Pressemitteilung vom 18.10.2026 
Westerwälder Kreistag beschließt Nachtragshaushalt einstimmig
Der Westerwaldkreis steht im Haushalt 2026 besser da als zunächst geplant. Grund dafür sind unter anderem Nachzahlungen bei der Schülerbeförderung, zugleich steigen die Ausgaben in mehreren Bereichen.
Montabaur. In seiner 13. Sitzung der XI. Wahlperiode hat der Kreistag mehrere Ausschüsse, Beratungs- und Beschlussorgane neu besetzt. Die Wahlen von Ersatznachfolgern waren wegen einer Mandatsniederlegung, eines zu Beginn der Wahlperiode vereinbarten Sitztauschs im Verwaltungsrat der Sparkasse Westerwald-Sieg sowie der Wahl von Klaus Lütkefedder zum Landrat notwendig. Alle Vorschläge wurden einstimmig angenommen.
Ebenfalls einstimmig wurde Christoph Seimetz aus Montabaur erneut zum ehrenamtlichen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen des Westerwaldkreises gewählt und von Landrat Klaus Lütkefedder bestellt. Seimetz hatte das Amt bereits in der vergangenen Wahlperiode inne. Nach einer persönlichen Auszeit übernimmt er die Aufgabe für die restliche Dauer der XI. Wahlperiode erneut.
Gemeinsame Cloud-Strategie und Klimaanpassung
Der Kreistag beschloss außerdem einstimmig die Teilnahme des Westerwaldkreises am geförderten Projekt "Gemeinsame Cloud-Strategie der Kreise - Cybersicherheit und Verwaltungsmodernisierung". In interkommunaler Zusammenarbeit sollen Datennutzung und die Vernetzung von Anwendungen konsolidiert sowie Hardware gemeinsam beschafft werden.
Vor der Beratung über einen Antrag zur Erstellung eines Hitzeschutzkonzeptes und eines kommunalen Förderprogramms "Hitzeschutz vor Ort" stellte Klimaanpassungsmanagerin Christiane Graf den Stand des Klimaanpassungskonzeptes vor. Eine Bestands- und Betroffenheitsanalyse habe gezeigt, in welchen Bereichen der Kreis besonders anfällig für Schäden ist. Darauf aufbauend sollen später passende Maßnahmen entwickelt werden.
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Zu den Überlegungen gehören Beratungsangebote für Städte und Verbandsgemeinden, ein Pegelwarnsystem für Starkregen, eine Karte kühler Orte, die Förderung von Entsiegelung sowie schnelle Kühlungsmaßnahmen in Schulen. Die Fertigstellung des Klimaanpassungskonzeptes ist voraussichtlich für September 2027 vorgesehen. Wegen des überschaubaren Zeitraums und inhaltlicher Überschneidungen lehnte der Kreistag den Antrag zum Hitzeschutzkonzept mit großer Mehrheit ab.
Nachtragshaushalt umfasst mehr als 460 Millionen Euro
Zum Abschluss der Sitzung verabschiedete der Kreistag einstimmig die Nachtragshaushaltssatzung für 2026. Landrat Klaus Lütkefedder erklärte: "Zunächst können wir feststellen, dass wir besser dastehen als anfangs geplant. Dies geht auf einen Einmaleffekt zurück, der durch eine Nachzahlung der Schülerbeförderung erreicht wurde. Dadurch müssen auch weiterhin keine neuen Liquiditäts- und Investitionskredite getätigt werden."
Auf der Ausgabenseite kamen unter anderem außerplanmäßige Aufwendungen für die Neuwahl des Landrates sowie wegen gestiegener Fallzahlen bei Bildung und Teilhabe und in der ambulanten und stationären Pflege hinzu. Das Gesamtvolumen des Haushalts liegt inzwischen bei mehr als 460 Millionen Euro. (PM/Red)
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