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Pressemitteilung vom 28.08.2026    

Podiumsdiskussion in Dernbach: Schule und Wirtschaft müssen kooperieren

Der rasante Wandel der Arbeitswelt stellt Schulen und Unternehmen vor große Aufgaben. Bei einer Podiumsdiskussion in Dernbach debattierten Experten über praxisnahe Bildung und Fachkräftesicherung. Im Zentrum standen neue Kompetenzen und engere Kooperationen.

(Fotoquelle: Bernd Kurt Wagner M.A. | Wirtschaftsrat der CDU e.V.)

Dernbach. Wie das Bildungssystem junge Menschen auf die digitalisierte Arbeitswelt vorbereiten und den betrieblichen Fachkräftebedarf sichern kann, bildete den Kern einer Podiumsdiskussion des Wirtschaftsrats der CDU e.V. am "Raiffeisen Campus" in Dernbach. Frank Hüther, Geschäftsführer bei "Abacus alpha" und stellvertretender Landesvorsitzender des Wirtschaftsrats, begrüßte Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Schule.

Über Digitalisierung, Leistungsanforderungen, Berufsorientierung und Schulkonzepte diskutierten Jennifer Groß, Staatssekretärin im Bildungsministerium, Johannes Behner MdL, Mitglied im Bildungsausschuss, und Bernhard Meffert, Schulleiter der "Raiffeisen-Campus e.G.", moderiert von Kerstin Dorn, Geschäftsführerin der "Werit Kunststoffwerke".

Kompetenzen im Zeitalter Künstlicher Intelligenz
Technologien wie Künstliche Intelligenz, Robotik und 3D-Druck verändern Arbeitsprozesse spürbar. Daher reiche reine Wissensvermittlung nicht mehr aus. Gefragt seien Eigenverantwortung, Problemlösungskompetenz, Neugier und Teamfähigkeit. Information sei keine Kompetenz, lautete eine Kernthese. Künstliche Intelligenz müsse aktiv gestaltet und kritisch hinterfragt werden, damit junge Menschen Falschinformationen erkennen und eigenständig denken.

Praxisnähe und verlässliche Berufsorientierung
Angesichts sinkender Bewerberzahlen bei gleichzeitig steigenden Anforderungen an fachliche Grundlagen, Verlässlichkeit und Leistungsbereitschaft forderten die Teilnehmer frühe, verbindliche Praktika. Jugendliche sollten Dienstleistung, Sozialbereich, Handwerk sowie gewerblich-technische Berufe früh kennenlernen. Neben einer engeren Kooperation von Schulen, Betrieben, Kammern und Verbänden brauche es mehr gesellschaftliche Wertschätzung für die duale Ausbildung und nicht-akademische Bildungswege.



Schulkonzepte und Leistungsbereitschaft
Der "Raiffeisen-Campus" stellte sein Konzept des selbstverantwortlichen Lernens vor, bei dem Schüler ihren Lernprozess steuern. Zudem könnten externe Wirtschaftsexperten den Unterricht bereichern. Neben klareren Leistungsanforderungen spielten Sinnhaftigkeit, Respekt und Teamgeist eine tragende Rolle bei der Motivation.

Besonderes Augenmerk galt Jugendlichen im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ). Bei fehlenden schulischen oder alltagspraktischen Fähigkeiten seien intensive sozialpädagogische Begleitung und gemeinsame Förderansätze von Schule, Wirtschaft und sozialen Trägern nötig.

Gelungene Kooperationen wie Schülerprojekte zur Schaufenstergestaltung, Ausbildungskampagnen oder das Konzept "Bus-Hopping" böten praxisnahe Einblicke und stärkten die regionale Bindung. Zum Abschluss bot der Wirtschaftsrat an, Anliegen aus der Praxis an Landesregierung und Bildungsministerium weiterzuleiten, und rief die Teilnehmer dazu auf, diesen Kanal aktiv zu nutzen. (PM/bearbeitet durch Red)


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