Pressemitteilung vom 17.10.2026 
Kartoffelanbau in Rheinland-Pfalz unter Druck: Weniger Betriebe und steigende Kosten
Der Kartoffelanbau in Rheinland-Pfalz sieht sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert. Eine aktuelle Anfrage im Landtag zeigt die Probleme auf, mit denen die Branche derzeit kämpft.
Mainz. Weniger Betriebe, höhere Kosten und Schädlinge setzen dem Kartoffelanbau in Rheinland-Pfalz zu. Dies geht aus einer Antwort des Landwirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage des AfD-Abgeordneten Jürgen Klein hervor.
Die Zahl der Kartoffelanbaubetriebe ist rückläufig. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes, auf die das Ministerium verweist, bauten 2021 noch rund 1.560 Betriebe Kartoffeln an. Bis 2025 sank diese Zahl auf etwa 1.230, was einem Rückgang von rund 21 Prozent entspricht. Zahlen für das Jahr 2026 liegen laut Ministerium bisher nicht vor.
Die Produktionskosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Das Ministerium nennt als Gründe unter anderem die höheren Preise für Düngemittel und Agrardiesel sowie den gesetzlichen Mindestlohn. Gleichzeitig schwanken die Erzeugerpreise deutlich.
Besonders problematisch ist der Drahtwurm, der den Kartoffelbauern große Schwierigkeiten bereitet. Laut einer Schadenserfassung der Dienstleistungszentren Ländlicher Raum waren 2026 auf rund 4.780 Hektar - etwa zwei Drittel der Kartoffelanbaufläche - Schäden durch den Drahtwurm zu verzeichnen. Auch die Schilf-Glasflügelzikade breitet sich aus und kann Bakterien übertragen, die Kartoffelknollen unbrauchbar machen. Für die Bekämpfung der wichtigsten Schädlinge und Krankheiten stehen nicht genügend wirksame Pflanzenschutzmittel zur Verfügung, so das Ministerium. (dpa/bearbeitet durch Red)
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