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Pressemitteilung vom 08.09.2026    

"Das leere Pflegebett": Warnung vor den Folgen der Pflegereform

Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz hat die Aktion "Das leere Pflegebett" ins Leben gerufen, um auf die möglichen negativen Auswirkungen der geplanten Pflegereform hinzuweisen. Mit symbolischen Aktionen in Pflegeeinrichtungen und bei ambulanten Diensten soll die Aufmerksamkeit auf die drohenden Herausforderungen gelenkt werden.

Symbolfoto (Foto: Pixabay / KI modifiziert)

Mainz. Die PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz startet eine landesweite Aktion, um auf die potenziellen Folgen der geplanten Pflegereform aufmerksam zu machen. Unter dem Motto "Das leere Pflegebett" stellen stationäre Pflegeeinrichtungen symbolisch leere Betten auf, während ambulante Pflegedienste ihre Dienstfahrzeuge mit entsprechenden Motiven versehen.

Laut Jutta Schier und Gerhard Lenzen, den Vorsitzenden der PflegeGesellschaft Rheinland-Pfalz, sind Reformen in der Pflegeversicherung zwar notwendig, doch der aktuelle Gesetzentwurf gefährde bewährte Versorgungsstrukturen. Statt einer nachhaltigen Stärkung der Pflege drohten zusätzliche Belastungen für Pflegebedürftige, Angehörige und Leistungserbringer sowie neue bürokratische Hürden und Engpässe in der Versorgung.

Die Forderungen der PflegeGesellschaft umfassen unter anderem die dauerhafte Refinanzierung der tatsächlichen Personal- und Sachkosten, die Beibehaltung der Pflegeberatung durch ambulante Dienste und die Vereinfachung der Anerkennung internationaler Pflegefachkräfte. Zudem wird darauf hingewiesen, dass keine Kürzungen durch die Hintertür erfolgen dürfen.



Besonders die geplanten Änderungen bei der Pflegeberatung seien problematisch. Ambulante Pflegedienste haben jahrelang Pflegebedürftige und deren Angehörige direkt in ihrem häuslichen Umfeld beraten. Diese gewachsenen Strukturen sollten nicht geschwächt oder an anderer Stelle neu aufgebaut werden müssen. Auch Einschränkungen bei ambulanten Leistungen und Entlastungsangeboten lehnt die PflegeGesellschaft ab, da sie vor allem jene Menschen treffen, die auf eine möglichst lange Versorgung zu Hause angewiesen sind.

Schier und Lenzen betonen: "Eine Reform der Pflegeversicherung muss die Menschen in den Mittelpunkt stellen: diejenigen, die Pflege benötigen, ebenso wie diejenigen, die tagtäglich Verantwortung für Pflege übernehmen. Pflege stärken heißt, sie verlässlich zu finanzieren, gute Versorgung zu sichern und Belastungen nicht weiterzugeben." (PM/KI/Red)


Mehr dazu:   Gesundheitsversorgung  
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