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Pressemitteilung vom 07.11.2026    

Ein Park für alle Generationen in Selters

Der Saynbachpark in Selters hat sich zu einem lebendigen Treffpunkt für Jung und Alt entwickelt. Dies ist vor allem dem Engagement einer Bürgerinitiative zu verdanken, die den Bewegungsparcours ins Leben gerufen hat.

Eine 87-Jährige probiert die Bewegungsgeräte aus. (Foto: Eckhard Schneider)

Selters. An einem sonnigen Herbsttag zeigt sich der Saynbachpark von seiner besten Seite: Senioren testen die neuen Sportgeräte, Kinder spielen ausgelassen, während Eltern Löwenzahn für ihre Haustiere sammeln. Der Bewegungsparcours bietet Raum für Fitness, Begegnung und Erholung und ist das Resultat der engagierten Arbeit einer Bürgerinitiative.

Zwischen den Bäumen einer Allee stehen sechs Bewegungsgeräte, die sich harmonisch in die Umgebung einfügen und im Sommer Schatten spenden. Die Geräte sind auf Beweglichkeit und Mobilisierung ausgerichtet und über kurze Wege auch mit Rollator oder Kinderwagen erreichbar. Menschen aller Altersgruppen nutzen das Angebot gerne. Eine 87-jährige Besucherin testet die Stationen und freut sich: "Gut, dass auch für uns etwas gemacht wird."

Besonders beliebt sind die drehbaren Ruhebänke am Saynbach, von denen man das bunte Treiben im Park beobachten kann. Eine Holzschaukel soll das Angebot noch erweitern.

Die Initiative des SPD-Ortsvereins Selters und der Bürgerliste e.V. Selters sowie das ehrenamtliche Engagement vieler Bürger haben den Parcours möglich gemacht. Bereits 2020 wurden bei einer Zukunftswerkstatt Ideen für die Stadtentwicklung gesammelt - ein attraktiver Park war einer der bevorzugten Vorschläge. Für die Planungskosten waren im städtischen Haushalt ursprünglich 70.000 Euro vorgesehen.

Planung über die Verwaltung dauerte zu lang
Klaus Kühl aus Selters berichtet von der langen Planungsphase: "Die Arbeit über Planungsbüros, Architekten und Verwaltung dauerte sehr lange, und damit waren wir unzufrieden." Daher nahm die Initiative die Planung in die eigene Hand, informierte sich umfassend und setzte die Ideen eigenständig um. Skizzen und Lagepläne wurden gezeichnet, Vorstellungen visualisiert, Anträge in den Stadtrat eingebracht und Fördermittel beantragt. Dank des ehrenamtlichen Einsatzes fielen keine Planungskosten an, was eine erhebliche Einsparung für den städtischen Haushalt bedeutete. "Wenn du deine Stadt verbessern willst, dann musst du als Bürger die Initiative ergreifen", kommentierte Kühl.



Stadtbürgermeister Rolf Jung lobt das hohe Engagement: "Wir sehen hier, dass man den eigenen Ort selbst lebenswerter machen kann, dass Bürger ihre Stadt selbst prägen können und dass die Gemeinschaft am gemeinsamen Tun gewachsen ist." Der Bewegungsparcours wurde zudem durch EU-Fördermittel aus dem LEADER-Programm unterstützt, das die Entwicklung im ländlichen Raum fördert.

Weitere Ideen
Mit dem Parcours ist die Vision des Saynbachparks fast vollständig umgesetzt, doch es gibt noch weitere Pläne. In den vergangenen Jahren wurden bereits 30 Bäume gepflanzt und ein Bolzplatz errichtet. Alle Projekte folgen der Idee der Saynbachschleife - einem barrierefreien Rundweg, der verschiedene Bereiche der Stadt miteinander verbinden soll. Einige Herausforderungen, wie steile Brücken und Höhenunterschiede, müssen jedoch noch gemeistert werden. Eine geplante Rampe, geschwungen wie ein "S" könnte hier Abhilfe schaffen und gleichzeitig das Stadtlogo symbolisieren. (PM/Red)


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