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Pressemitteilung vom 02.09.2026    

Erinnerung und Aufklärung: NS-Verfolgung im Westerwald im Blickpunkt einer neuen Ausstellung

Am 11. September öffnet in Montabaur eine Ausstellung, die sich mit der NS-Verfolgung in Rheinland-Pfalz und dem Westerwaldkreis auseinandersetzt. Die Präsentation zeigt nicht nur historische Orte, sondern auch bewegende Einzelschicksale.

Foto: Pixabay

Montabaur. Am Freitag, 11. September, um 11 Uhr wird die Ausstellung "Für jeden sichtbar ..." der Gedenkstätte KZ Osthofen in der Hauptfiliale der Sparkasse Westerwald-Sieg in Montabaur eröffnet. Diese ist für zwei Wochen im Foyer zugänglich. Veranstaltet wird die Ausstellung von der Stadt Montabaur in Zusammenarbeit mit dem Mons-Tabor-Gymnasium und der Sparkasse Westerwald-Sieg.

Oberstufenschüler des Mons-Tabor-Gymnasiums werden bei der Eröffnung über ihre vorbereitenden Forschungen und Unterrichtsprojekte berichten, die sich mit Biografien aus dem heutigen Westerwaldkreis befassen. Diese Projekte führten zur Schaffung von Gedenkorten, die bereits umgesetzt oder beschlossen wurden. Dr. Markus Müller, Lehrer am Gymnasium, wird einen Vortrag über das Schicksal von August Schäfer III halten, einem als "arbeitsscheu" diffamierten Überlebenden mehrerer Konzentrationslager. Der Vortrag enthält neue Erkenntnisse aus Besuchen der Gedenkstätten Buchenwald und Auschwitz-Birkenau.




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Die Ausstellung selbst umfasst 18 Banner, die Orte der nationalsozialistischen Verfolgungen in Rheinland-Pfalz zeigen, und wurde als Ergänzung zur Ausstellung "Einige waren Nachbarn" des United States Holocaust Memorial Museum konzipiert. Zudem sind fünf Roll-Ups zu sehen, die von Schülern des Mons-Tabor-Gymnasiums gestaltet wurden. Diese beschäftigen sich unter anderem mit dem Auschwitz-Überlebenden August Schäfer III, dem katholischen Bezirksjungscharführer Franz Kleck, dem Zeugen Jehovas Louis Pfeifer, dem Deserteur Herbert Lamboy und dem Polen Tadeusz Prusak.

Ergänzt wird die Präsentation durch originale Dokumentationen über Gedenk- und Erinnerungsprojekte zu NS-Verfolgten aus dem Westerwald, die am Mons-Tabor-Gymnasium durchgeführt wurden. Ein Besuch der Eröffnungsveranstaltung sowie der Ausstellung während der Öffnungszeiten der Sparkasse ist gerade auch für Schulklassen empfehlenswert. (PM/KI/Red)


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