pro Etappe und moderaten Steigungen ist der Weg für regelmäßige Wanderer gut geeignet. Ein großes Hindernis stellte jedoch der Windbruch dar, den ein Tornado Mitte August verursacht hatte. Besonders die Wege in der Umgebung von Höhr-Grenzhausen waren stark beeinträchtigt. "Auf den Höhen hinter Grenzau war der Weg auf einer Strecke von rund 50 Metern kaum passierbar", berichtet Bongard.
Beschilderungen fehlen noch
Hinweise zur Route sind derzeit hauptsächlich über die Wander-App Komoot verfügbar, da es noch keine festen Wegweiser gibt. Regina Kehr vom Evangelischen Dekanat erklärt, dass Paten gesucht werden, die die Strecke regelmäßig überprüfen könnten. Trotz aller Herausforderungen fand Bongard viele schöne Momente und Landschaften, die ihn beeindruckten, wie das Brexbachtal oder die Holzbachschlucht bei Gemünden. „Auf der Etappe nach Limbach führt die Strecke beispielsweise quer durch ein recht dichtes Waldstück. Eine schöne Route, die man ohne die App aber kaum findet.“so Bongard Ganz zu schweigen von den netten Begegnungen – mit Tieren wie Alpakas, Longhorn-Rindern, Rehen oder Pferden. Oder mit Menschen, mit denen Bongard ins Gespräch kam.
Pilgern ist auch ein Weg nach Innen
Peter Bongard nutzte zwei analoge Kameras, um seine Eindrücke festzuhalten. Für ihn ist die analoge Fotografie eine bewusste Reduktion und Wertschätzung gegenüber der Natur. "Man denkt bei der analogen Fotografie viel mehr übers Bild, die Komposition und die Einstellungen nach, bevor man abdrückt", erklärt er.
Bilder und Videos finden sich auf Instagram unter #evangelischimwesterwald. Eine Übersichtskarte und ein Pilgerpass können bei Regina Kehr per E-Mail an regina.kehr@ekhn.de angefordert werden. (PM/Red)
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