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Pressemitteilung vom 26.03.2026    

Zeitumstellung erhöht Risiko für Wildunfälle in Rheinland-Pfalz

Mit der bevorstehenden Zeitumstellung am letzten Märzwochenende steigt die Gefahr von Wildunfällen in Rheinland-Pfalz. Autofahrer sollten besonders in der Dämmerung aufmerksam sein, um Unfälle mit Tieren zu vermeiden.

(Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn)

Rheinland-Pfalz. Rund um die Zeitumstellung am kommenden Wochenende sollten sich Autofahrer auf gefährlichen Wildwechsel im Berufsverkehr einstellen. Der ADAC warnt vor einer erhöhten Gefahr von Wildunfällen. "Während für uns Menschen der Tag eine Stunde früher beginnt, ändert sich der Tagesablauf für die Tiere nicht. Das birgt die Gefahr, dass nahrungssuchende Tiere nun häufiger gut befahrene Straßen kreuzen", erklärt ein Sprecher des ADAC Mittelrhein. Daher sei besonders in der Dämmerung erhöhte Vorsicht von Autofahrern geboten. Auch der Landesjagdverband Rheinland-Pfalz warnt: "Die Tiere sind immer zur gleichen Zeit unterwegs. Jetzt kommen sie aber in die Verkehrszeiten, was dann zu vermehrten Wildunfällen führen kann, besonders in der Dämmerung."

Generell betont der ADAC, dass die Gefahr von Wildunfällen im Frühling zunehme. In den Monaten April und Mai komme es statistisch etwa zu doppelt so vielen Wildunfällen wie in den anderen Monaten. Vor allem Rehe sind zu dieser Zeit besonders aktiv, wie der Jagdverband erklärt: "Pflanzenfresser wie das Reh queren jetzt häufig Straßen. Nach den kargen Wintermonaten sind sie auf der Suche nach frischem Grün." Bei den Rehböcken würden zudem die Hormone eine Rolle spielen. Im Frühjahr verteidigen sie ihr Revier gegen Kontrahenten. Geschlechtsreife einjährige Böcke werden demnach vertrieben und müssen sich eine neue Bleibe suchen.

Der Schafrhythmus der Tiere bleibt
Anders als für die Tiere, ändert sich für viele Menschen der Schlafrhythmus, wenn am letzten Sonntag im März die Uhr umgestellt wird. Laut ADAC eine zusätzliche Gefahr für den Straßenverkehr: "Bei Müdigkeit reagiert der Körper deutlich langsamer. Zum Bremsweg kommt noch der Reaktionsweg hinzu." Bei 60 km/h könnten das bereits 18 Meter sein. "Wer dann noch müde am Steuer von einem Tier überrascht wird, handelt möglicherweise zu spät" und kann einen Wildunfall nicht mehr verhindern.




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Um einen Unfall zu vermeiden, raten die Experten: Die Geschwindigkeit an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern reduzieren. Bei Wildwechsel aufmerksam bremsen und stets mit weiteren Tieren rechnen. Wer ein Tier am Straßenrand sieht, sollte abblenden, hupen und die Geschwindigkeit sofort verringern.

Im Fall eines Wildunfalls
Die Unfallstelle sichern, Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und Warndreieck aufstellen. Die Polizei unter 110 anrufen, bei Verletzten den Notruf 112 wählen. Ein verletztes Tier sollte nicht verfolgt werden. Die Fluchtrichtung sollte angegeben und die Unfallstelle gut sichtbar markiert werden, beispielsweise mit einer Einkaufstüte, damit der Jäger das Tier rasch finden kann. Die Polizei sollte auch dann informiert werden, wenn das Tier nach dem Zusammenprall in den Wald flüchtet. Sie meldet den Unfall der Försterin oder dem Jagdpächter, der dafür sorgt, dass das Tier nicht weiter leiden muss. Verletzte oder tote Tiere nicht anfassen oder gar ins eigene Auto laden: Der Förster oder die Jagdpächterin kümmern sich um die Bergung und den Abtransport des Tieres. Den Unfall für die Versicherung dokumentieren: Fotos von Unfallort, von dem Tier und dem Fahrzeug machen. Eine Wildunfall-Bescheinigung von Polizei, Förster oder Jagdpächter ausstellen lassen. Die Versicherung umgehend informieren. (dpa/bearbeitet durch Red)


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