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Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus

Gemeinsam geht es besser, das dachten sich auch die beiden Wehren aus Elbingen und Hahn am See, die sich im vergangenen Jahr zu einer Fusion entschlossen. Der erste Schritt auf dem neuen Weg ist der Bau eines gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses.
Spatenstich für neues Feuerwehrgerätehaus

Klaus Reimann (von links), Heinz Göbel, Mario Steudter, Werner Zingel, Klaus Lütkefedder, Wolfgang Etz, Manfred Krämer, Thomas Schäfer, Armin Etz und Thomas Klein vollzogen gemeinsam den ersten obligatorischen Spatenstich am neuen Feuerwehrgerätehaus für Elbingen und Hahn am See. Foto: Ulrike Preis

HAHN AM SEE. Den demografischen Wandel bekommen auch die Freiwilligen Feuerwehren immer mehr zu spüren. Um den Fortbestand zu sichern, fassten die Wehren Elbingen und Hahn am See den Entschluss, gemeinsam und so gestärkt in die Zukunft zu gehen. Jetzt nahmen der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wallmerod, Klaus Lütkefedder, der Erste VG-Beigeordnete Werner Zingel, der Beigeordnete Heinz Göbel, der Ortsbürgermeister von Hahn am See, Thomas Klein, und der Erste Beigeordnete von Elbingen, Armin Etz, gemeinsam mit den beiden Wehrführern Wolfgang Etz (Hahn am See) und Jürgen Cron (Elbingen), dem Wehrleiter der VG-Wallmerod Klaus Reimann, Architekt Thomas Schäfer und dem Leiter des Bauamtes, Mario Steudter, den ersten obligatorischen Spatenstich für den Neubau eines Feuerwehrgerätehaus vor.

Anlass für die ersten Überlegungen im November Jahr 2008 war die schlechte Bausubstanz beider Feuerwehrgerätehäuser. Es bestand zwar kein akuter Handlungsbedarf und doch war es mittel- bis langfristig fraglich, ob beide Einheiten selbständig fortbestehen können. Aus diesen Überlegungen heraus begannen die Mitglieder eine Strategie zu entwickeln. Im Februar 2009 wurde der Beschluss gefasst, die Wehren zusammenzuführen. Die Verbandsgemeinde Wallmerod nahm dies zum Anlass, die zukunftsweisende Entscheidung mit dem Bau eines neuen Feuerwehrgerätehaus zu unterstützen. Nach einer vorangegangenen Standortuntersuchung wurde das Gelände neben dem Friedhof in Hahn am See als Standort festgelegt. Der Planauftrag ging an das Architekturbüro Thomas Schäfer aus Westerburg. Mit der Tragwerkplanung befasste sich das Ing.-Büro Hummrich aus Oberahr und das Bogengutachten fertigte das Büro Dr. Zirfas aus Limburg an. Um rechtzeitig eine Förderung aus dem Konjunkturpaket II beantragen zu können, wurde innerhalb von nur zwei Wochen eine erste - mit den Wehren und der Wehrleitung - abgestimmte Planung erstellt. „Obwohl der Antrag zunächst abgelehnt wurde, bekamen wir am 21. Dezember 2009 vom Land überraschend die Aussicht auf Förderung“, so VG-Bürgermeister Klaus Lütkefedder. Innerhalb weniger Wochen wurde die Planung überarbeitet und konkretisiert. Bereits am 26. Februar 2010 kam aus Mainz „grünes Licht“.
Die geschätzten Gesamtkosten belaufen sich auf rund 295.400 Euro, wovon 79.200 Euro (69.882 aus Bundesmitteln) vom Land bezuschusst werden. Der Eigenanteil in Höhe von 245.200 Euro wird mit einem zinslosen Darlehen in Höhe von 118.800 Euro gedeckt. Durch Eigenleistungen der Feuerwehren können 30.000 Euro eingespart werden. Auf 118 Quadratmetern Nutzfläche entsteht für die insgesamt 34 Aktiven und 24 Mitglieder der Jugendfeuerwehr eine Fahrzeughalle mit Umkleide, Mannschaftsraum sowie Herren- und Damentoilette. Eine Photovoltaikanlage (15.000 Euro) und eine Luft-Wärmepumpe (14.000 Euro) bedeuten letztendlich Einsparungen bei den laufenden Kosten. Der Rohbau entsteht noch in diesem Jahr. Die Fertigstellung ist für Mai kommenden Jahres vorgesehen. Im Juni 2011 feiern die Kameraden aus Hahn am See ihr 110-jähriges Bestehen. Es ist geplant, dass dieser runde „Geburtstag“ mit dem Einzug ins neue Heim verbunden werden soll. Eine weitere gute Nachricht ist, dass aufgrund der Fusionierung ein wasserführendes Fahrzeug angeschafft werden kann. „Dies steht für das Jahr 2013 in Planung und bedeutet eine weitere Aufwertung der Wehr“, berichteten die beiden Wehrführer stolz. Noch sind zwei Fragen offen: wer übernimmt die gemeinsame Führung und welchen Namen soll die neue Wehr tragen? Doch gemeinsam werden die Floriansjünger sicher auch hierfür eine für alle zufriedenstellende Lösung finden. (upr.)

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