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Nachricht vom 15.01.2022    

Westerwald weiterhin wirtschaftsstark: gute Zukunftschancen für die Region

Während viele Regionen deutschlandweit unter dem Rückgang der Wirtschaft zu leiden haben, sieht es im Westerwald anders aus. Die Anzahl der Neugründungen in den über 190 Städten und Gemeinden steigt stetig. Dabei ist die Wirtschaftskraft der mehr als 204.000 Einwohner der Region ungebrochen. Vor allem die mehr als 2.400 Handwerksbetriebe zählen zu den Zugpferden. Der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften ist enorm. Gute Chancen für alle, die sich im Westerwald niederlassen wollen.

Innovative und kreative Ideen sind gefragt: Im Westerwald trauen sich immer mehr Unternehmensgründungen zu. Unterstützt durch Förderungen fällt es leichter. Foto Quelle: pixabay.com / stux

Auch 2021 zahlreiche Neueröffnungen im Westerwald
2021 war ein gutes Jahr für Gründer*innen. Im ersten Halbjahr wurden mehr als 65.000 Unternehmensgründungen realisiert. Viele davon auch im Westerwald. Die Unternehmer*innen der Region sind für ihre Kreativität und Liebe zum Detail bekannt. Viele von ihnen kommen sogar aus den Hochschul- und Universitätsschmieden in Koblenz, Mainz oder Trier.

Das zeigt sich auch bei der gelungenen Neueröffnung in Buchholz. Das Gartencenter Kramer gehört zwar schon seit mehr als 40 Jahren zur festen Größe der Region, wurde aber nun mit Mut, Tatkraft und neuen Ideen erweitert. Künftig finden Kund*innen hier noch mehr Auswahl floraler und dekorativer Produkte, können sich durch die mehr als 20 Mitarbeiter beraten lassen.

Als Willkommensgeschenk gab es vor allem Vorfreude und als besonderen Gast „Ahrvin“. Das Maskottchen der Landesgartenschau 2023 schaute auch bei der Öffnung in Buchholz vorbei. Alexandra und Michael Kramer, die Inhaber, haben künftig viel vor. Was die Besucher künftig erwartet, verrieten sie jedoch noch nicht. Wer weiß, vielleicht haben sie schon den ein oder anderen Werbeartikel für Endkunden als Oster- oder Weihnachtsüberraschung für die kommenden Monate organisiert.

Auch in Bad Marienberg gibt es unternehmerischen Zuwachs
Die Gründerfreude im Westerwald ist auch in Bad Marienberg zu sehen. Hier etablierte sich bereits 2019 ein Kleinod der besonderen Art: das Nähstübchen. Marlene Helsper bietet Interessierten nicht nur einen Einblick in Stoffe oder Kurzwaren, sondern zeigt auch, wie es geht. Die passionierte Schneiderin wagt den Schritt mit ihrem eigenen Unternehmen und will künftig Jung und Alt für das Nähen begeistern.

Für das kulinarische Wohl ist in Bad Marienberg ebenfalls durch ein weiteres Angebot gesorgt. Bereits 2019 eröffnete „Chinamann“ im Oktober, um in familiärer Atmosphäre kulinarische Köstlichkeiten in den Westerwald zu bringen. Eine besondere Freude für Stadtbürgermeisterin und Bewohner, denn das Restaurant gab es bereits 2005 bis 2010. Im Anschluss folgte eine familienbedingte Auszeit bis 2013 und ein neuer Restaurantstart mit dem „Neuen Weg“. Jetzt sind sie zu ihren kulinarischen Wurzeln zurückgekehrt und erfreuen hungrige Gäste in besonderer Atmosphäre.

Westerwald buhlt mit Fachkräftestrategie um neue Bewohner
Der Westerwald ist unternehmerisch stark im Aufwind. Allerdings fehlen immer häufiger Fachkräfte, um dem rasanten Gründungstempo standzuhalten. Die Landesregierung Rheinland-Pfalz hat es sich zur Aufgabe gemacht, für das Bundesland und im Speziellen für die Region an einer Fachkräftestrategie zu feilen. Ziel ist es, nicht nur Nachwuchs für bestimmte Berufsbilder zu begeistern, sondern auch vorhandene Potenziale zu nutzen und Kompetenzen weiter auszubauen.

Dabei arbeitet die Landesregierung Hand in Hand mit den Industrie- und Handelskammern zusammen. Die IHK Koblenz ist etwa erster Ansprechpartner, wenn es um die Anliegen rund um Aus- und Weiterbildung sowie Interessenvertretung der Unternehmer*innen geht.

Vor allem junge Menschen sollen motiviert werden, sich für eine Fortbildung auf Bachelor- und Masterniveau zu entscheiden oder eine Ausbildung in einem der zahlreichen Berufsfelder zu absolvieren. Dabei leistet die IHK unermüdliche Aufklärungsarbeit, im trendigen Look. Zielgruppenorientiert wenden sich die wirtschaftlichen Vertreter nicht nur auf der eigenen Website oder den Facebook-Kanal an die jungen Potenzialträger. Auch auf YouTube wird kräftig die Werbetrommel für Ausbildungen und Studium in Rheinland-Pfalz gerührt.

Deutschland fördert Wirtschaftsimpulse: Gründer*innen sind gefragter denn je
Nicht nur in Rheinland-Pfalz sind Gründer*innen herzlich willkommen. Auch die Bundesregierung ist auf der Suche nach neuen Wirtschaftsimpulsen und kreativen Gründungsideen. Die jährlich stattfindende Gründerwoche gibt auf Hunderten Veranstaltungen Einblick in einzelne Branchen, Fördermöglichkeiten und Zukunftsperspektiven.

Mit Erfolg, denn Gründer*innen werden immer jünger und mutiger. Durch die zahlreichen Fördermöglichkeiten durch Bund und Länder wird die Angst vorm monetären Versagen deutlich minimiert. Auch in Rheinland-Pfalz gibt es verschiedene Förderprogramme für Existenzgründer*innen.

Hierzu gehört die BAFA-Förderung, die es für Gesamtdeutschland gibt. Profitieren können junge Unternehmer, sogar bis zu zwei Jahren nach der Gründung. Der Fördersatz liegt bei 50 %, maximal jedoch 2.000 Euro. Wer bereits ein Unternehmen führt, kann auch nach dem dritten Jahr der Gründung auf einen Zuschuss hoffen. Es gibt auch hier für 50 % bis 1.500 Euro. Geraten Unternehmer*innen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, greift ihnen das BAFA-Programm mit 90 % Fördersatz und maximal 2.700 Euro oder die Arme.

Ein besonderes vor Angebot gibt es für Gründer*innen in Rheinland-Pfalz, auch im höheren Lebensalter. Die ISB (Investition- und Strukturbank Rheinland-Pfalz GmbH) unterstützt Gründer*innen, die älter als 55 Jahre sind. 50 % Förderung gibt es für Beratungskosten, um sich neue zu orientieren. Maximal werden dafür 800 Euro/Beratungstag übernommen.

Gründer*innen mit innovativen Visionen haben noch mehr Förderanspruch
Neben den klassischen Förderprogrammen für Existenzgründer*innen warten weitere Geldtöpfe. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz unterstützt Unternehmen/Unternehmensbereiche, die sich mit innovativen Zukunftsideen beschäftigen. Gründer*innen, die sich beispielsweise der grünen Technologie oder Klimaforschung verschrieben haben, dürfen sich über ein KfW-Umweltprogramm oder andere Fördermöglichkeiten freuen.

Auch wissens- und technologiebasierte Neugründungen werden in Deutschland besonders unterstützt. Auf sie warten Hightech-Gründerfonds, besondere Investmentzuschüsse für das Wagniskapital, Gründerstipendien und Co. Davon profitieren auch Gründer*innen in Rheinland-Pfalz. An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz gibt es für Gründungsinteressenten sogar etwas Besonderes: Im Startup-Center kann sich jeder über Zuschüsse informieren, an Gründungswettbewerben teilnehmen oder Expertenrat von zahlreichen Partnern aus der Region einholen. Die Universität setzt dabei auf digitalen Fortschritt, denn viele Informationsveranstaltungen stehen sogar online zur Verfügung. In enger Zusammenarbeit mit der Universität und Hochschule Trier gibt es regionsübergreifende Projekte, Veranstaltungen und wertvolle Tipps für die Gründer*innen von morgen.

Auch die Universität Koblenz-Landau ist eine adäquate Anlaufstelle für Gründungsinteressenten. Im Gründungsbüro der Universität gibt es wertvolle Kontakte zu gründungsfördernden Unternehmen der Region oder Tipps zu Förderanträgen. (prm)

Agentur Artikel



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