Werbung

Nachricht vom 08.07.2018 - 13:27 Uhr    

Badeseen im Westerwaldkreis sind bakteriologisch unbedenklich

Im Westerwaldkreis sind derzeit vier Badegewässer offiziell von der EU anerkannt: Der Waldsee Maroth, die Klingelwiese bei Maxsain, der Postweiher bei Freilingen und die Krombachtalsperre bei Rehe. Und sie sind alle frei von Enterokokken und Escherichia coli. Das ergaben die diesjährigen Beprobungen auf diese Indikatorkeime. Darüber informiert die Kreisverwaltung des Westerwaldkreises in einer Pressemitteilung.

Das Wasser der genannten Badeseen wird in monatlichen Abständen vom Gesundheitsamt des Westerwaldkreises mikrobiologisch auf Darmbakterien beprobt. (Foto: WW-Touristik)

Montabaur/Westerwaldkreis. Die Badegewässer im Westerwaldkreis sind allesamt frei von Enterokokken und Escherichia coli. Das ergaben die diesjährigen Beprobungen auf diese Indikatorkeime, wobei die letzte Probenentnahme durch das Gesundheitsamt des Kreises am 2. Juli durchgeführt wurde und das Laborergebnis am 6. Juli im Kreishaus eintraf. Im Westerwaldkreis sind derzeit vier Badegewässer offiziell von der EU anerkannt: Der Waldsee Maroth, die Klingelwiese bei Maxsain, der Postweiher bei Freilingen und die Krombachtalsperre bei Rehe. Daneben gibt es fünf weitere Seen im Kreisgebiet, die zwar nicht diesen förmlichen Status haben, in denen aber gleichwohl regelmäßig gebadet wird. Es handelt sich hierbei um den Secker Weiher, den Wiesensee, den Hahner See in der Verbandsgemeinde Wallmerod und die beiden zur Westerwälder Seenplatte gehörenden Seen Dreifelder Weiher und Hausweiher.

Monatliche Beprobung
Das Wasser aller dieser Badeseen wird in monatlichen Abständen vom Gesundheitsamt des Westerwaldkreises mikrobiologisch auf Darmbakterien beprobt. Hierbei sind in dieser Saison noch keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt worden.

In den EU-Badegewässern wird zudem die chemische und biologische Beschaffenheit des Wassers durch das Landesamt für Umwelt untersucht. Hier geht es unter anderem um den pH-Wert, die Sichttiefe und das Vorhandensein von Blaualgen. Bei den Badegewässern Waldsee Maroth, Klingelwiese und Krombachtalsperre ist es in dieser Badesaison bereits zu geringfügigen Grenzwertüberschreitungen von Blaualgen gekommen, wobei bislang nur die Grenzwerte der 1. Warnstufe überschritten wurden. Dies zieht noch kein Badeverbot nach sich, es werden aber Hinweisschilder mit Verhaltensregeln aufgestellt: „Auffällig gefärbte Bereiche meiden, kein Wasser schlucken, nach dem Baden Abduschen“. In den Gewässern ohne EU-Status führt das Landesamt diese Untersuchungen aus Gründen der Personalkapazität seit kurzem nicht mehr durch, sie sind auch gesetzlich nicht vorgeschrieben. Der Kreis prüft derzeit, ob er hier in die Bresche springt und die Untersuchungen auf Sichttiefe und Blaualgen durch sein Gesundheitsamt durchführt bzw. veranlasst.

Eigenverantwortung gefragt
Aber: „Ob mit oder ohne Untersuchung, jeder Badegast trägt natürlich ein Stück weit auch Eigenverantwortung“, erklärt Sarah Omar, Leiterin des Gesundheitsamtes. „Ohnehin stellen die Beprobungen nur eine Momentaufnahme dar, die Situation kann sich gerade in Bezug auf das Algenvorkommen innerhalb kürzester Zeit ändern.“ Die Expertin empfiehlt daher, kleine Kinder keinesfalls in deutlich grün verfärbten Gewässern baden zu lassen, auch wenn dort kein Warnschild steht. Manche Algen bilden Toxine, die durch Wasserschlucken in den Körper gelangen können. Ferner müsse bedacht werden, dass eine starke Trübung des Wassers, ob durch Algen, Plankton oder Sedimente bedingt, eine Rettung Ertrinkender erschwert.

Diesen Risiken - so Omar – steht natürlich die gesundheitsfördernde Wirkung und die Freude am Baden gegenüber. Diese Abwägung müsse letztlich jeder selbst vornehmen, das Gesundheitsamt könne durch Untersuchungen und Hinweise hierbei nur unterstützen. Aktuelle Informationen zu den jeweiligen EU-Badegewässern können unter www.badessen.rlp.de abgerufen werden. (PM)


---
Jetzt Fan der WW-Kurier.de Lokalausgabe Montabaur auf Facebook werden!


Kommentare zu: Badeseen im Westerwaldkreis sind bakteriologisch unbedenklich

Es sind leider keine Kommentare vorhanden


Aktuelle Artikel aus der Region


Die Koch- und Fitness-Show gastierte in Montabaur

Montabaur. So war es kein Wunder, dass bei dieser hochkarätigen Besetzung fast alle Stühle in der Stadthalle von Montabaur ...

Ab Dezember gelten Parkgebühren rund um ICE-Bahnhof Montabaur

Montabaur. Im Sommer hatte der Stadtrat neue Parktarife für die Stadt verabschiedet und damit festgelegt, dass das Parken ...

1.000 Euro für die Kreisjugendfeuerwehr

Wirges. 80 Jugendliche aus 15 Jugendfeuerwehren im Westerwaldkreis nahmen am diesjährigen Schwimmwettbewerb der Westerwälder ...

E-Commerce-Day bei der IHK: 120 Unternehmer tauschen sich aus

Koblenz/Region. Ihre Kunden treffen Unternehmen heute nicht nur im Geschäft vor Ort, sondern immer häufiger auch im Internet. ...

Klagewelle der Krankenkassen gegen Krankenhäuser gefährdet Versorgungslage

Dierdorf/Selters. Die Verkürzung der Verjährungsfrist hatte zur Folge, dass die meisten Krankenkassen sämtliche strittigen ...

Tourist-Information Hachenburger Westerwald mit neuer Leiterin

Hachenburg. Ihre Nachfolgerin wird die 25-jährige Lisa Effert, die sich im Tourismus in der Region bereits bestens auskennt. ...

Weitere Artikel


Die Konjunktur im Westerwaldkreis läuft weiterhin gut

Montabaur. „Die konjunkturelle Entwicklung im Westerwaldkreis bewegt sich zum Frühsommer 2018 weiterhin auf dem hohen Niveau ...

Partner der Feuerwehr: EVM verzichtet auf Kostenerstattung

Westerwaldkreis. Ein Leben ohne Feuerwehr? Für Thomas Kloft ist das undenkbar. Seit über 35 Jahren ist er in der Feuerwehr ...

Selbsthilfegruppe für Menschen mit Beziehungsstörungen

Altenkirchen. Die Westerwälder Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (WeKISS)| Der PARITÄTISCHE möchte auf Initiative ...

Investitions- und Strukturbank informiert zu Wohnraumförderung

Mainz/Region. Am 19. Juli informiert die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB) auf ihrem ersten Beratertag ...

Ärzte- und Apothekertag: Frühe Rheuma-Diagnose verhilft zu Lebensqualität

Hachenburg. „Rheuma frühzeitig erkennen bedeutet, Lebensqualität erhalten.“ Der das sagt, ist Universitätsprofessor Dr. Andreas ...

Praktischer Naturschutz durch extensive Beweidung: Die NABU-Zwischenbilanz

Region. Sie nennen sich Moorschnucken, Mazedonische Zwergesel, Konikpferde, Burenziegen oder Taurusrinder – insgesamt zwölf ...

Werbung