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Pressemitteilung vom 23.06.2026    

Kommunen am Limit: Verbandsgemeinde Wirges beteiligte sich am Aktionstag

Die finanzielle Lage vieler Städte und Gemeinden in Deutschland ist kritisch. Am Aktionstag "Kommunen am Limit" machten zahlreiche Kommunen auf ihre prekäre Situation aufmerksam und forderten eine nachhaltige Unterstützung seitens der Bundes- und Landesregierungen.

Die Verbandsgemeinde Wirges setzt ein Zeichen. (Fotos: Silja Götte/ VG Wirges)

Verbandsgemeinde Wirges. Bundesweit beteiligten sich Städte, Landkreise und Gemeinden, darunter die Verbandsgemeinde Wirges, am Aktionstag "Kommunen am Limit", um auf die prekäre Finanzsituation der Kommunen hinzuweisen. Die drei großen kommunalen Spitzenverbände - Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag und Deutscher Städte- und Gemeindebund - haben gemeinsam zu diesem Aktionstag aufgerufen. Sie fordern von Bund und Ländern entschlossenes Handeln und effektive Maßnahmen zur Bekämpfung der kommunalen Finanzkrise.

Auswirkungen auf die Bürger
Die finanzielle Lage der Kommunen ist besorgniserregend: Im Jahr 2025 erreichte das kommunale Defizit rund 30 Milliarden Euro, ein historischer Höchststand mit steigender Tendenz. Hauptursache sind die wachsenden Sozialausgaben, die den Kommunen durch Bundesgesetze auferlegt werden, wobei Umfang und Standards kontinuierlich erhöht wurden.

Diese Finanzkrise wirkt sich direkt auf die Bürger aus. Viele kommunale Aufgaben wie die Instandhaltung von Schulen und Bibliotheken, Schwimmbäder, Kultur- und Sportangebote, der öffentliche Personennahverkehr, die Krankenhausversorgung, die Wirtschaftsförderung und soziale Angebote sind betroffen.



Bund und Ländern sind aufgefordert zu reagieren
Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Alexandra Marzi betont: "Wir Kommunen leisten jeden Tag enormes für die Daseinsvorsorge unserer Bürger - engagiert und mit Überzeugung. Wer uns Aufgaben überträgt, muss auch für eine verlässliche und auskömmliche Finanzierung sorgen. Das ist kein Wunsch, sondern eine Frage der Fairness und des Respekts gegenüber den Menschen, die unsere Solidargemeinschaft vor Ort tragen."

Die Kommunen und ihre Spitzenverbände fordern daher von Bund und Ländern, das kommunale Finanzierungsdefizit vollständig zu beseitigen. Dies könne durch jährliche Soforthilfen, eine Erhöhung des kommunalen Anteils an den Gemeinschaftssteuern sowie notwendige Reformen in den sozialen Sicherungssystemen geschehen. Der Grundsatz "Wer bestellt, bezahlt auch" müsse sofort für jede Aufgabenübertragung oder -ausweitung gelten - mit einem vollständigen finanziellen und dynamisierten Ausgleich für alle Aufgaben, die den Kommunen übertragen werden.

Die Finanzkrise ist nicht abstrakt, sondern konkret vor Ort spürbar. Bund und Länder sind gefordert zu handeln, damit der Staat vor Ort handlungsfähig bleibt. (PM/Red)


Lokales: Wirges & Umgebung
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