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Nachricht vom 25.04.2022    

Ein Hund zieht ein ­– das sollten Westerwälder vor der Anschaffung bedenken

Ein Hund ist ein treuer Gefährte und bringt viel Spaß und Abwechslung in das Leben seines Besitzers. Auch im Westerwaldkreis wünschen sich daher viele Menschen einen Hund. Allerdings gibt es einige wichtige Punkte, die Westerwälder vor der Anschaffung und dem Zusammenleben mit einem Vierbeiner bedenken sollten. Von den anfallenden Kosten bis hin zu den in Rheinland-Pfalz geltenden Regeln rund um die Hundehaltung ist einiges zu beachten.

Die Anschaffung eines Hundes will wohlüberlegt sein. Symbolfoto Kuriere

Die Anschaffung eines Haustiers muss wohlüberlegt sein
Einen tierischen Gefährten, mit dem sich tolle Ausflüge im Westerwaldkreis unternehmen lassen, wünschen sich viele Menschen. Gerade in den letzten Jahren haben sich daher besonders viele Westerwälder einen Hund angeschafft. Gleichzeitig steigt aber auch die Zahl der Tiere, die – aufgrund von Überforderung oder aus anderen Gründen – in den Tierheimen landen.

Damit dem eigenen Vierbeiner dieses Schicksal erspart bleibt, sollte die Anschaffung eines Haustiers wohlüberlegt sein. Egal, ob es darum geht, sich einen großen oder einen kleinen Hund anzuschaffen – die Hundehaltung geht stets mit viel Verantwortung einher und erfordert Kompromissbereitschaft. Wichtig ist es außerdem, die im Westerwaldkreis rund um die Hundehaltung geltenden Regeln zu kennen.

Damit das Zusammenleben mit einem Hund zum Erfolg werden kann, sollten sich angehende Hundehalter mit einigen wichtigen Fragen auseinandersetzen. Nur dann, wenn alle Fragen positiv und auf für alle Familienmitglieder vertretbare Weise beantwortet werden können, scheint die Anschaffung sinnvoll.

Die passende Wohnsituation für die Haltung eines Hundes
Im Westerwaldkreis gibt es zweifelsohne viele schöne Flecken, die sich besonders gut gemeinsam mit einem eigenen Hund erkunden lassen. Zu bedenken ist allerdings: Das Leben mit Hund findet nicht allein im Freien statt. Vielmehr muss auch die eigene Wohnsituation für die Haltung eines Hundes geeignet sein.

Das bedeutet in erster Linie: Es muss ausreichend Platz zur Verfügung stehen und alle im Haushalt lebenden Personen müssen mit der Tierhaltung einverstanden sein. Insbesondere muss so viel Platz vorhanden sein, dass dem zukünftigen Haustier ein ruhiger Rückzugsort geboten werden kann. Außerdem sollte vor der Anschaffung eines Tieres geprüft werden, ob einzelne im Haushalt lebende Personen eventuell unter einer Tierhaarallergie leiden.

Wer in einer Mietwohnung lebt, sollte zudem beachten, dass vor der Anschaffung eines Hundes die schriftliche Einverständniserklärung des Vermieters vorliegen sollte. Wer einen Umzug plant, muss bedenken, dass die Wohnungssuche mit einem Haustier eventuell erschwert werden kann.

Anfallende Kosten bedenken
Wer einen Hund halten möchte, muss dazu in der Lage sein, die für das Tier anfallenden Kosten zu stemmen. Das bedeutet allerdings nicht allein, dass Anschaffungskosten sowie die Kosten für eine Erstausstattung finanziell bewältigt werden müssen. So geht die Tierhaltung auch mit verschiedenen laufenden Kosten einher.

Insbesondere müssen angehende Hundehalter die Kosten für Futter, Tierarzt, Pflege und Impfungen ihres Vierbeiners bewältigen können. Auch sollten sie sich darüber im Klaren sein, dass jederzeit unvorhergesehene Kosten (etwa für den Tierarzt oder notwendige Operationen) auftauchen können.

Zusätzlich stellt die anfallende Hundesteuer einen nicht zu vernachlässigenden Kostenfaktor dar. In Rheinland-Pfalz wird die Hundesteuer von den Städten bzw. Gemeinden erhoben. Ihre Höhe kann variieren. In der Stadt Montabaur wird für die Haltung des ersten Hundes Hundesteuer in Höhe von 50 Euro fällig. Ein zweiter Hund hingegen kostet 66, ein dritter 81 Euro jährlich.

Zu beachten ist diesbezüglich, dass die Anmeldung des Hundes beim Steueramt binnen 14 Tagen ab Anschaffung zu erfolgen hat.

Auf das Zeitmanagement kommt es an
Ein Hund benötigt nicht nur ausreichend Platz und Pflege, sondern auch Zeit und Aufmerksamkeit. Insbesondere sollten angehende Hundehalter bedenken, dass ein Vierbeiner täglich mindestens eine Stunde Auslauf benötigt – und das bei jedem Wetter.

Allerdings ist es mit Spazierengehen allein nicht getan. Schließlich sind Hunde Rudeltiere. Das bedeutet, dass sie ihre Zeit nicht gern allein, sondern in Gesellschaft ihres Herrchens verbringen möchten.

Vor der Anschaffung eines Hundes sollten angehende Halter daher sicherstellen, dass ihr Hund nicht zu viel Zeit allein verbringen muss. Mehr als vier Stunden pro Tag sollten es nicht sein. Wer täglich länger arbeiten muss, sollte sicherstellen, dass der Hund entweder mit zur Arbeitsstelle genommen werden oder anderweitig betreut werden kann.

Ein Hund erfordert Anpassungsbereitschaft und Flexibilität
Wer sich einen Hund anschafft, muss einerseits einen Vierbeiner finden, der gut zur eigenen Familie passt. Andererseits muss aber auch überlegt werden, ob die eigene Familie dazu bereit ist, sich den Bedürfnissen des Vierbeiners anzupassen.

Das bedeutet: Zwar gibt es gerade im Westerwaldkreis viele Möglichkeiten der aktiven Freizeitgestaltung mit einem Hund, jedoch schränkt ein tierischer Mitbewohner die Freizeitgestaltung sowie Urlaubsplanung in erheblichem Maße ein. Nur wer bereit ist, das in Kauf zu nehmen, sollte einen Hund halten.

So sind Hotelurlaube nur noch dort möglich, wo auch Tiere willkommen sind. Alternativ muss eine Betreuungsstelle für den eigenen Hund während der Ferienzeit gefunden werden.

Flugreisen sind nur mit kleinen Hunden, die in einer Transportbox in der Kabine mitreisen dürfen, möglich. Allerdings sollten Hundehalter bedenken, dass eine solche Reise für Hunde stets Stress bedeutet.

Ebenfalls zu bedenken ist: In Rheinland-Pfalz werden bestimmte Hunderassen als gefährlich eingestuft. Wer sich für die Anschaffung eines Hundes einer solchen Rasse entscheidet, ist ein seiner Freizeitgestaltung noch weniger frei. Schließlich gilt für Hunde, die als gefährlich gelten, eine Leinen- und Maulkorbpflicht. Halter müssen daher kompromissbereit sein und dürfen ihren Hund im Gelände oder in Parks nicht ohne Leine laufen und spielen lassen.

Passt ein Hund zur Lebensplanung?
Wer mit dem Gedanken spielt, sich einen Hund anzuschaffen, muss ihm langfristig gerecht werden können. Das bedeutet: Es sollte überlegt werden, ob der Hund nicht nur heute, sondern auch noch in einigen Jahren in die Lebensplanung passt.

Schließlich haben Hunde – je nach Größe und Rasse – eine Lebenserwartung von bis zu 18 Jahren. Bei kleinen Hunden ist die Lebenserwartung größer, bei großen Rassen etwas geringer. In jedem Fall begleitet ein Hund seinen Besitzer aber für viele Jahre. Angehende Hundehalter sollten daher sicher sein, dass das Tier langfristig zur eigenen Lebensplanung passt. (prm)

Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur Jan-Philipp Friedrich.



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