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Pressemitteilung vom 31.07.2026    

Postkartenaktion gegen Kürzungen des Amateurmusikfonds

Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz schlägt Alarm: Eine geplante Kürzung des Amateurmusikfonds um 35 Prozent bedroht wichtige Projekte. Eine bundesweite Postkartenaktion soll nun Druck auf die Politik ausüben.

Symbolbild. (Quelle: Pixabay)

Neuwied-Engers. Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz e.V. (LMV) warnt vor den Auswirkungen der im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 vorgesehenen Kürzung des Amateurmusikfonds. Statt der vom Deutschen Bundestag für 2026 beschlossenen 4,6 Millionen Euro sollen im kommenden Jahr nur noch 3,0 Millionen Euro bereitgestellt werden. Dies entspricht einer Kürzung um rund 35 Prozent. Der Bundesmusikverband Chor & Orchester e.V. (BMCO) setzt sich dafür ein, die Mittel im parlamentarischen Haushaltsverfahren wieder auf 4,6 Millionen Euro anzuheben, eine Forderung, die auch der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz unterstützt.

"Der Amateurmusikfonds ist weit mehr als eine finanzielle Unterstützung für einzelne Projekte. Er schafft Freiräume für neue Ideen, ermöglicht außergewöhnliche Vorhaben und stärkt die Zukunftsfähigkeit unserer Orchester und Musikvereine", erklärt Achim Hallerbach, Präsident des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz. "Gerade in der Amateurmusik entstehen viele wichtige Impulse aus dem ehrenamtlichen Engagement vor Ort. Damit aus guten Ideen erfolgreiche Projekte mit langfristiger Wirkung werden können, braucht es eine verlässliche und angemessene Förderung."

Förderung wirkt bis in die Vereine vor Ort
Für den Landesmusikverband Rheinland-Pfalz ist entscheidend, dass die Wirkung des Amateurmusikfonds alle Ebenen erreicht: vom Landesverband über die Kreismusikverbände bis hin zum einzelnen Musikverein und Ensemble. Zahlreiche erfolgreich geförderte Projekte der vergangenen Jahre in Rheinland-Pfalz zeigen, welche nachhaltigen Entwicklungen durch den Fonds angestoßen werden können. Ein aktuelles Beispiel ist die Ehrenamtsakademie des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz, die 2026 mit rund 40.000 Euro aus dem Amateurmusikfonds unterstützt wird. Ziel der Akademie ist es, ehrenamtlich Engagierte für die vielfältigen Aufgaben im Vereinsmanagement zu qualifizieren und sie dabei zu unterstützen, ihre Vereine professionell und zukunftsfähig aufzustellen.




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"Viele Vereine stehen vor großen Herausforderungen – von der Mitgliedergewinnung über die Organisation und Finanzierung bis hin zur Gewinnung neuer Vorstandsmitglieder", erläutert Jutta Mettig, Geschäftsführerin des Landesmusikverbandes Rheinland-Pfalz. "Durch die Förderung können wir Menschen gezielt für das Vereinsmanagement qualifizieren, Wissen weitergeben und ehrenamtliches Engagement nachhaltig stärken. Die Ehrenamtsakademie macht ganz konkret sichtbar, wie wertvoll der Amateurmusikfonds für die Vereinsarbeit vor Ort ist."

Bundesweite Postkartenaktion startet
Im parlamentarischen Haushaltsverfahren kommt es nun besonders auf die Stimmen aus den Wahlkreisen an. Mit einer bundesweiten Postkartenaktion können Chöre, Orchester und Musikvereine ihren Bundestagsabgeordneten zeigen: Der Amateurmusikfonds wird vor Ort gebraucht.

Die Postkarten können kostenfrei online bestellt werden.

Das Bestellformular ist voraussichtlich bis zum 12. Oktober 2026 verfügbar. Nach Erhalt werden lediglich der Name und der Ort des Ensembles eingetragen und die Karte unterschrieben. Die Postkarten werden bereits an die jeweils zuständigen Bundestagsabgeordneten adressiert geliefert. Dank der Unterstützung des Fördervereins "Förderer des Amateurmusizierens" sind die Karten bereits frankiert. Für die teilnehmenden Ensembles entstehen also keine Kosten. (PM/Red)

Der Landesmusikverband Rheinland-Pfalz ruft alle Orchester, Musikvereine, Chöre und weiteren Ensembles im Land dazu auf, sich aktiv an der Aktion zu beteiligen und den Aufruf in ihrem Umfeld weiterzugeben. "Je mehr Postkarten aus den Wahlkreisen im Deutschen Bundestag eintreffen, desto deutlicher wird, welchen Stellenwert die Amateurmusik für unsere Gesellschaft besitzt", betont Präsident Achim Hallerbach. (PM/Red)


Mehr dazu:   Politik & Wahlen  
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