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Nachricht vom 13.01.2018 - 19:30 Uhr    

Neue Feuerwehreinsatzzentrale Höhr-Grenzhausen in Dienst gestellt

„Für die Zukunft gewappnet, mit neuester Technik“, so Wehrleiter Hattenbach bei der offiziellen Übergabe der neuen Feuerwehreinsatzzentrale der Freiwilligen Feuerwehr Höhr-Grenzhausen. Die alte Feuerwehreinsatzzentrale hatte rund 40 Jahre lang ihren Dienst getan.

Claus Hattenbach (Wehrleiter VG Höhr-Grenzhausen), Uwe Kern (Firma Blickle & Scherer) und Verbandsgemeindebürgermeister Thilo Becker bei der Schlüsselübergabe der neuen FEZ. Fotos: privat

Höhr-Grenzhausen. Anlass für den Umbau und die grundlegende Neugestaltung war der technische Fortschritt in den Bereichen Datenverarbeitung, Alarmierung, Informations- und Funktechnik, besonders aber die Einführung des Digitalfunkes. „Unsere alte Einsatzzentrale hat den heutigen Anforderungen nicht mehr genügt“, stellte Wehrleiter Hattenbach fest. „Vor allem die bereits erfolgte Umstellung auf Digitalfunk und die geplante Einführung der digitalen Alarmierung machten den groß angelegten Umbau notwendig, um die Einsatzbereitschaft in diesem Bereich sicherstellen zu können.“

Wo einst Block und Bleistift, zusammen mit einer Straßenkarte ihren Dienst verrichteten, stehen nun sieben Monitore mit drei voneinander unabhängigen PC- Arbeitsplätzen zur Verfügung. Der Aktenschrank wurde durch einen Technikschrank, in dem die benötigte Technik wie Funkgeräte, Telefonzentrale und Datenverarbeitung zusammengeführt wurden, ersetzt. Die Einsatzzentrale wurde mit neuen ergonomischen, höhenverstellbaren Leitstellentischen mit jeweils drei Monitoren und einem Touch-Bedienfeld ausgestattet. Dadurch wird auch ein Arbeiten über einen längeren Zeitraum möglich. Ebenfalls sorgt nun eine unterbrechungsfreie Stromversorgung für einen reibungslosen Betrieb – auch in Ausnahmesituationen.

Von der Feuerwehreinsatzzentrale aus kann künftig nahezu die gesamte Haustechnik geschaltet und überwacht werden. Ein computergestütztes System versorgt Einsatzkräfte mit Einsatzdaten und stellt Straßenkarten sowie Informationen über wichtige Objekte in der Verbandsgemeinde zur Verfügung. Alle Informationen wurden in einem System gebündelt und erleichtern somit die Arbeit der Zentralisten und der Einsatzkräfte.

„Es ist wichtig, dass die Feuerwehr sowohl in Sachen Technik als auch in Sachen Ausbildung auf dem aktuellen Stand ist“, unterstrich VG Bürgermeister Thilo Becker die Notwendigkeit. „Nur so können die Einsatzkräfte ihren Aufgaben gerecht werden. Die Feuerwehreinsatzzentrale stellt bei nahezu jedem Einsatz das Rückgrat der Einsatzleitung dar, da diese dokumentiert, Einsatzkräfte nachfordert und Recherchen durchführt.“

„Wir sind dankbar, dass die Verwaltung den Empfehlungen der Feuerwehr gefolgt ist und wir uns mit dem Umbau beziehungsweise der Modernisierung den heutigen Herausforderungen anpassen konnten“, betonte Wehrleiter Claus Hattenbach.

Die Feuerwehreinsatzzentrale unterstützt den Einsatzleiter bei der Erfüllung seiner Aufgaben. Alle eingehenden Meldungen und Informationen werden hier aufgenommen, ausgewertet und verarbeitet. Einsätze werden von hier aus koordiniert. Die Feuerwehreinsatzzentrale ist Alarmierungsstelle für die Feuerwehr Höhr-Grenzhausen, Hillscheid und Hilgert. Bei Großschadenslagen ist die Feuerwehreinsatzzentrale Koordinator von weiteren, teilweise überörtlichen Hilfsorganisationen.

Technische Details:
Möblierung:
Die Tischanlage der Funkeinsatzzentrale besteht aus einem Haupttisch 1,8 Meter lang und einem Nebentisch circa 2,5 Meter lang. Beide sind elektrisch höhenverstellbar und mit einem durchgehenden Unterschrank versehen. In den jeweiligen Pultaufbauten sind Touchscreen Monitore mit elektrischer Neigungsverstellung eingebaut. Die Monitorbrücke des jeweiligen Tisches ist ebenfalls elektrisch höhenverstellbar. Über den Arbeitsplätzen befinden sich je eine LED Arbeitsplatzleuchte.

Passend zum Tischdesign wurden zwei Rollcontainer sowie ein Highboard geliefert. Die Tische entsprechen der heutigen Arbeitsstättenverordnung.

Software / Hardware:
Die PC gestützte Leitstellentechnik (CULT-Vermittlungssystem) verfügt über zwei Touchscreen-Arbeitsplätze und ist in der Lage bis zu sechs Funkkreise Analog, TETRA digital und Telefonie zu bedienen. Das Arbeiten kann hier wahlweise mit einem Headset oder klassisch mit Hörer oder Schwanenhalsmikrofon erfolgen. Ferner ermöglicht das System die Aufzeichnung und Dokumentation von Funk- und Telefongesprächen, sowie die Steuerung der Haustechnik, wie das Öffnen und Schließen der Hallentoren. Die ELA (Elektroakustische Anlage für Durchsagen) kann Etagenweise angesteuert werden.

Die komplette Hardware ist in einem 19“ Systemschrank integriert und wird durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) versorgt.

Jeweils drei Monitore stehen einem der beiden Arbeitsplätze zur Verfügung. Hier werden die Einsätze in der Einsatzleitsoftware „EDP“ erfasst und abgearbeitet. Zusätzlich steht ein weiterer Rechner für Recherche Arbeiten zur Verfügung.

Des Weiteren erfolgt die Ansteuerung der Alarmmonitore in den Hallen der vier Gerätehäuser bei Einsatzeingang. Hier können die eintreffenden Kameraden die wichtigsten Details zum aktuellen Einsatz nachlesen und sehen auf einer Karte den genauen Einsatzort.

Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen:
Die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen mit rund 13.500 Einwohnern gehört zu den kleinsten Verbandsgemeinden in Rheinland-Pfalz. In der Stadt- und den beiden Ortswehren verrichten circa 80 Feuerwehrfrauen und -männer ihren Dienst. Zu jährlich rund 100 Einsätzen werden die drei Ortswehren Höhr-Grenzhausen, Hillscheid und Hilgert pro Jahr alarmiert, bei denen auch immer die Feuerwehreinsatzzentrale besetzt ist. (PM)

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