Anstieg der Häftlingszahlen in Rheinland-Pfalz - Über 3.000 Menschen hinter Gittern
Die Zahl der Häftlinge in den Justizvollzugsanstalten von Rheinland-Pfalz ist gestiegen. Eine aktuelle Erhebung des Statistischen Landesamts zeigt die Entwicklung und gibt Aufschluss über die häufigsten Haftgründe.
Bad Ems. Statistiker haben die Häftlinge in rheinland-pfälzischen Gefängnissen gezählt: Mit Stand Ende März saßen rund 3.200 Menschen in den Gefängnissen von Rheinland-Pfalz ein, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Dies bedeutet einen Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, was etwa 100 zusätzlichen Häftlingen entspricht. Von den Insassen waren mehr als 2.900 Männer und über 200 Frauen.
Knapp 2.500 Personen, also rund 78 Prozent der Gefangenen, verbüßten eine Freiheits- oder Jugendstrafe nach einer rechtskräftigen Verurteilung oder befanden sich in anschließender Sicherungsverwahrung. Gegen etwa 700 Personen war Untersuchungshaft oder eine andere freiheitsentziehende Maßnahme angeordnet worden.
Land verfügt über 3.300 Haftplätze
Vermögens- und Eigentumsdelikte stellten den häufigsten Haftgrund dar. Mehr als 900 Menschen saßen wegen Raubs, Diebstahls oder Betrugs ein. Rund 800 Gefangene waren aufgrund von Delikten gegen Personen inhaftiert, darunter Körperverletzungs-, Sexual- und Tötungsdelikte. Etwa 400 Insassen befanden sich wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz hinter Gittern. Laut dem rheinland-pfälzischen Justizministerium verfügt das Land über insgesamt rund 3.300 Haftplätze. (dpa/bearbeitet durch Red)
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