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Pressemitteilung vom 12.03.2026    

Wirtschaft in Rheinland-Pfalz unter Druck: Nahost-Konflikt und seine Folgen

Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs im Nahen Osten treffen auch die Unternehmen in Rheinland-Pfalz. Ein Spitzengespräch in Mainz soll mögliche Maßnahmen zur Stabilisierung des Wirtschaftsstandorts erörtern.

(Foto: Frank Rumpenhorst/dpa)

Rheinland-Pfalz. Die energieintensiven Branchen in Rheinland-Pfalz spüren den zusätzlichen Druck durch den Konflikt im Nahen Osten. "Der direkte Handel mit dem Iran spielt für Rheinland-Pfalz zwar nur eine geringe Rolle", erklärte Johannes Heger, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmerverbände (LVU), vor einem wichtigen Treffen mit der Landesregierung in Mainz. Wesentlich seien jedoch die indirekten Effekte auf die Energie- und Rohstoffmärkte sowie den Welthandel.

Wenn zentrale Handelsrouten wie die Straße von Hormus beeinträchtigt werden, beeinflusst das weltweit Preise, Planungssicherheit und Investitionsentscheidungen, so Heger. Für ein exportorientiertes Industrieland wie Rheinland-Pfalz habe dies unmittelbare wirtschaftliche Konsequenzen: Steigende Energiepreise, höhere Transportkosten und neue Unsicherheiten in den Lieferketten erhöhten den Druck auf viele Unternehmen.

Blick auf die neue Landesregierung
Angesichts dieser Herausforderungen fordert der LVU-Präsident eine klare wirtschaftspolitische Prioritätensetzung in der kommenden Legislaturperiode. Es gehe um wettbewerbsfähige Energiepreise, weniger Bürokratie, schnellere Genehmigungen und stabile Rahmenbedingungen für Investitionen. "Die aktuelle Lage zeigt zudem, dass auf jedweden landesspezifischen Sonderweg verzichtet werden muss, wenn dieser - wie etwa das Klimaziel 2040 - absehbar nicht realistisch umsetzbar ist", warnte Heger. "In dieser äußerst schwierigen Phase darf unseren Unternehmen keine einzige zusätzliche Belastung aufgebürdet werden."



Spitzengespräch mit breitem Teilnehmerfeld
Am Donnerstag hat die Landesregierung zu einem Spitzengespräch über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nahost-Konflikts eingeladen. Vertreter von Verbänden, Unternehmen und Gewerkschaften nehmen daran teil, ebenso wie Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Ziel ist es, mögliche Maßnahmen zur Stabilisierung und Stärkung des Wirtschaftsstandorts Rheinland-Pfalz zu diskutieren.

Laut IHK macht der Iran lediglich 0,1 Prozent des rheinland-pfälzischen Handelsvolumens bei den Exporten aus. Die Haupt-Exportgüter in den Iran sind Tabakerzeugnisse im Wert von 42,4 Millionen Euro, chemische Erzeugnisse (9,7 Mio.) und Maschinen (4 Mio.). Bei den Importen aus dem Iran rangieren Nahrungsmittel und Futtermittel (3,6 Mio.) sowie Maschinen (0,6 Mio. Euro) an der Spitze. (dpa/bearbeitet durch Red)


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