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Pressemitteilung vom 07.02.2024    

Fachkräftemangel: Lösungsansätze durch internationale Rekrutierung diskutiert

Fast 80 Interessierte füllten am 31. Januar den Ratssaal der Verbandsgemeindeverwaltung Hachenburg bis auf den letzten Platz. Unter dem Dach der Initiative "Wir Westerwälder" fand eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema Fachkräftegewinnung aus dem Ausland statt.

Im Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Hachenburg (v.l.): Marco Döner (VG Hachenburg), Peter Klöckner (Rheinland-Pfalz/Ruanda e. V.), Michael Gulden (Karl Georg GmbH), Ann-Kathrin Maaß (HwK Koblenz), Mario Bender (Karl Georg GmbH), Reiner Rudolphi („zubee“), Lars Kober (Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen). (Foto: Röder-Moldenhauer)

Hachenburg/Region. Die Veranstaltung war von den Wirtschaftsförderungen der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und dem Westerwaldkreis sowie der Verbandsgemeinde Hachenburg organisiert worden. Die hohe Teilnehmerzahl verdeutlichte die Dringlichkeit des Themas: Unternehmen kämpfen zunehmend mit Fachkräftemangel. Ihre bisherigen Bemühungen zur Fachkräftegewinnung reichen oft nicht mehr aus, um den Bedarf zu decken. Ein hoher Bedarf trifft auf ein geringeres Arbeitskräfteangebot. Und trotz des Einsatzes von Technologien wie Künstlicher Intelligenz oder einer steigenden Frauenerwerbsquote dürfte sich diese Situation mittel- bis langfristig angesichts der weiter anhaltenden Überalterung der Gesellschaft nicht ändern.

Fachkräftenetzwerk des Kreises Altenkirchen
Als Lösungsansätze präsentierten verschiedene Referenten ihre Projekte. Das Fachkräftenetzwerk des Kreises Altenkirchen hat beispielsweise ein Portal entwickelt, auf dem Unternehmen ihren Bedarf an ausländischen Fachkräften anmelden können. Eine erste erfolgreiche Stellenvermittlung an eine Fachkraft aus Spanien wurde bereits realisiert. Lars Kober, Leiter der Wirtschaftsförderung Kreis Altenkirchen, erklärte: "Wir gehen davon aus, dass die Nutzung des Portals in den kommenden Jahren stark zunehmen wird. Insbesondere dann, wenn unsere Unternehmen erkennen, dass die lokalen Anwerbungsbemühungen nicht mehr ausreichen, um den Fachkräftebedarf zu decken." Das Portal ist hier zu finden.

Technische Fachkräfte aus Ruanda
Die Initiative "zubee" vermittelt junge Menschen aus Ruanda mit Studien- und Berufsausbildung an deutsche Ausbildungsbetriebe. Reiner Rudolphi, Geschäftsführer der rema Fertigungstechnik GmbH, stellte das Projekt vor und betonte die Vorteile motivierter und qualifizierter Fachkräfte. Die Initiative "zubee" begleitet diese Menschen und unterstützt auch bei der Integration. Personalleiter Michael Gulden und Ausbildungsleiter Mario Bender von der Karl Georg GmbH in Ingelbach berichteten durchweg positiv von ihren Erfahrungen mit "zubee". Das Unternehmen hat über das Netzwerk erfolgreich drei motivierte Fachkräfte aus Ruanda beschäftigt. Um an dem Projekt teilzunehmen, können sich interessierte Unternehmen hier informieren.




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Handwerker aus dem Balkan
Das dreijährige Pilotprojekt "HabiZu"(Handwerk bietet Zukunft) der Handwerkskammer Koblenz zielte darauf ab, Handwerker aus Bosnien und Herzegowina für den deutschen Arbeitsmarkt zu gewinnen. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert und seine Ergebnisse beeinflussten die Novellierung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes, die in diesem Jahr schrittweise weiter erfolgen soll.

Vereinsarbeit als Werkzeug für eine erfolgreiche Integration
Peter Klöckner, ehemaliger Bürgermeister von Hachenburg und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Partnerschaftsvereins Rheinland-Pfalz/Ruanda, ermutigte die Unternehmen, sich intensiver mit Ruanda zu beschäftigen. Die dort lebenden Menschen seien hoch motiviert, gut gebildet, lernwillig und könnten sich gut integrieren.

Den Abschluss der Veranstaltung bildete Marco Dörner, Erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde Hachenburg, der als Moderator fungierte und sich bei den Teilnehmern für ihr Kommen bedankte. (PM/Red)


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