Pressemitteilung vom 19.10.2026 
Brustkrebs: Gesunder Lebensstil und Früherkennung können Risiko senken
Rund 13 von 100 Frauen erkranken im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Anlässlich des Brustkrebsmonats Oktober informiert die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz über beeinflussbare und nicht beeinflussbare Risiken sowie über Möglichkeiten der Früherkennung.
Region. Ein gesunder Lebensstil kann dazu beitragen, das Brustkrebsrisiko zu senken, auch wenn sich die Erkrankung nicht sicher verhindern lässt. Nach aktuellem Forschungsstand könnten in Deutschland rund 40 von 100 Krebsneuerkrankungen vermieden werden, wenn bekannte Risikofaktoren reduziert würden. Wird Brustkrebs früh entdeckt, sind die Behandlungschancen in der Regel besser.
Zu den wichtigen Lebensgewohnheiten für die Krebsvorbeugung zählen Ernährung, Bewegung und ein gesundes Körpergewicht. Obst, Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte sollten einen großen Teil der täglichen Mahlzeiten ausmachen. Fleisch und Wurstprodukte sollten dagegen nur selten gegessen werden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen zudem, dass Sport und Bewegung das Brustkrebsrisiko senken können. Bereits 30 Minuten Bewegung täglich können einen positiven Effekt haben. Dazu zählen auch Alltagsaktivitäten wie Gehen, Radfahren oder Treppensteigen.
Ein gesundes Körpergewicht ist ebenfalls relevant, weil Körperfett hormonelle und entzündliche Prozesse beeinflusst, die bei der Entstehung von Krebs eine Rolle spielen können.
Risikofaktoren vermeiden
Als riskant gelten Rauchen, Alkohol und bestimmte Hormone. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Rauchen das Brustkrebsrisiko beeinflusst. Die Brustdrüse scheint in der Zeit zwischen der ersten Monatsblutung und der Geburt des ersten Kindes besonders empfindlich gegenüber krebserregenden Stoffen im Rauch zu sein.
Je mehr und regelmäßiger eine Frau Alkohol trinkt, desto höher ist ihr Brustkrebsrisiko. Alkohol erhöht die Produktion von Östrogenen und wird im Körper zu Stoffen abgebaut, die Zellen schädigen können. Auch weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen können die Entstehung von Brustkrebs beeinflussen. Hormonersatztherapien nach den Wechseljahren können das Risiko steigern. Hormonelle Verhütungsmittel wie die Pille können das Brustkrebsrisiko leicht erhöhen.
Stellenanzeigen | WesterwaldJobs
⇒ Mehr Westerwald Jobs entdecken | ⇒ Stellenanzeige schalten
Geburten und Stillen scheinen das Brustkrebsrisiko dagegen zu senken. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken. Bei ihnen kann ein erhöhter Östrogenspiegel, etwa in Verbindung mit Übergewicht, eine Rolle spielen.
Früherkennung nutzen
Regelmäßiges Anschauen und Abtasten der Brust kann helfen, Veränderungen wahrzunehmen, die ärztlich abgeklärt werden sollten. Erklärvideos zur Selbstuntersuchung gibt es im Internet. Auch Ärzte können zeigen, worauf dabei zu achten ist.
Gesetzlich versicherte Frauen haben Anspruch auf Brustkrebs-Früherkennung. Ab 30 Jahren ist einmal jährlich eine Tastuntersuchung in einer gynäkologischen Praxis möglich. Frauen zwischen 50 und 75 Jahren werden alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen. Dabei handelt es sich um eine Röntgenuntersuchung der Brust.
Nicht beeinflussbare Risiken
Zu den nicht beeinflussbaren Risiken gehören das Alter, die genetisch bedingte Dichte des Brustgewebes und eine familiäre Belastung. Mit zunehmendem Alter kann der Körper entartete Zellen unter anderem nicht mehr so gut reparieren. Je dichter das Brustgewebe ist, desto mehr Zellen gibt es, die Krebs entwickeln können.
Treten in einer Familie gehäuft Brustkrebsfälle auf, sollten Betroffene dies mit ihrem Arzt besprechen. Das gilt auch für Männer und Transpersonen.
Die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz weist darauf hin, dass Prävention das persönliche Krebsrisiko senken, aber keinen vollständigen Schutz bieten kann. An einer Krebserkrankung sei niemand selbst schuld, da meist mehrere Faktoren zusammenwirkten, darunter auch nicht beeinflussbare. Früherkennung könne Brustkrebs nicht verhindern, aber dazu beitragen, ihn möglichst früh zu entdecken und damit die Behandlungschancen zu verbessern. (PM/Red)
Mehr dazu:
Gesundheit
Umwelt & Gesundheit
Feedback: Hinweise an die Redaktion
























