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Pressemitteilung vom 27.04.2026    

Brexbachtalbahn: FWG Bendorf bleibt skeptisch, lobt jedoch Engagement

Die Reaktivierung der Brexbachtalbahn sorgt in Bendorf für Diskussionen. Während der Verein Brexbachtalbahn e.V. sich für die Wiederinbetriebnahme einsetzt, äußert die FWG Bendorf weiterhin Zweifel an der Umsetzbarkeit des Projekts. Eine Informationsveranstaltung Anfang März beleuchtete den aktuellen Stand der Planungen.

(Foto: FWG Bendorf)

Bendorf. Anfang März fand eine Informationsveranstaltung des Vereins Brexbachtalbahn e.V. statt, bei der die geplante Reaktivierung der Bahnstrecke durch das Brexbachtal im Mittelpunkt stand. Die Vertreter des Vereins präsentierten den aktuellen Stand der Planungen und beantworteten Fragen zur finanziellen Belastung der Stadt Bendorf sowie zur möglichen Nutzung der Strecke für Personen- und Güterverkehr.

Bedenken der FWG Bendorf
Die FWG Bendorf sieht trotz der Informationen weiterhin erhebliche Zweifel an der Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit des Projekts. Besonders kritisch bewertet sie die Auswirkungen auf den Individualverkehr. Die Bahnübergänge in der Brauereistraße, der Adolph-Kolping-Straße sowie an der Querung der Hauptstraße sind betroffen. Diese könnten nicht nur hohe Investitionskosten für die Stadt verursachen, sondern auch zu spürbaren Einschränkungen durch regelmäßige Sperrzeiten führen.

Angesichts des bereits stark belasteten Verkehrsaufkommens, insbesondere im Berufsverkehr und durch Pendlerströme nach und aus Koblenz, Neuwied und dem Westerwald, betrachtet die FWG Bendorf die zusätzlichen Belastungen als problematisch. Auch die geplante Taktung mit bis zu 15 Zugpaaren täglich wird hinsichtlich ihrer praktischen Auswirkungen auf Verkehrsfluss, Wartezeiten und Lärmbelastung kritisch gesehen.



Befürwortung der touristischen Nutzung
Das Engagement des Brexbachtalbahn e.V. für den Erhalt der historischen Strecke wird von der FWG Bendorf ausdrücklich anerkannt. Eine touristische Nutzung der Bahnstrecke wird als sinnvolle und realistische Perspektive angesehen, die zur touristischen Entwicklung beitragen könnte, unabhängig von einer umfassenden Reaktivierung im Regelbetrieb.

Die FWG Bendorf plant, den weiteren Planungsprozess aufmerksam zu verfolgen und den Dialog mit allen Beteiligten fortzusetzen. Sie regt eine umfassende Verkehrszählung an den betroffenen Straßen sowie eine darauf basierende unabhängige und realistische Wirtschaftlichkeitsprüfung des Gesamtprojekts an. Als kommunalpolitische Wählergruppe sieht sie ihre Aufgabe darin, die Interessen der Bendorfer Bürger sowie der Stadt insgesamt in den Mittelpunkt zu stellen. (PM/Red)


Mehr dazu:   Auto & Verkehr  
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