75 Jahre im Einsatz: Die Geschichte der Polizeiautobahnstation Montabaur
Von Thomas Sonnenschein
Die Polizeiautobahnstation Montabaur blickt auf eine 75-jährige Geschichte zurück. Angefangen als kleines Gendarmerie-Kommando, ist die Station heute ein unverzichtbarer Bestandteil der Verkehrssicherheit auf der A3. Ein Tag der offenen Tür bot nun spannende Einblicke in Vergangenheit und Gegenwart dieser wichtigen Einrichtung.
Montabaur. Am Samstag (15. August) feierte die Polizeiautobahnstation Montabaur ihr 75-jähriges Bestehen mit einem groß organisierten Tag der offenen Tür. Actiongeladene Vorführungen, eine Fahrzeugausstellung der Blaulichtfamilie und spannende Einblicke in den Polizeialltag lockten den ganzen Tag über unzählige Besucher an.
Dienststellenleiter Andreas Wolf begrüßte die Gäste und erzählte von einer wahren Anekdote, die zu dieser Jubiläumsfeier geführt hat. Bei einem ihrer regelmäßigen Treffen berichteten pensionierte Polizisten von den Anfängen der Station der Autobahnpolizei Montabaur und kündigten an, dass die Station bald ihr 75. Bestehen feiern könne.
Andreas Wolf war darüber überrascht, denn dass die Polizeiautobahnstation Montabaur schon so lange existierte, hatte er gar nicht verinnerlicht. Also forschten er und seine Kollegen nach. Und tatsächlich: Es stimmt – die Polizeiautobahnstation hatte allen Grund zu feiern, denn es war das 75-jährige Jubiläum.
Die Anfänge
Die Ursprünge reichen bis ins Jahr 1948 zurück, als das Gendarmerie-Kommando noch aus dem Schloss Montabaur heraus mit Motorrädern die Autobahn betreute. Heute undenkbar: Damals teilten sich Fußgänger und Pferdefuhrwerke die Fahrbahn mit wenigen Fahrzeugen.
1951 stellte die Autobahnmeisterei einen kleinen Teil ihrer Baracke der Polizei zur Verfügung. Unter dem Funkrufnamen MOR7 war die motorisierte Gendarmerie danach für die Autobahn zuständig.
Die Gegenwart
Heute fahren täglich rund 100.000 Fahrzeuge über die A3, was zahlreiche Gefahrenstellen und Unfälle mit sich bringt. Reifen platzen, Ladungen werden verloren, Verkehrsstaus müssen geregelt werden. Zivilstreifen sind im Einsatz, um Temposünder zu stoppen, Abstandsverstöße zu ahnden und direkt mit Verkehrsteilnehmern zu sprechen, um Einsicht für ihr Fehlverhalten zu schaffen. Auch die Bekämpfung von Kriminalität und die Kontrolle von Alkohol- und Drogeneinfluss am Steuer gehören zu den Aufgaben der Station.
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Die ganze Dienststelle half mit
Insgesamt beschäftigt die Polizeiautobahnstation Montabaur aktuell 58 Mitarbeiter. Zwei Verwaltungsfachangestellte und ein Hausmeister, der auch den Tag der offenen Tür maßgeblich mitorganisierte, gelten als die "Seelen" der Dienststelle.
Die Polizisten selbst wechselten für diesen besonderen Anlass ihre Aufgabenbereiche und beteiligten sich an diesem Tag an familienfreundlichen Aktivitäten wie Würstchengrillen, Getränkeausgabe, Kuchenverkauf und der Betreuung der Ausstellungen.
Attraktionen des Jubiläums
Tina Ewens, stellvertretende Dienststellenleiterin, listete die Attraktionen auf: Besichtigung der Gewahrsamszellen, Vorführungen von Schieß- und Einsatztrainern sowie von Diensthunden und ihren Trainern. Auch Verhaftungen wurden realistisch inszeniert, damit sich die Besucher einen Eindruck des Polizeiberufs machen konnten. Historische und moderne Fahrzeuge sowie verschiedene Einsatzmittel wurden ebenfalls präsentiert.
Insgesamt gesehen war dieser Tag der offenen Tür ein voller Erfolg. Und auch wir von den Kurieren gratulieren an dieser Stelle herzlich: auf die nächsten erfolgreichen 25 Jahre. (TS)
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