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Pressemitteilung vom 27.04.2026    

Junglachse kehren zurück: Ein Projekt für die Zukunft der Nister

Wenn an der Nister junge, silbrig schimmernde Lachse behutsam in ihr neues Lebensumfeld eingesetzt werden, steckt dahinter weit mehr als ein symbolischer Moment: Es ist das Ergebnis gezielter Zusammenarbeit und Ausdruck eines langfristig angelegten Engagements für vitale und ökologisch stabile Gewässer in der Verbandsgemeinde Hachenburg.

Aussetzung von Junglachse in die Nister (Foto: Julia Schäfer/Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg)

Atzelgift. Gemeinsam mit der Arge Nister und der Ortsgemeinde Atzelgift hat die Verbandsgemeinde kürzlich erneut einen Beitrag zur Wiederansiedlung des Lachses geleistet. Insgesamt 29.853 Jungfische - Nachkommen von Rückkehrern, die im Herbst 2025 an der Fang- und Kontrollstation Buisdorf an der Sieg erfasst wurden - fanden an ausgewählten Stellen der Nister eine neue Heimat, darunter auch im Bereich des Ehrenhains in Atzelgift. Die Tiere wurden zuvor unter fachkundiger Begleitung transportiert und vorbereitet, um ihnen bestmögliche Startbedingungen zu bieten.

Arbeit zur Retablierung des Lachses
Die Maßnahme ist Teil eines übergeordneten Ziels: den Lachs als ursprünglich heimische Art wieder dauerhaft in den Fließgewässern der Region zu etablieren. Erste Entwicklungen geben Anlass zur Zuversicht. So konnten in jüngerer Zeit bereits natürliche Nachwuchsbestände nachgewiesen werden - ein Signal dafür, dass die ökologische Qualität der Nister grundsätzlich geeignet ist, diesen anspruchsvollen Wanderfisch zu beherbergen.

Doch der Weg der jungen Lachse ist lang und mit Risiken verbunden. Schon bald treten sie ihre Wanderung Richtung Nordsee an, die sie über Sieg und Rhein bis in Richtung Nordsee und Nordatlantik. Nur ein Teil von ihnen wird den Rückweg antreten können. Umso bedeutsamer ist es, die Lebensbedingungen entlang dieser Route kontinuierlich im Blick zu behalten und weiter zu verbessern.



Für die Verbandsgemeinde Hachenburg ist das Projekt ein Beispiel dafür, wie sich ökologische Verantwortung konkret umsetzen lässt - im Schulterschluss mit engagierten Fachleuten und ehrenamtlich Aktiven.

Die Arbeit geht weiter
Erster Beigeordneter Marco Dörner, der die Auswilderung persönlich begleitet hat, betont: "Solche Projekte zeigen eindrucksvoll, was durch gemeinsames Handeln möglich ist. Die Arge Nister - allem voran Vorsitzender Manfred Fetthauer - bringt seit vielen Jahren eine enorme fachliche Kompetenz und ein außergewöhnliches Engagement ein. Diese Zusammenarbeit ist für uns von großem Wert, wenn es darum geht, unsere Gewässer nachhaltig weiterzuentwickeln."

Gleichzeitig verdeutlicht die Initiative, dass Gewässerschutz stets ein sensibles Zusammenspiel unterschiedlicher Interessen erfordert. Die Verbandsgemeinde wird diesen Prozess weiterhin aktiv begleiten - mit dem Ziel, die Nister als naturnahen Lebensraum zu sichern und ihre Entwicklung verantwortungsvoll zu gestalten. (PM)


Mehr dazu:   Naturschutz  
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