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Nachricht vom 26.03.2021    

Hallo Sommerzeit: In der Nacht zum Sonntag, 28. März, die Uhr umstellen!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es wieder soweit: Die Sommerzeit kommt und die Uhren werden um eine Stunde vorgestellt. Langschläfer müssen damit wohl oder übel auf eine Stunde Schlummer – formell auf die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr morgens – verzichten.

Teils stellen sich die Uhren auch automatisch um, aber nicht alle. Foto: Wolfgang Tischler

Region. Aber sollte die Zeitumstellung nicht schon längst abgeschafft sein? Und wie soll man sich merken, wann die Uhr vor oder zurück gedreht wird? Die Kuriere haben die Antworten.

Wieso stellen wir überhaupt die Uhren um?
1916 wurde die Zeitumstellung im Deutschen Reich eingeführt, um die energieintensiven „Materialschlachten“ im Ersten Weltkrieg zu unterstützen. Und auch heute noch soll die Sommerzeit eigentlich dabei helfen, Strom und Energie zu sparen, weil das Tageslicht in den Abendstunden länger ausgenutzt werden kann. Was rechnerisch plausibel klingt, haut so in der Praxis aber nicht hin: Unter dem Strich wird keine Energie gespart, weil die Menschen im Herbst und Frühjahr in den frühen Morgenstunden zwar keine Lampen anmachen, aber dafür vermehrt heizen.

Wann wird die Zeitumstellung abgeschafft?
Eigentlich ist die Entscheidung schon 2018 auf Europaebene gefallen, 2019 hätte sie schon greifen sollen: Die Zeitumstellung soll abgeschafft werden. Was die EU-Parlamentarier beschlossen haben, ist aber praktisch noch lange nicht gültig, die Umsetzung ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Denn gemäß dem Plan der EU-Kommission sollte jedes Land selbst entscheiden, in welcher Zeitzone es bleiben will: In der auch Normalzeit genannten Winterzeit oder in der um eine Stunde vorgeschobenen Sommerzeit? Die schlimmste Konsequenz könnte ein Flickenteppich verschiedener Zeitzonen sein – eine Katastrophe für den Handel, Bahn- und Flugpläne und internationale Beziehungen. Außerdem hat Corona dazwischengefunkt: Das Pandemie-Geschehen war auch auf EU-Ebene wichtiger als Entscheidungen zur Zeitumstellung.



Wie empfinden wir die Zeitumstellung?
Gerade in Deutschland hat das regelmäßige Drehen an der Uhr nur noch wenig Fans: Grade einmal 21 Prozent der Deutschen befürworten laut einer Forsa-Umfrage die Umstellung. Die Mehrheit ist eher genervt: Viele Deutsche klagen über einen „Mini-Jetlag“ mit Schlafproblemen oder Durchschlafstörungen, am Montag nach den Umstellungen schnellen die Krankmeldungen regelmäßig in die Höhe. Damit werden sich die Deutschen aber noch eine Weile arrangieren müssen: Die Umstellung auf die Winterzeit am 31. Oktober ist praktisch schon beschlossene Sache.

Vor oder zurück? Eselsbrücken für die Zeitumstellung
Kleine Gedankenstützen, um das Vor und Zurück der Uhren nicht zu verwechseln, gibt es reichlich. Die vielleicht beliebteste dürfte die Gartenmöbel-Eselbrücke sein: Tisch und Stühle stellt man im Frühjahr VOR das Haus – die Uhr wird vorgestellt. Im Herbst kommen sie in den Keller ZURÜCK – und auch die Uhr wird zurückgestellt.

Auch schön: Im Frühjahr hat man den größten Teil des Jahres noch VOR sich, im Herbst schaut man schon auf das Jahr ZURÜCK. So dürfte hoffentlich niemand mehr in die falsche Richtung drehen.


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