Freiwillige Feuerwehr Wölferlingen feierte rustikales Schlachtessen
Von Wolfgang Rabsch
Tagelang wurde der alte Backes in der Poststraße vorgeheizt, dann wanderten Haxen und Aschenbraten in Warmhaltefolie ins Gerätehaus: Rund 60 Gäste sind zum traditionellen Schlachtessen der Freiwilligen Feuerwehr Wölferlingen gekommen. Gegen 23.30 Uhr machten sich die Letzten auf den Heimweg.
Wölferlingen. Ein voller Erfolg und starker Dorfzusammenhalt: Das traditionelle Schlachtessen der Freiwilligen Feuerwehr Wölferlingen lockte rund 60 Gäste an und sorgte im Gerätehaus für rundum zufriedene Gesichter – und volle Mägen.
Aus dem historischen Backes
Eine Besonderheit des Schlachtfestes lag in der Zubereitung der Speisen: Ein Großteil wurde traditionell im alten Backes gegart, der bereits Tage zuvor langsam aufgeheizt worden war. Die Haxen und der herzhafte Aschenbraten aus dem Steinofen trafen genau den Geschmack der erwartungsvollen Gäste und wurden mit anerkennendem Lob belohnt. Darüber dürfte sich besonders Dirk Reifenberg gefreut haben, der für das Backen im Steinofen zuständig war.
Der Backes in Wölferlingen steht in der Poststraße, also mitten im Dorf. Haxen und Aschenbraten mussten deshalb in Warmhaltefolien ins Gerätehaus der Feuerwehr gebracht werden. Dort angekommen, richtete Hans Rennert die Speisen nach den Wünschen der Gäste auf den Tellern an und servierte sie.
Neben den Spezialitäten aus dem Backes bot die Feuerwehr eine Auswahl an deftigen Klassikern an: Schlachtplatte, Leberkäse, Kartoffelpüree, Sauerkraut und frisches Baguette.
Geselligkeit bis spät in die Nacht
Der Abend startete um 17 Uhr, ab 18 Uhr wurde das heiße Essen serviert. Die Wartezeit nutzten die Besucher, um sich bestens zu unterhalten und sicherlich den einen oder anderen Dorfklatsch zu erörtern.
Nach der Stärkung ging die Veranstaltung in ein gemütliches Beisammensein über. Bei guten Gesprächen und bester Stimmung zeigte sich einmal mehr, wie stark die Gemeinschaft und der Zusammenhalt im Dorf sind. Auch Ortsbürgermeister Christoph Simon war bei der Veranstaltung und ließ es sich schmecken. Erst gegen 23.30 Uhr machten sich die letzten Gäste nach einem rundum gelungenen Abend auf den Heimweg.
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Dirk Reifenberg, Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr, zog ein zufriedenes Fazit. Er erklärte, dass die Feuerwehr in Wölferlingen seit zehn Jahren abwechselnd zu zwei Veranstaltungen einlädt: zum Schlachtessen und im darauffolgenden Jahr zum „Datschertessen“. In Wölferlingen heißt das Kartoffelgericht „Datschert“, in anderen Regionen des Rheinlandes sagt man dazu auch „Dibbekooche“.
Als Veranstalter sei man mit dem Verlauf des Abends sehr zufrieden gewesen, bestätigte Reifenberg. Man habe lecker gegessen, auch das gute Bier aus dem Westerwald nicht verschmäht, gelacht und gequatscht – so, wie ein angenehmer Abend verlaufen soll. Einige Besucher aus der Umgebung hätten ebenfalls den Weg ins Gerätehaus gefunden, um es sich dort gut gehen zu lassen.
Weihnachtsmarkt an der Kirche am 28. November
Reifenberg teilte zudem mit, dass in diesem Jahr auch wieder der traditionelle Weihnachtsmarkt an der Kirche in Wölferlingen stattfindet, und zwar am Samstag, 28. November. Organisiert und durchgeführt wird er ebenfalls vom Förderverein der Feuerwehr. Die Veranstalter laden bereits jetzt Gäste aus nah und fern ein.
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