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Die „Befreiung vom Überfluss“ bei WW-Lit (12.10.2018)

Enspel. Noch ist die Welt nicht bereit, von der Droge „Wachstum“ zu lassen. Aber die Diskussion über das Ende der Maßlosigkeit nimmt Fahrt auf. Nach einer vollen Arbeitswoche möchte man sich auch mal etwas gönnen: ein neues Auto, ein iPad, einen Flachbildfernseher. Und schon steckt man im Teufelskreis aus Konsumwunsch und Zeitmangel. Der stete Ruf nach „mehr“ lässt Rohstoffe schwinden und treibt die Umweltzerstörung voran. Dabei gelten „grünes“ Wirtschaftswachstum und „nachhaltiger“ Konsum als neuer Königsweg. Doch den feinen Unterschied - hier „gutes“, dort „schlechtes“ Wachstum - hält Niko Paech für Augenwischerei. In seinem Gegenentwurf, der Postwachstumsökonomie, fordert er, industrielle Wertschöpfungsprozesse einzuschränken und lokale Selbstversorgungsmuster zu stärken. Er ist zu den Gast bei den Westerwälder Literaturtagen (WW-Lit) im Stöffel-Park in Enspel, und zwar am Freitag, den 12. Oktober. Veranstaltungsbeginn in der Alten Schmiede ist um 19.30 Uhr. Paech ist einer der bedeutendsten deutschen Wachstumskritiker - und er ist authentisch, denn er lebt seine Vision einer „entschleunigten und entrümpelten Welt“. Der Volkswirtschaftler ist seit 2010 Professor an den Universitäten Oldenburg und Siegen. Als Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac genießt er einen hohen Bekanntheitsgrad und findet bei einer breiten Öffentlichkeit Gehör. Tickets gibt es im Vorverkauf online und an den Ticket-Regional-Verkaufsstellen zum Preis von 5 Euro, an der Abendkasse für 8 Euro.

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