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Pressemitteilung vom 27.08.2026    

Tierseuchen in Rheinland-Pfalz 2025: Herausforderungen und Erfolge

Im Jahr 2025 standen die Veterinärbehörden in Rheinland-Pfalz vor großen Aufgaben. Tierseuchen wie die Geflügelpest und die Afrikanische Schweinepest stellten erhebliche Herausforderungen dar, wie aus der Bilanz des Landesuntersuchungsamtes hervorgeht.

Landesuntersuchungsamt Koblenz. (Foto: Thomas Frey/dpa)

Koblenz. Tierseuchen beschäftigten die Veterinärbehörden in Rheinland-Pfalz auch im Jahr 2025 intensiv. Im Fokus standen insbesondere die Geflügelpest und die Afrikanische Schweinepest (ASP), wie das Landesuntersuchungsamt (LUA) in seiner aktuellen Jahresbilanz berichtet. Insgesamt wurden rund 208.000 Tierproben untersucht.

Die Geflügelpest breitete sich ab Herbst 2025 bei Wildvögeln in Deutschland ungewöhnlich stark aus. Markus Böhl, Präsident des LUA, bezeichnete sie als größte Herausforderung. In Rheinland-Pfalz wurden von Ende Oktober bis Jahresende Erreger bei 100 Wildvögeln und in zwei Geflügelhaltungen nachgewiesen. Insbesondere der erste große Kranichzug trug zur Verbreitung des Virus bei. Die Ansteckungsgefahr an belasteten Gewässern blieb erhöht, wobei der letzte Nachweis im März 2026 erfolgte.

Auch die Blauzungenkrankheit nahm 2025 wieder zu. Das durch Gnitzen übertragene Virus wurde bei 100 Rindern, 14 Schafen und Ziegen sowie 11 Zoo- und Wildtieren festgestellt. Insgesamt waren 88 Bestände betroffen. Zu den Symptomen zählen Fieber, Schwellungen und Fehlgeburten. Eine Impfung wird von der Ständigen Impfkommission Veterinärmedizin empfohlen und finanziell unterstützt.



Nachdem die ASP im Juni 2025 nahe der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen festgestellt wurde, intensivierten die rheinland-pfälzischen Behörden die Überwachung. Trotz positiver Nachweise bei 17 Wildschweinen blieben Hausschweine verschont. Die Krankheit verursacht hohes Fieber und Blutungen.

Ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) in Brandenburg führte zu verstärkten Kontrollen. Bis Jahresende untersuchte das LUA 1.709 Proben auf das Virus und 2.114 auf Antikörper, alle mit negativem Ergebnis.

Landwirtschaftsministerin Christine Schneider (CDU) zog eine positive Bilanz: "Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass gute Vorbereitung und schnelles Handeln Tierseuchen kontrollierbar machen." Der Schutz vor Seuchen diene auch dem Schutz landwirtschaftlicher Betriebe, die andernfalls wirtschaftliche Verluste erleiden würden. Maßnahmen zur Eindämmung der ASP umfassten Schutzzäune, Bejagungen, Drohnenüberwachungen und Beratungsangebote. Wachsamkeit bleibe jedoch erforderlich, um Ausbrüche frühzeitig einzudämmen. (dpa/bearbeitet durch Red)


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