Werbung

Nachricht vom 17.05.2018 - 07:59 Uhr    

NABU Rhein-Westerwald: Rückkehr des Wolfes unterstützen

Nachdem das rheinland-pfälzische Umweltministerium gestern (15. Mai) die Sichtung eines Wolfes am ehemaligen Truppenübungsplatz Stegskopf im Kreis Altenkirchen bestätigt hat, meldet sich der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald mit einer Stellungnahme zu Wort. „Die durch internationale und nationale Gesetze streng geschützte Art ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität und erfüllt unter anderem als ‚Gesundheitspolizei des Waldes‘ wertvolle ökologische Funktionen. Insofern gilt es, die eigen-ständige Rückkehr des Wolfes zu unterstützen“, sagt Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

Holler/Daaden. Der Naturschutzbund (NABU) Rhein-Westerwald freut sich über den jetzt bekannt gewordenen Wolfsnachweis auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Daaden am Stegskopf sowie über die Nachweise im Kreis Neuwied. Dazu nimmt der Verband per Pressemitteilung Stellung. „Mit dem Wolf kommt eine heimische Tierart eigenständig in ihr natürliches Verbreitungsgebiet zurück, die in Deutschland durch den Menschen ausgerottet worden war. Die durch internationale und nationale Gesetze streng geschützte Art ist ein wichtiger Bestandteil der Biodiversität und erfüllt unter anderem als ‚Gesundheitspolizei des Waldes‘ wertvolle ökologische Funktionen. Insofern gilt es, die eigenständige Rückkehr des Wolfes zu unterstützen“, so Jonas Krause-Heiber von der NABU-Regionalstelle Rhein-Westerwald.

NABU: Panikmache und Halbwahrheiten helfen nicht weiter
„Der Wolfsnachweis auf dem Stegskopf zeigt noch einmal die Bedeutung dieses ehemaligen Truppenübungsplatzes für die heimische Biodiversität sowie die Notwendigkeit der konsequenten Umsetzung des im Bundesnaturschutzgesetz verankerten Biotopverbunds zur Vernetzung von Teillebensräumen für den Wolf und auch viele weitere Arten auf. Panikmache und die Verbreitung unwissenschaftlicher Halbwahrheiten und Märchen über den Wolf wie zuletzt im Kreis Neuwied über die Presse geschehen, sind unangebracht und helfen nicht weiter“, so der NABU.

Menschen gehören nicht zum Beutespektrum des Wolfes
Seit dem Jahr 2000 gibt es wieder Wölfe in Deutschland. Seitdem begleitet der NABU auf Bundes- und Länderebene die Rückkehr des Wolfes in sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet. Das Land Rheinland-Pfalz hat gemeinsam mit Verbänden wie dem NABU, dem Landesjagdverband und Vertretern der Nutztierhalter im Jahr 2015 den „Managementplan für den Umgang mit Wölfen in Rheinland-Pfalz“ erarbeitet, der als Grundlage für das Miteinander von Mensch und Wolf in Rheinland-Pfalz dient. Auch für den NABU hat die Sicherheit des Menschen oberste Priorität. Seit der Rückkehr des Wolfes nach Deutschland hat es keine Situation gegeben, bei der sich freilebende Wölfe aggressiv gegenüber Menschen verhalten haben. Menschen gehören nicht zum Beutespektrum des Wolfes. Dass ein Zusammenleben mit dem Wolf funktioniert, zeigen unsere Nachbarländer. In Deutschland hat man den Umgang mit diesem ehemals ausgestorbenen Tier schlicht verlernt. Nun gilt es, wieder einen angemessenen Umgang mit den Wölfen in unserem Land zu finden. (PM)

---
Jetzt Fan der AK-Kurier.de Lokalausgabe Herdorf-Daaden auf Facebook werden!


Kommentare zu: NABU Rhein-Westerwald: Rückkehr des Wolfes unterstützen

1 Kommentar

Na endlich mal was von NABU
#1 von Bernd Retz, am 16.05.2018 um 13:15 Uhr

Aktuelle Artikel aus der Region


Ausstellung im Kreishaus: Jüdisches Leben in Deutschland heute

Montabaur. Vom 22. bis 29. Oktober ist die Wanderausstellung „Jüdische Lebenswelten in Deutschland heute“ im Foyer des Kreishauses ...

Blutspender wird zum Lebensretter

Westerburg/Region. „Menschen helfen!“ Nicht mehr und nicht weniger. Das ist das Ziel von Nikolai Junk, wenn er beim DRK Blut ...

Bericht aus Rom: Katharina Kasper ist die erste Heilige des Bistums Limburg

Rom/Dernbach. Mehr als 70.000 Menschen sollen da gewesen sein auf dem Petersplatz am Sonntagvormittag (14. Oktober). Viele ...

Braucht die VG Hachenburg eine Katzenschutzverordnung?

Hachenburg. Die Verbandsgemeinde Hachenburg prüft derzeit den Erlass einer Katzenschutzverordnung. Um dieses Thema zu diskutieren, ...

Bestmögliche Behandlung für ältere Patienten im Westerwald

Dernbach. Der demografische Wandel im Land sorgt für einen massiv ansteigenden Bedarf an Alterstraumatologischen Zentren. ...

Gesperrte ICE-Strecke: So fahren die Züge heute und ab Montag

Montabaur. Die Deutsche Bahn hat am heutigen Sonntag (14. Oktober) über den ab Montag, den 15. Oktober, geltenden Pendelverkehr ...

Weitere Artikel


Gelöste Radmuttern an zwei PKWs in Norken und Merkelbach

Norken/Merkelbach. Die Polizei meldet aktuell zwei Fälle von gelösten Radmuttern an PKWs in den letzten Tagen, einmal aus ...

„Keiner darf verloren gehen“: Erfolgsmodell Lernpatenschaft

Montabaur. Das Lernpatenprojekt wird in Kooperation mit dem Kreisjugendamt und dem DRK-Haus für Jugend und Familienhilfe ...

Neue Leitung: Jörg Klingeberg ist Wehrführer in Neuhäusel

Neuhäusel. Wachwechsel bei der Freiwilligen Feuerwehr in Neuhäusel: Dort stehen ab sofort Jörg Klingeberg als Wehrführer ...

Auftaktveranstaltung am Wiesensee zum Tag des Wanderns

Stahlhofen am Wiesensee. Unter den Gästen der Landtagspräsident von Rheinland-Pfalz Hendrik Hering, der Präsident des Deutschen ...

Große Jubelfeier der SpVgg Saynbachtal Selters zum 125.

Selters. Anwesend waren der 1. und 2. Vorsitzende, Bernd Hummerich und Wolfgang Klaus; Thilo Koch, der Vorsitzende des Festausschusses; ...

Pavillon-Dorf für Kita Horressen wird eingerichtet

Montabaur-Horressen. Auf dem Parkplatz an der Buchenstraße in Montabaur-Horressen wurde dieser Tage das Pavillon-Dorf errichtet, ...

Werbung


 Anzeige  
Anzeige