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Nachricht vom 25.05.2021    

Wie funktioniert Value Investing?

Der Handel mit Aktien und anderen Anlagegütern hat in den vergangenen Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Hauptgrund dafür dürfte die andauernde Niedrigzinsphase sein, deren Ende noch immer nicht absehbar ist. Besonders der Handel mit Aktien ist mittlerweile weit verbreitet. Dabei verfolgen die Investoren die unterschiedlichsten Strategien. Welche Strategie, die passende für den einzelnen Investor ist, hängt vor allem von der Risikobereitschaft, der geplanten Investitionszeit sowie der Haltedauer und dem Wunsch nach regelmäßigen Auszahlungen ab. Eine mögliche Strategie ist die Value-Investing-Strategie. Was diese Strategie ausmacht und wie sie funktioniert, zeigt dieser Artikel.

Fotoquelle: pixabay.com

So funktioniert es
Beim Value Investing geht es in erster Linie darum, den tatsächlichen Unternehmenswert zu ermitteln und diesen mit dem aktuellen Marktpreis zu vergleichen. Ziel ist es, ein unterbewertetes Unternehmen zu finden. Das bedeutet, dass der tatsächliche Wert höher ausfällt, als es der aktuelle Marktpreis der Aktien widerspiegelt.

Um die den tatsächlichen Wert eines Unternehmens zu ermitteln, ist es zwingen notwendig sich sowohl mit dem Unternehmen und seinen Produkten zu beschäftigen. Der Unternehmensname oder bestimmte Marken eines Unternehmens können bereits mit ihrer Bekanntheit für einen gewissen Wert sorgen. Dies allein ist allerdings längst nicht ausreichend. Wer den tatsächlichen Unternehmenswert ermitteln möchte, der muss auch einen genauen Blick auf die Finanzkennzahlen werfen. Nur wer sowohl das Unternehmen als auch dessen Finanzkennzahlen kennt, kann einen reellen Wert ermitteln und beurteilen, ob eine Investition nach der Value-Investing-Strategie sinnvoll ist.

Haben Sie in Unternehmen gefunden, dessen Aktien vermeintlich unter Wert gehandelt werden, sollten Sie diese als Value-Investor kaufen. Über kurz oder lang ist davon auszugehen, dass sich der Marktpreis dem tatsächlichen Wert anpasst. Das damit einhergehende Kurswachstum stellt in diesem Fall den Gewinn dar.

Diese Kennzahlen sollten Sie kennen
Bei der Bewertung eines Unternehmens spielen die Finanzkennzahlen eine zentrale Rolle. Zu diesen Kennzahlen gehören zum Beispiel Bilanzkennzahlen wie die Eigenkapitalquote und der Verschuldungsgrad. Weitere wichtige Zahlen neben den Bilanzkennzahlen sind die Ertragskennzahlen wie zum Beispiel das EBITDA, also der operative Gewinn. Auch Liquiditätskennzahlen spielen eine wichtige Rolle bei der Bewertung. Ein hoher Free-Cash-Flow zum Beispiel bedeutet, dass große Teile der Einnahmen auch als Geldmittel zur Verfügung stehen und zum Beispiel für den Abbau von Verbindlichkeiten, für neue Investitionen, oder für Dividendenauszahlungen genutzt werden kann.

Eine weitere Kennzahl, welche beachtet werden sollte, ist das KBV. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis vergleicht den Wert sämtlicher Vermögensgegenstände des Unternehmens mit dem aktuellen Buchwert der Aktien an der Börse. Ist dieser Wert niedriger als 1, so können Value-Investoren von einer Unterbewertung ausgehen.

Das gilt es sonst noch zu beachten
Ob Value Investing die richtige Strategie ist, kann nicht pauschal beurteilt werden und ist vom individuellen Einzelfall abhängig. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass der Anlagehorizont bei dieser Art des Investierens langfristig ist. Zunächst wird einige Zeit für die Suche nach einem passenden Unternehmen benötigt. Sobald eines gefunden ist und die Aktien gekauft wurden, dauert es in der Regel auch einige Zeit, bis sich der Marktpreis dem tatsächlichen Unternehmenswert annähert. In vielen Fällen kann dies mehrere Jahre oder sogar Jahrzehnte dauern. Das schnelle Geld lässt sich mit dieser Strategie eher selten verdienen.
Generell verdienen Value-Investoren jedoch auf zwei Wegen. Der erste Weg ist der Wertzuwachs der Aktie über den Zeitraum, in dem diese gehalten werden. Gleichzeitig zahlen viele Unternehmen regelmäßige Dividenden. Diese stellen demnach auch Einkünfte dar.

Das Risiko
Grundsätzlich ist jede Art der Investition in Aktien mit einem Risiko verbunden. Jede noch so detaillierte Bewertung nützt nichts, wenn andere Investoren diese nicht sehen und daher nicht auch die ausgewählten Aktien kaufen, denn der Marktpreis an der Börse wird immer von Angebot und Nachfrage gesteuert. Es gibt also keine Garantie dafür, dass die Kurse in der Zukunft tatsächlich steigen werden. Außerdem sind zukünftige Entwicklungen nur schwer abschätzbar. Entwickeln sich zum Beispiel die Finanzkennzahlen in eine negative Richtung, so kann dies den Unternehmenswert senken. Die Differenz zwischen Unternehmenswert und Bewertung an der Börse wird somit geringer, ohne dass Sie als Investor Geld verdient haben. (prm)

Agentur Artikel



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