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Nachricht vom 20.08.2026    

Junges Springtamarin sorgt für Aufregung im Zoo Neuwied

Der Zoo Neuwied freut sich über Nachwuchs bei den Springtamarinen. Das Jungtier, das im Juni geboren wurde, zieht bereits alle Blicke auf sich. Besucher können es im Außengehege der Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle beobachten.

Fotos: Zoo Neuwied

Neuwied. Im Zoo Neuwied gibt es Grund zur Freude: Die Springtamarine haben ein neues Jungtier bekommen. Geboren am 14. Juni, ist dieses nun im rechten Außengehege der Prinz-Maximilian-zu-Wied-Halle zu sehen, wo es sich an eines der älteren Tiere klammert. "Die weiblichen Springtamarine tragen den Nachwuchs nur für eine kurze Zeit, danach gehen sie auf den Rücken des Vaters, um die Mutter zu entlasten, werden aber zum Säugen immer wieder zur Mutter zurückgebracht. Das Jungtier bleibt dann noch recht lange beim Vater, bis auch die älteren Geschwister mithelfen. Am Anfang müssen sie sich noch daran gewöhnen, dass ihnen was auf dem Rücken hängt, aber so lernen sie, wie man sich um den Nachwuchs kümmert. Dazu kommt, dass die Weibchen direkt wieder von den Männchen neu gedeckt werden. Das kann auch schon vorkommen, wenn die Mutter das Jungtier noch auf dem Rücken trägt", erklärt Tierpflegerin Lena Weeser.

Nach einer Tragzeit von etwa fünf Monaten bringt das Weibchen in der Regel ein Jungtier zur Welt, welches bei der Geburt rund 45 bis 66 Gramm wiegt. Bereits nach zweieinhalb Monaten beginnt der Nachwuchs, seine Umgebung selbstständig zu erkunden. Einen Monat später setzt die Entwöhnung von der Muttermilch ein. Das Geschlecht des Jungtiers ist derzeit noch nicht bekannt und wird erst nach der Entwöhnung im Rahmen einer Untersuchung durch die Zootierärztin festgestellt. Springtamarine erreichen ihre Geschlechtsreife mit etwas mehr als einem Jahr.



Springtamarine ernähren sich hauptsächlich von Früchten, Insekten wie Schmetterlingen und Gespenstschrecken, Pilzen sowie nährstoffreichen Baumsäften. Im Zoo erhalten sie vor allem Gemüse und lebende Insekten, um das Jagen zu fördern. Obst wird aufgrund des hohen Zuckeranteils nur in geringen Mengen gegeben. Um die Nahrungssuche spannend zu gestalten, verstecken die Tierpfleger das Futter oder nutzen kreative Methoden wie Eisbomben.

In ihrem natürlichen Lebensraum sind Springtamarine stark gefährdet. Zoos arbeiten daher im Rahmen eines Erhaltungszuchtprogramms zusammen, um das Überleben der Art zu sichern. Springtamarine leben in Gruppen von zwei bis zwölf Tieren und bewohnen große Streifgebiete von über 100 Hektar. Sie sind tagaktiv, beginnen ihren Tag mit Sonnenaufgang und ziehen sich am späten Nachmittag zu geschützten Schlafplätzen zurück.

"Kaltes Wetter mögen die Springtamarine nicht so gerne. Wer sie in Aktion sehen will, sollte jetzt noch während der warmen Jahreszeit kommen, da klettern und springen die Springtamarine am ehesten im Gehege rum", lacht Tierpflegerin Lena Weeser. Für den Winter stehen Rotlichtlampen auf der Außenanlage bereit, damit die Tiere auch an kalten Tagen nach draußen können. Red


Mehr dazu:   Zoo Neuwied  
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