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Nachricht vom 23.08.2026    

"Rock im Feld" in Rotenhain vereinte Hardrock und Blasmusik

Von Wolfgang Rabsch

Erst Tornado-Nachwehen und Starkregen, dann zwei Tage bestes Open-Air-Wetter: Die 29. Ausgabe von „Rock im Feld" in Rotenhain hat sich vom holprigen Auftakt nicht bremsen lassen. Zum Abschluss übernahmen am Sonntag die Blasmusiker.

(Fotos: Wolfgang Rabsch)

Rotenhain. Der Auftakt hatte es in sich: Am ersten Festivaltag von „Rock im Feld" waren die Nachwirkungen des Tornados zu spüren, der einen Tag zuvor über den Westerwald gezogen war, dazu kam Starkregen. An den beiden folgenden Tagen stabilisierte sich das Wetter, es blieb trocken – am Ende ließ sich von idealen Open-Air-Bedingungen sprechen.

„Rock im Feld" vereint die Region
Ausgerichtet wird das Festival Jahr für Jahr vom Verein „purKultur Rotenhain". Über die Zeit hat sich die Veranstaltung einen Ruf erarbeitet, der weit über den Westerwald hinausreicht. Wer eine längere Anreise auf sich nimmt, kann direkt neben dem Festivalgelände campen. Auch in diesem Jahr waren die Plätze restlos vergeben – ob für kleine Zelte, große Zelte oder Wohnmobile. Viele der Camper sind Festivalgänger, die die lockere Stimmung auf den Zeltplätzen schätzen.

Unterstützung bekommen die Organisatoren nicht nur von der Ortsgemeinde Rotenhain bei Gestaltung und Aufbau des Geländes, auch aus den Nachbarorten packen viele Helfer mit an. Im Mittelpunkt steht die große Open-Air-Bühne, auf der die Bands bei Wind und Wetter auftreten können. So entsteht ein Gemeinschaftserlebnis der Rotenhainer und der Helfer aus der Nachbarschaft.

Das bestätigte auch Thomas Ziomek vom Verein „purKultur Rotenhain". Ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer wären Planung und Aufbau schlicht unmöglich, sagte er – nur durch deren Einsatz ließen sich die Aufgaben stemmen. Dazu gehören der Auf- und Abbau der Absperrungen, die Reinigung der sanitären Anlagen und das Catering hinter der Bühne, wo für die Bands frisch gekocht wird. Wichtig ist Ziomek außerdem, dass bei dem Festival Bands aus der Region auftreten können, darunter auch Jugend- und Schülerbands.




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Metalcore mit deutschen Texten
Am Samstagabend stand die Band Vinta auf der Bühne. Die Gruppe verbindet modern produzierten harten Gitarrensound mit Elementen elektronischer Musik und setzt sich mit deutschsprachigen Texten von einer überwiegend englischsprachig geprägten Szene ab. Als musikalische Bezugspunkte nennt die Band unter anderem Bring Me the Horizon, Architects und Dayseeker.

Die hochgesteckten Erwartungen erfüllte Vinta in vollem Umfang – das Genre Metalcore stellt hohe Ansprüche, zumal die Texte auf Deutsch gesungen werden. Zu hören waren unter anderem „Perfekte Welle", „Kopf zu laut", „Willst du?" und „Nur dein Name". Der satte Sound inspirierte die Fans vor der Bühne zu Headbangen und wilden Tänzen.

Im weiteren Programm standen zudem „Der Ax", „Alles auf Zucker", „From Zero", „Raketen Erna", „Blink Day", „Defuse Kit", „Devastated" und „Freaks Off The Leash".

Auch Blasmusik begeisterte
Traditionell gehört der Sonntag den Musikvereinen aus der Umgebung – beim Frühschoppen, den Insider „Relax Event" nennen, geht es eine Stufe langsamer zu. Am Sonntag (23. August) unterhielt der Musikverein „Harmonie" Bellingen die Besucher mit einem Programm, das zwischen Blasmusik, Swing und moderner Musik wechselte.

Ziomeks Fazit fiel eindeutig aus: Bei Open-Air-Veranstaltungen komme es zuerst auf gutes Wetter an, dann müsse die Musik die Besucher überzeugen und die Versorgung stimmen – damit seien die drei Hauptkomponenten erfüllt. Insgesamt sei der Verein sehr zufrieden mit dem Verlauf, es sei friedlich gefeiert worden, Streitigkeiten habe es keine gegeben. Nach dem Festival sei vor dem Festival: 2027 stehe das 30-jährige Bestehen an, und das werde ausgiebig gefeiert.


Mehr dazu:   Veranstaltungsrückblicke  
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