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Pressemitteilung vom 04.09.2026    

Landwirtschaft im Westerwald: Forderungen nach besseren Rahmenbedingungen

In Hachenburg trafen sich Vertreter der Westerwälder Bauernverbände mit Bundestagsabgeordneten, um die aktuellen Herausforderungen der Landwirtschaft zu diskutieren. Dabei standen vor allem finanzielle Engpässe und notwendige politische Maßnahmen im Mittelpunkt.

V.l.: Mario Orfgen, Andreas Buttgereit, Matthias Müller, Josef Schwan, Markus Kühn, Ellen Demuth, Harald Orthey, Dominik Ehrenstein, Janik Pape, Markus Mille. (Foto: Karl-Heinz Boll)

Hachenburg. Die Landwirte im Westerwald stehen vor großen Herausforderungen. Vertreter der Kreisbauernverbände Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis tauschten sich in der Geschäftsstelle der Verbände in Hachenburg mit den CDU-Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth und Harald Orthey sowie dem Landtagsabgeordneten Janik Pape über die schwierige wirtschaftliche Situation aus. Mario Orfgen, Milcherzeuger und Vorstandsmitglied im Kreisbauernverband Altenkirchen, initiierte das Gespräch und beschrieb die Lage der Landwirte, die unter niedrigen Erzeugerpreisen und hohen Kosten für Kraftstoffe, Energie und Düngemittel leiden. "Wir Landwirte unterliegen einem komplexen Marktgeschehen, das uns kaum Einfluss auf die Preise gibt", erklärte Orfgen. Diese Situation betrifft alle Betriebszweige im Westerwald, von Milchviehhaltern über Fleischerzeuger bis hin zu Ackerbauern.

Liquiditätsprobleme
Matthias Müller, Westerwälder Kreisvorsitzender, betonte die angespannte Liquiditätslage vieler Betriebe. "Mit sachgerechten Rahmenbedingungen kann der Gesetzgeber hier den Betrieben erleichtern, solchen Situationen zu begegnen", wandte er sich an die Bundestagsabgeordneten. Konkret forderten die Verbandsvertreter die Einführung einer steuerlichen Risikoausgleichsrücklage, die im Koalitionsvertrag vereinbart ist. Harald Orthey bezeichnete diese Maßnahme als sinnvoll, da sie die Widerstandskraft der Betriebe stärke und mehr Planungssicherheit schaffe.



Trockenheitsbedingte Futtereinbußen
Dominik Ehrenstein, Vorsitzender der Neuwieder Bauern, sprach sich für Ausnahmen von Fruchtwechsel-Anforderungen und vom Grünlandumbruchsverbot aus, um auf trockenheitsbedingte Futtereinbußen reagieren zu können. Josef Schwan, Altenkirchener Kreisvorsitzender, wies auf die Bedeutung der Agrarförderung hin und forderte ein stabiles Budget für die Gemeinsame Agrarpolitik zwischen 2028 und 2034.

Ellen Demuth hob die Bedeutung der Versorgungssicherheit und regionalen Wertschöpfung hervor und plädierte für weniger Bürokratie und schnellere Genehmigungsverfahren. Abschließend vereinbarten die Gesprächsteilnehmer, den Austausch fortzusetzen. (PM/Red)


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